Die interdisziplinären Lunch Lectures „Denkanstöße – Food for Thought“ geben einen Einblick in aktuelle (Forschungs-)Fragen und machen so Gender und Diversity (Studies) Perspektiven, auch in ihrer Verschränkung mit anderen Macht- und Herrschaftsverhältnissen, sichtbar. Nach einem ca. 25-minütigen Impulsvortrag wird in lockerer Runde diskutiert.
Alle, die sich für Themen rund um Geschlecht und Intersektionalität interessieren, sind herzlich dazu eingeladen, sich status- und disziplinübergreifend auszutauschen und in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Tee zu vernetzen.
Please, bring your lunch!
Was bedeutet die flächendeckende Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) für unsere vielfältige Gesellschaft? Inwiefern reproduziert und stabilisiert KI bestehende Machtverhältnisse? Könnte sie auch als emanzipatives Tool im Sinne eines intersektionalen Feminismus genutzt werden, um Hegemonien zu unterlaufen?
Im Wintersemester 2026/27 finden die Lunch Lectures in Kooperation mit dem autonomen AlleFLINTA*-Referat des AStA statt und thematisieren Künstliche Intelligenz, ihre gewaltvolle Nutzung sowie Möglichkeiten ihrer Transformation zugunsten einer inklusiveren und (geschlechter-)gerechteren Welt.
Dienstags, 12:15 Uhr | HYBRID: auf dem JGU Campus & online via MS Teams
Für die Online-Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung notwendig.
Dienstag, 27. Oktober 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Wir starten mit einer besonderen Auftaktveranstaltung in die Lunch Lectures!
Zunächst nähern wir uns mittels einer interaktiven Einführung von Tabea Schloß (JGU Mainz) dem Thema Künstliche Intelligenz an, bevor wir gemeinsam die Keynote „Künstliche Intelligenz – eine Frage der Macht“ von Dr. Eva Gengler besuchen, die im Rahmen der RMU-Wochen der Chancengleichheit 2026 stattfindet.
mit Tabea Schloß, M.A. ( JGU Mainz)
Tabea Schloß ist Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Digitales Lehren und Lernen der JGU Mainz und beschäftigt sich in dieser Rolle seit Anfang 2023 mit dem Thema Künstliche Intelligenz und ihren Auswirkungen auf die Hochschulbildung. Neben der Organisation von Informationsveranstaltungen zum Thema KI und der Begleitung von KI-Lehrprojekten, ist sie maßgeblich an der Gestaltung des Umgangs mit KI in Studium und Lehre an der JGU beteiligt.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams bzw. Zoom
mit Dr. Eva Gengler
Im Rahmen der RMU-Wochen der Chancengleichheit 2026
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie wir forschen, Wissen produzieren und Entscheidungen treffen. Doch KI ist nicht neutral: Daten, technische Systeme und ihre Nutzung sind in gesellschaftliche Machtverhältnisse eingebettet und können bestehende Ungleichheiten reproduzieren
Der Vortrag betrachtet KI aus intersektional-feministischer und soziotechnischer Perspektive und fragt, welche Folgen ihr Einsatz für Chancengleichheit in Forschung und Wissenschaft haben kann. Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche fehlen? Wo entstehen neue Risiken für Teilhabe und Gerechtigkeit? Und wie können Wissenschaftler:innen und Institutionen KI bewusst so einsetzen und gestalten, dass neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen
Ein Impuls, der Fragen stellt und den Raum zur kritischen Reflexion und gemeinsamen Diskussion über einen verantwortungsvollen und chancengerechten Umgang mit KI in der Wissenschaft aufmacht.
Eva Gengler ist Wirtschaftsinformatikerin, Wissenschaftlerin, Autorin und Geschäftsführerin. Ihre Forschung befasst sich mit Künstlicher Intelligenz und Macht aus intersektional-feministischer und soziotechnischer Perspektive. An der FAU Erlangen-Nürnberg promovierte sie im internationalen Promotionsprogramm Business and Human Rights mit summa cum laude. Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören Forschung zu KI-Governance, KI-Regulierung und feministischer KI Als Geschäftsführerin von enableYou Consulting GmbH und Co-Founderin der feminist AI Community verbindet sie wissenschaftliche Forschung mit organisationaler Praxis. 2026 erschien ihr Buch Feministische KI; im selben Jahr wurde sie mit dem STRIVE Award ausgezeichnet.
Eva Genglers Vortrag findet via Zoom statt, sodass alle Lunch Lecture-Teilnehmenden vor Ort herzlich eingeladen sind, nach dem Impuls (und einer kurzen Pause) vor Ort zu bleiben und gemeinsam am Zoom-Meeting teilzunehmen. Online-Gäste bitten wir, nach dem ersten Teil der Lunch Lecture selbstständig den digitalen Raum zu wechseln.
Eine Anmeldung zum Vortrag von Eva Gengler ist nicht notwendig, treten Sie der Sitzung einfach über diesen Link bei: https://uni-frankfurt.zoom-x.de/j/62294322173?pwd=BdVIXZHvQopodXobxi3wtm7zgvqkpz.1
Donnerstag, 5. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Diese/r Impuls/Diskussion lädt zu einer Reflexion der gegenwärtig beobachtbaren Kolonisation des Epistemischen durch datenbasierte Künstliche Intelligenz (KI) ein. Mit Hilfe des Konzepts «Epistemischer Gewalt» wird nach der Gewalt gefragt, die dieser aktuellen soziotechnischen Dynamik innewohnt, insbesondere dem mit Hilfe von KI produzierten Wissen sowie den Mitteln und Wegen seiner Herstellung, Zirkulation und Anwendung. Im Anschluss an feministische, post- und dekoloniale Stimmen werden damit Ideal/Vorstellungen von (techno/wissenschaftlichem) Wissen als grundsätzlich gut und erstrebenswert zur Disposition gestellt. Zentriert wird, wie datenbasierte KI durch kapitalistische sowie Kontroll- und Überwachungsinteressen geprägt ist, wie der von ihr privilegierte datenzentrierte Zugriff auf die Welt mit Normierungen und Normalisierungen einhergeht, und wie planetarische Kosten durch Ausbeutung einer objektifizierten Natur als notwendige Nebeneffekte gehandelt werden. Künstliche Intelligenz und KI-basiertes Wissen als epistemisch gewaltvoll zu denken, fordert technikdeterministische und technosolutionistische Narrative heraus, und ruft dazu auf, um die Möglichkeit von Wissen/sherstellung – gerade auch jenseits und ohne KI – zu ringen.
