The interdisciplinary lunch lectures “Food for Thought” provide an insight into current (research) questions in order to make gender (studies) perspectives visible, also in their entanglement with other power and domination relations. A 20-minute keynote will be followed by an informal discussion.
Anyone interested in topics related to gender and intersectionality is cordially invited to exchange ideas across statuses and disciplines and to network in a relaxed atmosphere over coffee and tea.
Please, bring your own lunch!
During the 2026 summer semester, the Lunch Lectures will be held in cooperation with the AStA’s Alle FLINTA*-Referat and Queer*-Referat.
Dienstag, 05.05.2026 | 12:15 | Hybrid
Menstruierende leisten alltäglich Vor- und Fürsorge und erfahren gleichzeitig, wie Sorge unsichtbar gehalten, eingeschränkt oder verwehrt wird. Mangelnde Infrastruktur, Stigmatisierung sowie diskriminierende Strukturen in der Gesundheitsversorgung prägen den Umgang mit Menstrualität und führen zu Ausschlüssen, die einen selbstbestimmten, gesundheitsfördernden und gerechten Umgang mit dem (nicht mehr) blutenden Körper verunmöglichen. Der Vortrag beleuchtet solche Praktiken der (Nicht-)Sorge und schlägt das Konzept der Menstrualität vor, um die Menstruation jenseits von Biologismen und Essentialisierung greifen zu können.
Dr. Sophie Bauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Uni Bochum. Sie interessiert sich für Geschlechter, Natur- und Technikverhältnissen im Kontext von Reproduktion und hat an der Goethe-Universität Frankfurt zu Menstrualität und Vergeschlechtlichung promoviert. Aktuell arbeitet sie an einem Postdoc-Projekt zu Affekten und ungewollter Schwangerschaft.
Sophie Bauer wird den Vortrag digital halten. Alle, die dem Vortrag nicht von einem eigenen Endgerät aus folgen können oder möchten, sind herzlich in die Rote Infobox eingeladen.
Ort: Online & Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz
Dienstag, 26.05.2026 | 12:15 | Präsenz & Online
LGBTQIA+-Personen sind aufgrund von Minoritätenstress und einer Unterversorgung bzw. -inanspruchnahme im Gesundheitssystem einem erhöhten Risiko für somatoforme, Angst- und depressive (SAD) Störungen ausgesetzt. E-Mental-Health Intervention können hier eine leicht zugängliche und wirksame Möglichkeit zur Behandlung der SAD-Störungen bieten. Hierfür bedarf es eine Intervention, die queer-sensibel und speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist. LGBTQIA+-Personen sollten daher in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.
Die Intervention soll einen sicheren Raum schaffen, der die Identitätsentwicklung fördert, und folgt dabei einem integrativen psychotherapeutischen Ansatz mit psychodynamischen, emotionsfokussierten und affirmativen Prinzipien. Dargestellte LGBTQIA+ Personas sollen das Nutzungserlebnis verbessern. Das Konzept umfasst Selbstmanagement-Inhalte, Fallgeschichten von LGBTQIA+-Personen mit SAD-Symptomen und Gruppentherapie-Sitzungen. In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie (Förderung BMFTR, Förderkennzeichen 01KG2425) soll anschließend die Wirksamkeit der Intervention untersucht werden. Die Planung des Studiendesigns erfolgt ebenfalls unter einem partizipativen Ansatz. Der Beitrag präsentiert den Prozess und die Ergebnisse der Interventionsentwicklung sowie das Studiendesign für die anstehende klinische Studie.
Katharina Hoffers
- Psychologin M.Sc.
- in psychotherapeutischer Ausbildung
- wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz
Florian Jung
- Psychologe M.Sc.
- wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz
Der Vortrag findet in Präsenz statt und kann auch online verfolgt werden.
Ort: Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz
Online: Zugangslink zum MS Teams-Meeting (Besprechungs-ID: 377 503 780 828 281 | Passcode: bL9Qs7m9)
Mittwoch, 03.06.2026 | 12:15 | ONLINE
Wie lässt sich das Leben mit chronischen Erkrankungen verstehen – und wessen Wissen gilt dabei als relevant? Der Vortrag nimmt diese Frage am Beispiel äußerlich unsichtbarer chronischer Erkrankungen auf und richtet den Blick insbesondere auf deren vergeschlechtlichte Dimension.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Erfahrungswissen von Betroffenen eine zentrale, jedoch häufig marginalisierte Wissensform darstellt. Gerade bei unsichtbaren Erkrankungen geraten subjektive Erfahrungen unter Legitimationsdruck und werden im Spannungsfeld medizinischer Deutungen, gesellschaftlicher Normen und geschlechtsspezifischer Zuschreibungen verhandelt.