Bianca Prietl ist Soziologin und Professorin für Geschlechterforschung mit Schwerpunkt Digitalisierung am Zentrum Gender Studies der Universität Basel (Schweiz). Ihre Arbeiten sind in der Feministischen Wissenschafts- und Technikforschung, der Kritischen Männlichkeitenforschung und der rekonstruktiv-interpretativen Sozialforschung situiert. Zentraler Gegenstand ihrer Forschung sind soziotechnische Digitalisierungs- und Datafizierungsdynamiken.
Ort: Leaf-Lab (Lageplan), Johannes-von-Müller-Weg 2, 55128 Mainz & online via MS Teams
Mittwoch, 11. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Am Beispiel des Zusammenhangs zwischen KI-Chatbots und Suizidalität befasst sich der Vortrag mit der Frage, inwieweit KI alle Aspekte rassialisierter Lebensformen ablehnt (McKitterick 2020) und dadurch eine Matrix für Faschisierung schafft. Zu diesem Zweck führe ich den Begriff des „präemptiven Faschismus“ ein. Ich untersuche Suizide von vor allem rassialisierten Jugendlichen in Folge von Chatbot-Kommunikation als Materialisierung einer KI, die technologisch den Tod derjenigen heraufbeschwört, die dem neuen faschistischen Körper nicht entsprechen (Herzog 2025).
Katrin Köppert ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Medientheorien des digitalen Kolonialismus, kritische Theorien des Computings an der Schnittstelle von Kunst, Design und visuellen Kulturen, digitale Gedächtnisforschung sowie Queer Media Studies. Sie vertrat bis vor Kurzem die Professur für Medientheorie an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte / populäre Kulturen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen Knowing memes means knowing the internet as irrevocably black as fuck. Memetische Enteignung und/als Emanzipation (2025) und Hologrammatiken der Gewalt: Digitale Erinnerung und Computational Blackface (2026).
Ort: Leaf-Lab (Lageplan), Johannes-von-Müller-Weg 2, 55128 Mainz & online via MS Teams
Dienstag, 17. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Weitere Infos folgen.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 24. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Sexualisierte Deepfakes werden häufig vor allem als Problem der Täuschung, Desinformation oder des Verlusts von Privatsphäre diskutiert. Ihr zentraler Schaden liegt jedoch nicht allein darin, dass manipulierte Bilder für echt gehalten werden. Bereits ihre nicht einvernehmliche Erzeugung und Verbreitung verletzt Autonomie, Würde und soziale Handlungsfähigkeit der Betroffenen. Der Vortrag versteht sexualisierte Deepfakes deshalb als technikgestützte Fortsetzung bildbasierter sexualisierter Gewalt und geschlechtsspezifischer Machtverhältnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie generative KI, leicht zugängliche Anwendungen, Plattformarchitekturen und gesellschaftliche Normen zusammenwirken und solche Inhalte erleichtern und normalisieren. Abschließend geht es um Prävention und widerständige Praxis: von verantwortlicher Plattformgestaltung und rechtlicher Unterstützung über Bildungsangebote bis hin zu solidarischen Handlungsmöglichkeiten, digitaler Selbstbestimmung und einer feministischen Technikgestaltung, die Einwilligung, Fürsorge und Gerechtigkeit ins Zentrum stellt.
Dana Mahr ist Forscherin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ihre Forschung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen, ethischen und politischen Folgen digitaler Technologien. Schwerpunkte liegen unter anderem auf KI und Geschlechterverhältnissen, sexualisierten Deepfakes, digitaler Gewalt, partizipativer Technikfolgenabschätzung sowie Fragen von Wissenschaft, Öffentlichkeit, Vertrauen und Wissenstransfer.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 1. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Künstliche Intelligenz wird zunehmend im Asylverfahren eingesetzt. Ausgehend vom Forschungsprojekt AISYL gibt der Vortrag zunächst einen Überblick über den Einsatz solcher Technologien mit einem besonderen Fokus auf Deutschland und Österreich. Dabei geht es sowohl um die Möglichkeiten, die staatliche Akteure mit ihrem Einsatz verbinden, als auch um die negativen Folgen, die für Asylsuchende beobachtet werden. Kritisiert werden unter anderem fehlerhafte Ergebnisse, Eingriffe in die Privatsphäre und mögliche Auswirkungen auf das Grundrecht auf Asyl. Doch was genau bedeutet es, wenn ein algorithmisches System „fehlerhaft“ funktioniert? Am Beispiel der KI-gestützten Dialekterkennung wird dieser Frage genauer nachgegangen. Ein Blick auf die „ground truth“ solcher Systeme – die Datensätze, mit denen Modelle trainiert werden – zeigt, wie bestimmte Vorstellungen von Sprache, Herkunft und Zugehörigkeit stabilisiert und bestehende Machtverhältnisse fortgeschrieben werden können. Zum Abschluss richtet der Vortrag den Blick auf feministische Kritik algorithmischer Wissensproduktion und fragt, ob und wie sich Formen des „Zweifels“ als feministische Praxis algorithmischer Kritik fruchtbar machen lassen.