Der Vortrag setzt hier an und führt Theorieperspektiven der Gender- und Disability Studies mit erfahrungsbezogenem Wissen zusammen. Im Fokus steht dabei ein Verständnis von Wissen als Praxis: als verkörpertes und gelebtes Wissen, das in alltäglichen Auseinandersetzungen mit Krankheit entsteht und zugleich in kollektiven Kontexten hervorgebracht und geteilt wird. Auf diese Weise wird Erfahrungswissen nicht nur als Ergänzung zu theoretischen Zugängen gefasst, sondern als eigenständige Form der Wissensproduktion, die das Potenzial hat, bestehende Perspektiven auf chronische Erkrankungen zu erweitern.
Veronika Kourabas ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und derzeit im Rahmen einer Qualifizierungsstelle zur Hochschulprofessur an der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Diversity tätig. Zuvor arbeitete sie unter anderem an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in intersektionalen Perspektiven auf Gesundheit und soziale Ungleichheit, in der erziehungswissenschaftlichen Gender-, Disability- und Rassismusforschung sowie in diskriminierungskritischen und diversitätssensiblen Perspektiven auf Soziale Arbeit und qualitative Sozialforschung.
Veronika Kourabas wird den Vortrag digital halten.
Ort: Online | Zugangslink: https://teams.microsoft.com/meet/363321983672246?p=tF6JeRr4seqKcf0K8S
In the winter semester 2025/26, the Lunch Lectures were held in cooperation with the Queer*Referat of the AstA and dealt with the ‘authoritarian turn’.
During the 2024–25 winter semester, the Lunch Lectures were held in at Faculty 05 – Philosophy and Philology in collaboration with the Mainz School of Law on the topic “Law and Justice: Interdisciplinary Perspectives on Gender and Power Relations”.
Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
In diesem Vortrag möchte ich dafür argumentieren, dass Einstellungen, Handlungen, Praktiken, Institutionen dann sexistisch sind, wenn sie ein Gender-Weltbild stabilisieren, demzufolge so genannte echte Männer legitimerweise mehr soziale Macht besitzen als andere Personen. Diese Auffassung lässt zu, dass auch nichtbinäre und trans Menschen von Sexismus betroffen sind, Sexismus gegenüber (einer bestimmten Art von) Männern wird dagegen begrifflich unmöglich. Ich werde behaupten, dass wir diese Auffassung, mit ihren überraschenden Implikationen, akzeptieren sollten, weil sie moralisch und politisch fruchtbar ist.
Christine Bratu ist Professorin für Philosophie mit einem Schwerpunkt in der Genderforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie forscht zu Fragen der analytischen feministischen Philosophie und der politischen und praktischen Philosophie.
13.11.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Dieses Jahr wurde das Selbstbestimmungsgesetz erlassen. Dieses ermöglicht es Menschen frei über ihre Geschlechtsidentität und ihre Vornamen zu entscheiden. Das Transsexuellengesetz, das nur unter sehr strengen und belastenden Voraussetzungen eine binäre Geschlechtskorrektur ermöglichte, wurde damit abgeschafft. Die rechtliche Normierung der Geschlechtsidentität und der Zugriff auf den Körper werden mit dem Selbstbestimmungsgesetz von einer Fremdbestimmungs- in eine Selbstbestimmungslogik transformiert. In dem Vortrag werden diese Entwicklungen nachgezeichnet, die aktuelle Rechtslage und Reformbedarf erläutert.
Cara Röhner ist Professorin für Soziales Recht als Gegenstand der Sozialen Arbeit an der Hochschule RheinMain. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Recht und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse, Antidiskriminierungs-, Arbeits-, (europäisches) Sozial- und Verfassungsrecht, Wohnen und Vergesellschaftung, geschlechtergerechte Demokratie und Klimaklagen von Kindern und Jugendlichen. Ihre Promotion „Ungleichheit und Verfassung. Vorschlag für eine relationale Rechtsanalyse“ wurde vielfach ausgezeichnet. Zudem ist sie als Referentin für Sozialrecht und Arbeits- und Gesellschaftsrecht bei der Vorstandverwaltung der IG Metall tätig.
November 25, 2024 | 6:15 pm | Muschelkino
FEMINIST REPORTING FILM ON #MeToo | Megan and Jodi, two New York Times journalists, receive information about sexual assault perpetrated by Hollywood producer Harvey Weinstein. The two embark on the most important investigation of their careers, contributing to the emergence of the #MeToo movement.
In SHE SAID, based on the non-fiction book of the same name, director Maria Schrader (“Unorthodox”) carefully reconstructs how the two reporters fight against a culture of cover-ups and concealment and tirelessly try to persuade those affected to testify in order to uncover the structures of abuse of power and sexualized violence in the film industry.
Director: Maria Schrader | Screenplay: Rebecca Lenkiewicz | Cinematography: Natasha Britell | Editing: Hansjörg Braier | Music: Natasha Britell | Cast: Carey Mulligan, Zoe Kazan, Patricia Clarkson, André Braugher, Jennifer Ehle and others.
The Film will be shown in the original English with German subtitles.
On the occasion of the International Day against Violence against Women, the film screening will be followed by a discussion with the Frauenennotruf Mainz e.V. as a specialist unit on the subject of sexualized violence and the Equality and Diversity Office.
November 27, 2024 | 12:15 pm | Philosophicum (faculty hall) and online
What is conflict-related sexual violence? This lecture introduces key legal and sociological concepts of sexual violence in armed conflict, and examines the challenges of conceptualizing these forms of war-time violence. It then explores key explanatory frameworks, focusing on so-called “social constructionist” approaches. It shows how these sociological explanatory frameworks offer important insights about the social dimensions of sexual violence in war and peace. These insights, it argues, provide the basis for building more adequate concepts and explanations of conflict-related sexual violence.
Kirsten Campbell is an interdisciplinary scholar of law and sociology. Her research investigates conflict-related gender-based violence, transitional and international criminal justice, focusing on sexual violence and international criminal law. She has worked on policy and practice in this area with NGOs, governments, and the UN. She is a member of the Sexual Violence in Armed Conflict international research group, co-directs the Unit for Global Justice and convenes the Gender of Justice research group.
The talk will be held in English. Questions can also be asked in German.
04.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Ein gängiges Diktum der moralischen Auseinandersetzung mit sexuellen Handlungen besagt, dass eine sexuelle Handlung moralisch in Ordnung ist, wenn alle an ihr Beteiligten in sie eingewilligt haben. Tatsächlich gibt es aber manchmal Umstände, in denen eine solche Einwilligung vorliegt und man trotzdem den Eindruck hat, dass eine sexuelle Handlung nach wie vor problematisch ist. Im Vortrag wird es darum gehen, diese Problematik auszuloten und darzulegen, was daraus für die Grundidee der Einwilligung im Bereich sexueller Handlungen folgt.
Almut Kristine von Wedelstaedt arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld. Sie ist dort zuständig für die akademische Geschäftsführung sowie für Studienorganisation und Studiengangsentwicklung. Philosophisch arbeitet sie im Bereich der Praktischen Philosophie, momentan meist zu Fragen der Sexualphilosophie.
11.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Die akademische Philosophie hat trotz zunehmender Gerechtigkeitsbestreben ein hartnäckiges Diversitätsproblem: im Vergleich zu anderen Geisteswissenschaften sind Frauen und andere Minderheiten noch immer stark unterrepräsentiert. Dieser Vortrag stellt verschiedene Formen epistemischer Ungerechtigkeit, in denen Personen in ihrer Kapazität als Wissende geschädigt werden, als mögliche Erklärungsansätze vor. Diese Dysfunktionen in fundamentalen epistemischen Praktiken schädigen die Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit der betroffenen Gruppen auf systematische Weise und tragen damit zu ihrer Unsichtbarkeit und Marginalisierung bei.
Jana Tabea Stern ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden und im Vorstand von SWIP Germany aktiv. Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes “Bildersturm: Frauen in der Philosophie sichtbar machen und neue Vorbilder etablieren” promoviert sie zu Epistemischer Ungerechtigkeit und männlichem Nichtwissen in der akademischen Philosophie.