Laura Jung ist Postdoktorandin an der Universität Graz. Ihre Forschung befasst sich mit der internationalen Politik der Medizin, Technowissenschaften und Sicherheit, mit einem aktuellen Schwerpunkt auf digitalen und algorithmischen Technologien an den europäischen Außengrenzen und der Rolle von KI in Asylverfahren. Laura hat an der University of Sussex in Internationalen Beziehungen promoviert und zu Souveränität, Biopolitik, race/Rassismus, Psychiatriegeschichte und Trauma publiziert.
Ort: Leaf-Lab (Lageplan), Johannes-von-Müller-Weg 2, 55128 Mainz & online via MS Teams
Dienstag, 8. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
Was bleibt unsichtbar, wenn wir über Künstliche Intelligenz sprechen? Öffentliche Debatte und Regulierungsbemühungen konzentrieren sich meist auf Algorithmen, ihre Entscheidungen und mögliche Verzerrungen. Doch KI beginnt nicht beim Code und endet nicht beim Output. Sie entsteht in globalen Arbeitsverhältnissen, verbraucht Energie, Wasser und Rohstoffe und reproduziert Vorstellungen darüber, welches Wissen zählt, wessen Bedürfnisse relevant sind und welche Zukunft als Fortschritt gilt.
Ausgehend von meinem Buch „Code und Care“ stelle ich das Feminist AI Framework (FAIF) vor. Es verschiebt den Blick auf die Bedingungen, unter denen KI entsteht: Wer entwickelt sie, wer leistet die unsichtbare Arbeit, wer profitiert, wer trägt die sozialen und ökologischen Kosten, und welche Weltsichten werden dabei zur Norm? FAIF verbindet machtkritische Soziologie mit mehr-als-menschlicher Ethnologie und nimmt KI, Menschen, Tiere und Ökosysteme als Teile bio-technologischer Beziehungsgefüge in den Blick.
FAIF bleibt dabei nicht bei der Kritik stehen, sondern übersetzt die kritische Perspektive in Gestaltung. Care by Design fragt, welche Beziehungen, Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten durch KI entstehen oder verstärkt werden. Wer trägt die Kosten, wer profitiert, und wessen Bedürfnisse bestimmen überhaupt, was als technischer Fortschritt gilt? Feministische KI bedeutet damit nicht weniger Innovation, sondern einen anderen Ausgangspunkt für Innovation: Nicht das technisch Machbare steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Zukünfte wir ermöglichen wollen. Feministische KI fragt deshalb nicht nur, welche Zukunft Technologie möglich macht, sondern für wen diese Zukunft gemacht wird.
Dr. Tanja Kubes ist Expertin für soziotechnische Systeme und forscht, lehrt und berät seit über zehn Jahren zu KI und Robotik. Sie verbindet machtkritische Soziologie mit mehr-als-menchlicher Ethnologie. 2025 stellte sie das breit rezipierte Feminist AI Framework (FAIF) vor. In „Code & Care. Mit Feministischer KI die Welt gerechter gestalten” (2026) legt sie frei, was sonst verborgen bleibt, die Arbeit hinter jedem Klick, die ökologischen Kosten, die als objektiv geltenden Weltbilder. Sie zeigt: eine andere Zukunft ist möglich.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 15. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid
KI-Chatbots können Empathie mittlerweile so gut simulieren, dass immer mehr Menschen sie zum Therapeuten, Coach, Freund, Lebens- oder Erotikpartner wählen. In einem mehrjährigen Projektseminar haben wir intime Beziehungen mit Chatbots kulturlinguistisch untersucht. Dazu haben wir ein Verfahren entwickelt, fiktive Personen mit einem intimen Problem oder Bedürfnis zu konstruieren und diese dann methodisch kontrolliert mit Chatbots interagieren lassen. In unserem Vortrag thematisieren wir, mit welchen empathischen Praktiken Chatbots ihren Nutzern suggerieren, mitfühlend zu sein und sie zu verstehen. Wir werden zeigen, dass sie dabei immer wieder außer Kontrolle geraten. Die in jüngster Zeit bekannt gewordenen KI-„Ausbrüche“ waren für uns daher keine Überraschung. Der tiefgreifende Wandel menschlicher Intimität, der mit KI-Chatbots eingesetzt hat, beinhaltet dunkle Abgründe, in die wir Einblick geben werden.
Wolf-Andreas Liebert, Jg. 1959, hat sein Studium an der Universität Heidelberg absolviert, M.A. und Promotion in Germanistischer Linguistik und Politischer Wissenschaft (1992), danach erfolgte die Habilitation an der Universität Trier (2001), seit 2002 ist er Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Koblenz und seit 2026 emeritiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Metapherntheorie, Empathieforschung, Religionslinguistik.
Lena Becker hat an der Universität Koblenz gymnasiales Lehramt für die Fächer Deutsch und Geschichte studiert und den Master of Arts Germanistik absolviert. Im Sommer 2025 hat sie ihr Referendariat am Studienseminar Koblenz abgeschlossen und unterrichtet seitdem hauptberuflich am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach. Neben der Schule befindet sie sich derzeit in der Endphase ihrer Dissertation in der germanistischen Linguistik bei Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 12. Januar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid
Weitere Infos folgen.
José Renato Laranjeira is a PhD Researcher at the Bonn Sustainable AI Lab investigating digital technologies’ impacts on Indigenous territories. He is a co-founder and advisor of the non-profit Laboratory of Public Policy and Internet – LAPIN, and a Member of Brazil’s Central Committee on Data Governance. In 2024, he advised the Brazilian government on digital policy as a UNESCO consultant at the G20. He is an alumnus of the Alexander von Humboldt Stiftung’s German Chancellor Fellowship.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 19. Januar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid
Künstliche Intelligenz soll medizinische Entscheidungen präziser und die Versorgung besser machen. Gleichzeitig kann sie bestehende Ungleichbehandlungen unbemerkt fortschreiben. Besonders deutlich wird das beim Merkmal Alter: Es ist in der Medizin oft prognostisch relevant, etwa bei der Dosierung von Medikamenten, zugleich aber mit Stereotypen von Gebrechlichkeit und Abhängigkeit verbunden. Wann ist eine altersbezogene Unterscheidung medizinisch begründet und wann wird sie zur Diskriminierung? Der Vortrag zeigt, wie algorithmische Verzerrungen entstehen und warum nicht jeder Bias schon Diskriminierung ist. Auf Grundlage von Diskriminierungstheorie und Medizinethik stellt er sechs Kriterien vor, mit denen sich prüfen lässt, ob Alter in KI-gestützten Entscheidungen verantwortbar berücksichtigt wird. Diskutiert werden soll, was sich daraus für andere Merkmale wie Geschlecht ableiten lässt.