18.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Der Input behandelt das bislang noch wenig beleuchtete Phänomen der geschlechtsspezifischen psychischen Gewalt. Neben psychischen Folgen, die Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt z. B. nach sexualisierter Gewalt, erleiden können, kann psychische Gewalt auch direkt und nicht bloß als Folge geschlechtsspezifischer Gewalt gegen sie gerichtet werden. Es soll dargelegt werden, wie dieses Phänomen vom Strafrecht erfasst wird und welche Auswirkungen dies auf die Rechtspraxis und Wirklichkeit hat. Dabei werden völker- und europarechtliche sowie rechtsvergleichende Bezüge hergestellt. Im Anschluss sollen die begrenzte Funktion, das Potential sowie eine ggf. notwendige Reform des Strafrechts diskutiert werden.
Dilken Çelebi hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Jura studiert. Nach dem 1. Staatsexamen absolvierte sie einen LL.M. in Transnational Crime and Justice am United Nations Interregional Crime and Justice Research Institute der University of Peace in Turin. Danach hat sie eine Doktorarbeit angefangen, seither ist sie Doktorandin im Völkerstrafrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Für die Dissertation absolvierte sie Forschungsaufenthalte an der American University Washington College of Law, an der New York University und an der Stanford University. Seit 2024 ist sie Rechtsreferendarin am Kammergericht Berlin.
15.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
„Getötet, weil sie eine Frau ist“ – klingt einfach, aber was genau ist damit gemeint? Das Konzept Femi(ni)zid verweist auf Sexismus und Misogynie im Kontext tödlicher Gewalt gegen Frauen. Bei differenzierter Betrachtung der damit benannten Gewaltphänomene aus einer queerfeministisch-intersektionalen Perspektive zeigen sich die Limitationen des Begriffs; insbesondere, wenn dieser für Statistiken oder im Strafrecht genutzt werden soll. Ich plädiere für ein Verständnis von Gewalt, das die vergeschlechtlichten Strukturen und Logiken hinter der Gewalt bearbeitet, anstatt vorrangig auf das Opfergeschlecht zu fokussieren.
Sabine Patricia Maier studierte Sozialwissenschaften (Medien, Politik, Gesellschaft) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Interdisziplinäre Lateinamerikastudien (Schwerpunkt Gender Studies) an der Freien Universität Berlin. Anschließend arbeitete sie als Mitarbeiterin in der Stabsstelle Gleichstellung und Integration in Tübingen, als Lehrbeauftragte an der Hochschule Esslingen und als freiberufliche wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis e.V.. Seit 2022 ist sie akademische Mitarbeiterin am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen und forscht dort zu Femiziden in Deutschland.
22.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Feministische Wissenschaftlerinnen weisen seit den 1970er Jahren darauf hin, dass der Staat nicht neutral ist, dass er nicht Ausdruck des Gemeinwohls ist, sondern dass er patriarchalisch ist. Vor allem wurde das staatliche Gewaltmonopol als ein Mythos identifiziert – denn der Staat schützte lange Zeit Personen, die in der Privatsphäre verortet wurden, nur unzureichend vor Gewalt: Partnergewalt gegen Frauen wurde strafrechtlich nicht geahndet. Der Staat ist daher ein geschlechtsspezifisches Gewaltverhältnis zu bezeichnen. Mit der Entstehung moderner staatlicher Verwaltungen, Institutionen und Normen wurden außer Geschlecht weitere Ungleichheitsverhältnisse in den Staat eingeschrieben: Produktions- und Klassenverhältnisse, heteronormative Privilegienstrukturen sowie ethnisierte und rassifizierte Ungleichheitsstrukturen.
Birgit Sauer war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2022 Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind feministische Staatstheorie, Politik und Emotionen, autoritäre Rechte und Geschlecht.
29.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online
Bis heute vertrauen viele Menschen auf die abschreckende Wirkung von Strafen. Auch feministische Gruppen und Institutionen fordern mitunter höhere Strafen für sexuelle Übergriffe oder die Einführung neuer Straftatbestände z.B. für Catcalling. Sie gehen davon aus, dass vergeltende Maßnahmen sinnvolle Mittel im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt sind. Dieser Annahme widersprechen (strafrechts-)abolitionistische Feminist*innen. Geschlechtsspezifische Gewalt gründet ihnen zufolge in struktureller Ungerechtigkeit und struktureller Ungerechtigkeit kann prinzipiell nicht mit strafrechtlichen Mitteln beigekommen werden kann. Denn die vergeltende Gerechtigkeit des Strafrechts individualisiert Schuld und kann nur auf isolierte Taten reagieren. Gesellschaftliche Strukturen liegen außerhalb des Arbeitsbereichs des Strafrechts. Strafrechtskritische Feminist*innen entwickeln deshalb alternative Begriffe von Gerechtigkeit, die auf die Widergutmachung der Verletzung des Opfers (Restorative Justice) und/oder die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen zielen, die geschlechtsspezifische Gewalt ermöglichen (Transformative Justice). Im Vortrag sollen einige dieser Perspektiven auf Gerechtigkeit vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.