Majse Kraft ist Doktorandin in der Forschungsgruppe „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach dem Studium Medizin – Ethik – Recht (M.mel.) in Halle-Wittenberg beschäftigt sie sich in ihrer Doktorarbeit mit Altersdiskriminierung in medizinischen KI-Systemen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Ethik der künstlichen Intelligenz, in Fragen von Ungleichheit und Diskriminierung sowie in Theorien der Gesundheitsgerechtigkeit.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 26. Januar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine feministische KI-Praxis gibt: Die Repräsentation von Gender ist bei gängigen KI-Anwendungen wie Chatbots oder generativer KI oft stereotyp und voreingenommen. So sprechen Smart Speakers wie Siri mit einer weiblichen Stimme und verkörpern stereotype Eigenschaften einer weiblichen Assistentin. Generative KI generiert bei Prompts wie „doctor“ das Bild eines männlichen Arztes. Und alle KI-Modelle stützen sich auf Trainingsdaten, die ein stereotypes Bild von Geschlecht und gender zeichnen, was zu einer einseitigen und klischeehaften Repräsentation führt. Zudem sorgt die Hegemonie von einigen wenigen KI-Modellen dafür, dass es alternative Entwürfe von KI unmöglich erscheinen. Deswegen werde ich Bedingungen für eine feministische KI-Praxis erläutern sowie Möglichkeiten und Projekte vorstellen feministisch mit KI zu experimentieren und zu spekulieren. Dazu gehören Designmethoden wie das spekulative Design sowie ein Ansatz des „hacking back“.
Natalie Sontopski ist studierte Soziologin, arbeitet aber seit vielen Jahren interdisziplinär und oft kollektiv an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Seit 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Anhalt und arbeitet im Projekt „Keine Kohle“ zur nachhaltigen Technologieentwicklung, ethnografischer Forschung und More-Than-Human-Design. Außerdem promoviert sie an der TU Dresden zum Thema „Strategien der Spekulation im Feld Creative AI“.
Hinweis: Natalie Sontopski wird den Vortrag digital halten.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Dienstag, 2. Februar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid
Legacy Russel’s manifesto, „Glitch Feminism“, is a call for digital strategies in the self-creation of gender and racial identity, that is, „glitches“ in the socio-technical fabric we inhabit. In the so-called „Age of AI“, it becomes relevant to interrogate how AI perceives us and our multifaceted identities, including class, profession and aspirations. In this talk, I will discuss critical contributions to AI research which show how the main functionality of AI is to „divide and conquer“. Then, I will discuss collective and individual strategies to „glitch AI“, that is, seek to break it or invert its functioning so that it benefits communities. My objective with this talk is to provide avenues for AI enthusiasts to critically engage their assumptions, and for AI skeptics to find their people and strategies.
Mattia Cerrato is a computer scientist. He is a Lecturer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) at the Institut für Informatik at JGU Mainz. He has been teaching a Responsible AI lecture for five years, but this is the first time he has been invited to discuss the topic at JGU. His academic research deals with discrimination, transparency and privacy in AI and has been published in both interdisciplinary conferences (FAccT, AIES) and technical venues (ICML, MLJ, AAAI). He sits on the board of directors of the European Association for Algorithmic Fairness.
Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams
Emotionale Herausforderungen, Umbruchphasen und strukturelle Rahmenbedingungen erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Wissenschaft/Studium und Sorgeverantwortung. Fragen nach Vereinbarkeit und Umgangsweisen wird in den Veranstaltungen der Reihe „Keine Sorge(n)?! Eine Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ nachgegangen.
Die Veranstaltungen werden in enger Kooperation mit dem Familien-Servicebüro organisiert und bieten sowohl fachkundige Orientierung als auch Raum für einen informellen und vertraulichen Austausch für Studierende, Promovierende und Beschäftigte, die sich im täglichen Spagat zwischen Universität und Sorgeverantwortung befinden.
Wir informieren hier alsbald möglich über die kommenden Veranstaltungen der Reihe.
Unter folgendem Link finden Sie das Jahresprogramm der Veranstaltungsreihe als PDF.
Das Programm richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen ab der frühen Promotionsphase.
Dabei werden Workshopangebote zur Erlangung von wissenschaftsrelevanten Schlüsselqualifikationen je nach Zielgruppe aufgesetzt, welche allen Fächergruppen offen stehen.
Flankierend werden Beratungs- und Coachingformate angeboten, um den Verbleib der Frauen im Wissenschaftssystem zu unterstützen. Wichtig ist uns an dieser Stelle die Förderung der Zielgruppe mit intersektionaler Perspektive.
Dienstag, 29.09.2026 von 09:00 bis 17:00 Uhr
Referentin | Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Ort | Online via Zoom
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Promovierende in der fortgeschrittenen Phase (R1) sowie Postdocs in der frühen Phase (ca. 1.-4. Postdoc-Jahr, R2) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende, die Interesse an einer akademischen Karriere in Deutschland haben und sich über die Möglichkeiten und Anforderungen genauer informieren möchten.
Ziele & Inhalt
Ziel des Seminars ist es, Ihnen einerseits einen Rahmen zu geben, über Ihre eigenen beruflichen Motivationen zu reflektieren. Zum anderen bietet das Seminar Wissen, Hintergründe und Orientierung zur Planung und Entwicklung der nächsten Schritte hin zu einer langfristigen akademischen Karriere in Deutschland. Hierbei werden zunächst Fragen erörtert wie: Welche langfristigen beruflichen Optionen bietet der »Arbeitsmarkt Academia« für Wissenschaftler*innen und wie stehen hier eigentlich die Chancen? Welche Anforderungen und Kriterien sollten für diesen Karriereweg erfüllt sein? Wann sind welche Aufgaben besonders wichtig? Was hat die höchste Priorität? Wie wichtig ist die Habilitation? Welcher Zeitrahmen ist angemessen? Das Seminar informiert Sie über die zentralen Anforderungen (auch über Publikationen und Drittmittel hinaus) und Meilensteine für eine wissenschaftliche Karriere.
Weiterhin vermittelt das Seminar Ihnen konkrete Tipps und Hinweise sowohl zur Gewichtung dieser Anforderungen als auch zu strategischen Überlegungen während der Postdoc-Phase auf dem Weg zur Professur. Darauf aufbauend bietet das Seminar Ihnen Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme durchzuführen und Ihr eigenes akademisches Profil zu reflektieren sowie idealerweise daraus nächste wichtige Schritte abzuleiten.
Methoden
- Interaktiver Input und Kurzpräsentationen durch die Dozentin
- Reflektion der beruflichen Motive
- Kleingruppenreflektion
- Strukturierte Analyse des akademischen Profils
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Workbook mit
- Analyse eigener beruflicher Motive
- Reflexion zum eigenen Netzwerkverhalten
- Analyse des eigenen akademischen Profils
- Reflexion zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere
- 2 Beispiel-CVs für Professurbewerbungen
Einzelsitzung
Geplante Dauer: 45 min via Zoom
Die Einzelsitzung wird ganz nach den individuellen Bedarfen der Teilnehmer*innen gestaltet. Mögliche Anliegen können sein: Feedback zum CV oder zur Profilanalyse, Reflexion nächster Karriereschritte, weitere individuelle Anliegen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Seminar fokussiert insbesondere auf das deutsche akademische System.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
27.10.2026 | 17-18:30 Uhr | online
Meine KONTEN im Check Gebühren, Zinsen, Kredite. Bank wählen. Budget verwalten. Rücklagen bilden.
female MONEY talk Wir Frauen reden über Geld!
Geld kennt keine Geschlechter! Frauen verdienen finanzielle Unabhängigkeit – gut informiert und inspiriert bewegst Du dich sicher durch die Welt der Finanzen. Der female Money Talk ist unser Weg, Dich als Frau bei deiner Zukunftsplanung zu unterstützen. Mit ZDF-WISO Redakteurin Claudia Krafczyk an unserer Seite, die neutral aus Verbrauchersicht berichtet und unsere Fragen beantwortet. Deine finanzielle Stärke liegt in deinen Händen. Wage den Schritt zur Unabhängigkeit und starte gemeinsam mit uns. Der female Money Talk begleitet dich dabei.
Claudia Krafczyk
ist seit 1989 eine feste Größe im ZDF-Verbraucherjournalismus und absolvierte Ihren Abschluss in BWL.
Ihre Position als WISO-Redakteurin und ihre Rolle als Autorin zahlreicher WISO-Ratgeberbücher verdeutlichen ihre Expertise im Finanzbereich.
Darüber hinaus ist sie für WISO im TV aktiv, montags zwischen 19.25 und 20.15 Uhr. Im ZDF-Streaming findest Du darüber hinaus mit DEALS junge Wirtschaftsdokus https://www.zdf.de/reportagen/deals-108 und auf WISO-Instagram auch alle wichtigen Themen rund um Geld & Finanzen. Als Mitentwicklerin des Instagramkanals „Die Geldin“, später WISO.finanzen setzt sie sich weiterhin leidenschaftlich dafür ein, Frauen auf ihrem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu stärken – und das kostenfrei und unabhängig.
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit:
ADA Lovelace Talent Development, Female PhDs + Postdocs in Science
Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden.
03.11.2026 | 17 – 18:30 Uhr | online
AUFBAUEN und VERMEHREN
Depot strukturieren, Risiko kalkulieren, Strategie festlegen.
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ist seit 1989 eine feste Größe im ZDF-Verbraucherjournalismus und absolvierte Ihren Abschluss in BWL.
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Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit:
ADA Lovelace Talent Development, Female PhDs + Postdocs in Science
Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden.
Mittwoch, 04.11.2026 von 9:00 bis 16:00 Uhr
Referentin | Marietta Gädeke, www.lilit-kommunikation.de
Ort | in Präsenz auf dem Campus der JGU: Forum 3, Raum 00-303
Inhalt
Wer in kontroversen Debatten wirksam kommunizieren will, braucht mehr als Überzeugungen. Es braucht Struktur im Denken, Klarheit in der Sprache und die Fähigkeit, auch bei Reibung im Gespräch zu bleiben – ohne den Kontakt zum Gegenüber zu verlieren.
Der Workshop ist als Präsenzformat konzipiert, das Debattenkultur und Gender-Diskurse gezielt verbindet.
Gender ist im Hochschulkontext ein Thema, in dem fachliche Fragen, politische Deutungen und institutionelle Rahmenbedingungen eng ineinandergreifen. Entsprechend hoch ist die Dynamik in Gesprächen: Positionen verhärten sich schnell, während gleichzeitig die Erwartung besteht, differenziert und dialogfähig zu bleiben. Genau hier setzt der Workshop an. Er schafft einen Raum, in dem komplexe und sensible Fragen nicht vereinfacht, sondern strukturiert verhandelt werden.
Die Teilnehmenden analysieren zentrale Konfliktlinien, entwickeln klare Argumentationen und prüfen die Tragfähigkeit von Positionen. Sie üben, auch ungewohnte oder zugeloste Standpunkte überzeugend zu vertreten – ein erzwungener Perspektivwechsel, der den eigenen Denkraum erweitert, kognitive Agilität schult und die Fähigkeit stärkt, Diskussionen bewusst zu führen, statt reflexhaft zu reagieren.
Im Verlauf des Tages werden die erarbeiteten Inhalte in einer moderierten Debatte erprobt. So entsteht ein Seminar, das rhetorisches Handwerk mit Reflexion verbindet und die Teilnehmenden befähigt, auch in politisierten Kontexten klar, differenziert und souverän zu kommunizieren.
Lernziele
Die Teilnehmenden…
- Analysieren kontroverse Gender-Themen aus verschiedenen Perspektiven
- Strukturieren Argumente klar, schlüssig und adressatenorientiert
- Entwickeln tragfähige Strategien für sensible Debatten
- Widerlegen Gegenargumente präzise und fair
- Reagieren souverän auf kritische Fragen und Einwände
- Vertreten auch ungewohnte Positionen differenziert und wirkungsvoll
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
10.11.2026 | 17 – 18:30 Uhr | online
Der richtige MIX – Mein Weg zur finanziellen Unabhängigkeit
ETFs. Aktien. Fonds. Immobilien
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Claudia Krafczyk
ist seit 1989 eine feste Größe im ZDF-Verbraucherjournalismus und absolvierte Ihren Abschluss in BWL.
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Darüber hinaus ist sie für WISO im TV aktiv, montags zwischen 19.25 und 20.15 Uhr. Im ZDF-Streaming findest Du darüber hinaus mit DEALS junge Wirtschaftsdokus https://www.zdf.de/reportagen/deals-108 und auf WISO-Instagram auch alle wichtigen Themen rund um Geld & Finanzen. Als Mitentwicklerin des Instagramkanals „Die Geldin“, später WISO.finanzen setzt sie sich weiterhin leidenschaftlich dafür ein, Frauen auf ihrem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu stärken – und das kostenfrei und unabhängig.
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit:
ADA Lovelace Talent Development, Female PhDs + Postdocs in Science
Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden.
17.11.2026 | 17 – 18:30 Uhr | online
VORSORGE fürs Alter – Jetzt an später denken
Gesetzliche Rente. Riester. Privat. Betrieblich.
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Claudia Krafczyk
ist seit 1989 eine feste Größe im ZDF-Verbraucherjournalismus und absolvierte Ihren Abschluss in BWL.
Ihre Position als WISO-Redakteurin und ihre Rolle als Autorin zahlreicher WISO-Ratgeberbücher verdeutlichen ihre Expertise im Finanzbereich.
Darüber hinaus ist sie für WISO im TV aktiv, montags zwischen 19.25 und 20.15 Uhr. Im ZDF-Streaming findest Du darüber hinaus mit DEALS junge Wirtschaftsdokus https://www.zdf.de/reportagen/deals-108 und auf WISO-Instagram auch alle wichtigen Themen rund um Geld & Finanzen. Als Mitentwicklerin des Instagramkanals „Die Geldin“, später WISO.finanzen setzt sie sich weiterhin leidenschaftlich dafür ein, Frauen auf ihrem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu stärken – und das kostenfrei und unabhängig.
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit:
ADA Lovelace Talent Development, Female PhDs + Postdocs in Science
Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden.
Donnerstag, 03.12.2026 von 10:00 bis 17:00 Uhr
Referent | Professor Dr. Martin Papenheim, fresh & bold
Ort | online
Inhalt
Der Workshop „Drittmittel für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ wendet sich ausdrücklich an Doktorandinnen der Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich mit dem Thema „Drittmittelakquise“ beschäftigen. Dabei werden zunächst grundständige Informationen über Umfang und Funktion der Drittmittelforschung an den Universitäten gegeben, insofern sie für die einzelne Nachwuchswissenschaftlerin relevant sind. Es werden die verschiedenen Typen von Geldgebern (öffentlich und private Förderung, Kooperationen) und Angebotsformen, wie Fördertypen, Schwerpunktprogramme, Förderlinien, Top-Down und Bottom-Up, Calls und Initiativbewerbungen vorgestellt. Die zu beachtenden Teile einer Ausschreibung werden beispielhaft behandelt.
Danach werden ausführlich einzelne Geldgeber vorgestellt: EU-Mittel, Mittel der Bundesministerien, Landesmittel, Internationale Förderungen (Auswahl), DFG, DAAD, die großen privatrechtlichen Stiftungen, kleine Stiftungen (im Stifterverband), Fulbright-Commission.
Es folgen die Fördermöglichkeiten für einzelne Wissenschaftlerinnen: Vertretung, Angestelltenstelle, Stipendium, Sachbeihilfen, Kooperationsmittel, Tagungs- und Reisemittel. Wir diskutieren die Pros und Contras einer Eigeneinwerbung, einer aktiven Akquise im Rahmen eines Verbundprojekts und der passiven Einstellung in einem Drittmittelprojekt.
Es werden Recherchemöglichkeiten von Datenbanken, wie Elfi, bis hin zu Newsletter vorgestellt. Wir werden uns dann mit der Gattung „Drittmittelantrag“ beschäftigen. Ausführlich wird darauf eingegangen, wie sich ein Antrag von einer wissenschaftlichen Abhandlung unterscheidet und welche Fehler vermieden werden müssen. Anhand einiger Beispiele wird auf die Ideenfindung für ein sinnvolles Drittmittelprojekt eingegangen. Wir werden uns abschließend fragen, wann und wie ein sinnvoller Einstieg in die Drittmittelakquise erfolgen kann.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Donnerstag, 14.01.2027 von 09:00 bis 15:00 Uhr
Ort | online via Zoom
Referentin |Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Postdocs aller Erfahrungsstufen (R2/R3) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende mit keiner bis wenig Erfahrung mit Berufungsverfahren. Selbstverständlich sind auch erfahrenere Teilnehmende herzlich willkommen.
Ziele, Inhalte & Format
Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).
Lernvideo
Dauer: 3 h 10 min, verfügbar 3 Wochen lang vor der Gruppensitzung
Ziel des Videos ist es, Sie über alle Phasen des Berufungsverfahrens detailliert zu informieren und Ihnen konkrete Hilfestellungen und Tipps für Ihre Bewerbungen zu vermitteln. Das Video befasst sich zunächst mit dem Ablauf und den formalen Aspekten des Berufungsverfahrens. Anschließend werden alle nötigen Bewerbungsunterlagen (v.a. CV, Anschreiben, Konzepte) detailliert besprochen und zum Teil mit Beispielmaterialien illustriert. Im dritten Teil werden die Erwartungen und Anforderungen in der Anhörung vor der Berufungskommission sowie wichtige Vorbereitungsschritte thematisiert. Sie erhalten Hinweise und Kurzdemonstrationen zur Gestaltung von wissenschaftlichem Vortrag und Lehrprobe. Zudem werden die häufigsten Fragen und Themen im Kommissionsgespräch vorgestellt.
Begleitende Aufgaben
Aufwand: ca. 1-2 h
Vorbereitung eines 3-min-Vortrags zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags, Instruktionen dazu im Webcast)
Kleingruppensitzung
Geplante Dauer: 6 h via Zoom
In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.
Methoden
- Input via Selbstlernvideo
- Illustrationen an Beispielmaterialien
- Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
- Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
- Übung mit Beispielinterviewfragen
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
- 2 Beispiel-CVs
- Beispiellehrkonzept
- Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
- Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Schauen des Videos sowie die Vorbereitung eines 3-min Vortrags ist zwingend Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme an der Gruppensitzung.
Das Seminar beinhaltet eine anschließende Prozessbegleitung. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen bei Eintritt in die Bewerbungsphase an die Trainerin zu senden und hierzu ein schriftliches Feedback zu Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Freitag, 15.01.2027 von 09:00 bis 15:00 Uhr
Ort | online via Zoom
Referentin |Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Postdocs aller Erfahrungsstufen (R2/R3) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende mit keiner bis wenig Erfahrung mit Berufungsverfahren. Selbstverständlich sind auch erfahrenere Teilnehmende herzlich willkommen.
Ziele, Inhalte & Format
Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).
Lernvideo
Dauer: 3 h 10 min, verfügbar 3 Wochen lang vor der Gruppensitzung
Ziel des Videos ist es, Sie über alle Phasen des Berufungsverfahrens detailliert zu informieren und Ihnen konkrete Hilfestellungen und Tipps für Ihre Bewerbungen zu vermitteln. Das Video befasst sich zunächst mit dem Ablauf und den formalen Aspekten des Berufungsverfahrens. Anschließend werden alle nötigen Bewerbungsunterlagen (v.a. CV, Anschreiben, Konzepte) detailliert besprochen und zum Teil mit Beispielmaterialien illustriert. Im dritten Teil werden die Erwartungen und Anforderungen in der Anhörung vor der Berufungskommission sowie wichtige Vorbereitungsschritte thematisiert. Sie erhalten Hinweise und Kurzdemonstrationen zur Gestaltung von wissenschaftlichem Vortrag und Lehrprobe. Zudem werden die häufigsten Fragen und Themen im Kommissionsgespräch vorgestellt.
Begleitende Aufgaben
Aufwand: ca. 1-2 h
Vorbereitung eines 3-min-Vortrags zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags, Instruktionen dazu im Webcast)
Kleingruppensitzung
Geplante Dauer: 6 h via Zoom
In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.
Methoden
- Input via Selbstlernvideo
- Illustrationen an Beispielmaterialien
- Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
- Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
- Übung mit Beispielinterviewfragen
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
- 2 Beispiel-CVs
- Beispiellehrkonzept
- Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
- Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Schauen des Videos sowie die Vorbereitung eines 3-min Vortrags ist zwingend Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme an der Gruppensitzung.
Das Seminar beinhaltet eine anschließende Prozessbegleitung. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen bei Eintritt in die Bewerbungsphase an die Trainerin zu senden und hierzu ein schriftliches Feedback zu Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Gemeinsam mit dem Gleichstellungsteam der Hochschule Mainz und weiteren Kooperationspartner*innen wie dem Queer*Referat und dem Muschelkino/FILMZ e.V. organisiert die Stabsstelle Gleichstellung und Diversität eine Reihe zu Solidaritäten.
Rechte und autoritäre Politiken sind weltweit auf dem Vormarsch, antifeministische und vielfaltsfeindliche Positionen gewinnen an Einfluss. Was lässt sich dem entgegensetzen? Wie kann Solidarität heute aussehen, gerade angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven, die Menschen machen?
Die Veranstaltungsreihe „Solidarisch leben: queere und feministische Praxis“ verbindet Filme, die kollektives Leben, feministische Selbstorganisation und gelebte Solidarität sichtbar machen, mit einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Lea Susemichel zu Unbedingter Solidarität.
Ausgehend von der Idee, dass Solidarität nicht auf Gleichheit beruht, sondern Unterschiede aushält und sogar voraussetzt, eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf solidarisches Handeln, das in widersprüchlichen Zeiten besonders notwendig ist.
Mittwoch, 29. April Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | Island, USA 2024 | 70 Min.
Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag frei nehmen würde…
Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder: Sie verließen Büros, Fabriken und Geschäfte, kümmerten sich weder um Haushalt noch um Kinder und brachten das Land für einen Tag zum Stillstand. Ihr Ziel war es, die Bedeutung ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gegen die Ungleichheit der Geschlechter zu protestieren.
Die Dokumentation „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) erzählt diese Geschichte 50 Jahre später aus der Perspektive der Aktivistinnen selbst. Mit Witz und persönlichen Erinnerungen entsteht ein lebendiges Bild dieses historischen Streiks und ein inspirierender Blick auf die Kraft kollektiven Handelns.
Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | England, 2014 | 120 Min.
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
Trailer: PRIDE Trailer
Im Sommer 1984 stehen die britischen Minenarbeiter im Streik gegen Zechenschließungen und Privatisierung, die von der Regierung unter Margaret Thatcher vorangetrieben werden. Unterstützung kommt aus unerwarteter Richtung: Die Initiative „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) sammelt beim Gay-Pride-Marsch in London Geld für die Familien der Streikenden.
Zunächst stößt dieses Engagement auf Ablehnung, bis ein walisisches Dorf sich doch dazu entschließt, die Hilfe anzunehmen. Eine kleine Gruppe der LGSM reist daraufhin zu den Streikenden, aber stößt anfangs auf Misstrauen und Vorurteile. Doch nach und nach entsteht eine solidarische Verbindung zwischen den ungleichen Gruppen.
Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie „Pride“ erzählt von Arbeitskämpfen, Homo- und Queerfeindlichkeit, auch im Kontext der frühen Aids-Krise, und davon, wie Solidarität Grenzen überwinden kann.
In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.
Mittwoch, 20. Mai |Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz
Global ist rechte, autoritäre Politik auf dem Vormarsch. Antifeminismus und der Kampf gegen „Wokeness“ sind zu rechtspopulistischen Kernelementen avanciert. Was lässt sich dagegenhalten? Kann Solidarität trotz der vielen inhaltlichen und intersektionalen Unterschiede innerhalb feministischer Bewegungen gelingen?
Ja, denn unbedingte Solidarität unter Ungleichen ist notgedrungen konfliktiv und ist bedingungslos, insofern sie keine geteilten Erfahrungen und Identitäten voraussetzt. Sie lässt Differenzen und Dissonanzen nicht nur zu, sondern hat sie sogar zur Voraussetzung. Die Unbedingtheit von Solidarität muss nicht zuletzt auch in einem emphatischen Sinne betont werden: Sie ist in diesen Zeiten unbedingt notwendig.
Lea Susemichel, geboren in Worms und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies an der Universität Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Autorin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie u. a. zu den Themen Identitätspolitik, Solidarität, feministische Theorie & Bewegung, feministische Kunst & Ästhetik sowie emanzipatorische Medienpolitik. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.
Zur besseren Planung freuen wir uns über eine Anmeldung zum Vortrag unter https://forms.gle/RXFtnMCvrmJeFKoW9, eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.
Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA, 1990 | 71 Min.
Der US-amerikanische Dokumentarfilm Paris Is Burning (1990) von Jennie Livingston gewährt einen Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Der Film zeigt zentrale Solidaritätsstrukturen der queeren Szene, darunter die sogenannten Houses: von „Müttern“ geführte Wahlfamilien, die jungen Menschen ein Zuhause bieten, die von ihren eigenen Familien verstoßen wurden.
Im Zentrum stehen die „Balls“: opulente Tanz- und Kostümwettbewerbe, bei denen die Teilnehmer*innen durch den Ballsaal gehen und von Juror*innen anhand der „Echtheit“ („realness“) ihrer Drag-Darbietungen, ihrer Tanzkünste oder der Schönheit ihrer Kleidung bewertet werden.
Paris Is Burning porträtiert eine lebendige sowie kreative Subkultur und ist zugleich ein eindringlicher Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein kämpferischer Appell für Sichtbarkeit, Würde und Gleichberechtigung.
In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.
Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (italienisches Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien, 2023 | 134 Min.
Der 17-jährige Gianni wohnt bei seiner Mutter Lina und wird in seinem Ort wegen seiner Homosexualität angefeindet. Bei einem Unfall mit seinem Moped lernt er den 16-jährigen Nino kennen, der seinem Vater öfter bei seinem Feuerwerk-Geschäft hilft. Zwischen den zwei jungen Männern entwickelt sich langsam eine romantische Beziehung, was für ihre konservativen Familien ein großes Problem darstellt.
Im Pride-Month zeigen wir in Kooperation mit dem Muschelkino den Coming-of-Age-Film ‚Fireworks‘, der von einem Doppelmord an zwei jungen, schwulen Männern inspiriert wurde. Dieser war für die italienische Homosexuellenbewegung von großer Bedeutung und führte Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“, der bis heute fortbesteht.
Trailer: MQFF33 – Fireworks TRAILER
In Kooperation mit dem Muschelkino / FILMZ e.V.
Gender- und diversitätsgerechte Strukturen in Berufungsverfahren etablieren und ausleben
Die Workshopreihe „Gerecht berufen“ richtet sich an Gleichstellungsbeauftragte der JGU und dient als Austausch-, Vernetzungs- und Weiterbildungsangebot.
Das Angebot orientiert sich inhaltlich an die im Rahmen der HRK-Selbstverpflichtung „Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen“ und des Projekts Gender- und diversitätsgerechte Berufungsverfahren bereitstehenden Ansätze, Konzepte und Maßnahmen für die Förderung von Gender- und Diversitätsgerechtigkeit in Berufungsverfahren. Gemeinsam werden die entsprechenden Ansätze und Konzepte vorgestellt, auf die besondere fachbereichsspezifische Rolle der Gleichstellungsbeauftragten übertragen und konkret erarbeitet, mit welchen Tools und Methoden die Konzepte umgesetzt werden können.
Die Reihe soll ebenso einen Ausblick dazu verschaffen, wie die besprochenen Inhalte und erarbeiteten Ideen langfristig in den Fachbereichen etabliert und dort institutionalisiert sowie sichergestellt werden können.
Alle Termine der Reihe:
22.04.2026 | Auftaktveranstaltung
17.06.2026 | Aktive Rekrutierung
28.10.2026 | Anti-Bias-Ansatz & Diversitäts- und Genderkompetenz als Leistungskriterien für Professuren
09.12.2026 | Bearbeitung von Wunsch- und Bedarfsthemen
Termin tba | Abschluss und Ausblick
Anmeldung:
https://forms.office.com/e/ABzf9UDgCc
Kontakt:
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