Liza Mattutat ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Seit 2021 arbeitet sie als Postdoc im Graduiertenkolleg “Kulturen der Kritik”, in dessen Rahmen sie zwischen 2016 bis 2019 bereits promovierte. Ihre Dissertation erschien 2022 als “Emanzipation und Gewalt. Feministische Rechtskritik mit Karl Marx, Jacques Derrida und Gilles Deleuze” bei J.B. Metzler. Von 2015-2016 war Liza Mattutat Mitglied der Nachwuchsforschungsgruppe “Jenseits einer Politik des Strafens”, die an der Uni Kassel das retributive Straf- und Gefängnissystem problematisierte und alternative Perspektiven auf Gerechtigkeit erforschte. Ihre Forschungsinteressen liegen in feministischer Theorie, Rechtsphilosophie und K/kritischer Theorie.
Emotional challenges, phases of upheaval and structural conditions create tension between academia/programs of study and caring responsibilities. Questions about compatibility and ways of dealing with this are explored in the events in the series “No (one) care(s)? An information and exchange series on care work and university”.
The events are organized in close cooperation with the JGU’s Family Services Center and offer both expert guidance and space for an informal and confidential exchange for students, doctoral candidates and employees who find themselves in the daily balancing act between university and caring responsibilities.
News about the series’ upcoming events will be provided as soon as possible.
Under the following link you will find the annual program of the event series as PDF.
Wie auch bei der Ersten Hilfe soll die Letzte Hilfe Wissen zur Unterstützung und Hilfe in ungewohnten und manchmal schwierigen Situationen vermitteln. Die meisten von uns übernehmen früher oder später Sorgeverantwortung. Das können Eltern, Kinder oder Geschwister, aber auch Nachbar*innen oder Freund*innen sein, die plötzlich aufgrund von (unheilbarer) Krankheit oder schlichtweg des Älterwerdens auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Teil dieser Art von Sorgearbeit ist häufig auch das Abschied nehmen und der Prozess der Sterbebegleitung, der sowohl den Pflegebedürftigen als auch deren Angehörigen viel körperliche und emotionale Arbeit abverlangt.
Der Letzte-Hilfe-Kurs widmet sich dem Sprechen über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens. Natürlich werden auch Informationen zu Patient*innenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz thematisiert. Es werden mögliche Beschwerden besprochen, die Teil des Sterbeprozesses sein können, und wie Angehörige bei der Linderung unterstützt werden können. Auch wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied nehmen kann und wo die eigenen Möglichkeiten und Grenzen liegen.
Seminarinhalte:
- Sterben ist Teil des Lebens
- Vorsorgen und Entscheiden
- Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern
- Abschied nehmen
Der Kurs richtet sich an alle, die sich über die Themen rund um Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.
Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.
Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.
Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.
The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.
Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.
Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.
The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.
In unserem hektischen Alltag tragen viele Menschen eine unsichtbare Last, die oft übersehenwird: den Mental Load. Diese mentale Belastung umfasst die ständige Organisation und Koordination von Aufgaben im Berufs- und Privatleben, die häufig zu Stress und Erschöpfung führen. Besonders betroffen sind oft Frauen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit auch einen Großteil der Familienorganisation übernehmen.Der Druck, im Job und Zuhause an so viele Dinge gleichzeitig denken zu müssen und für alles verantwortlich zu sein, wirkt sich negativ auf die Gesundheit und finanzielle Situation aus. Wie kann Mental Load fair geteilt werden?
Inhalte des Workshops:
- Einführung in das Konzept des Mental Loads: Was ist Mental Load und wie entsteht er?
- Selbstreflexion: Analyse der eigenen mentalen Belastungen und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden
- Kommunikation und Delegation: Effektive Techniken, um Aufgaben fair zu verteilen und die Kommunikation in der Familie oder im Team zu verbessern.
- Stressmanagement: Praktische Übungen und Methoden zur Stressbewältigung und Förderung der Resilienz.
Die Referentin Katja E. Rickert ist Prozessberaterin, Trainerin, Coach, Mediatorin, INQA-Coach und Zweigstellenleiterin Rheinhessen-Nahe (Mainz) bei Arbeit und Leben gGmbH.
These two workshops are meant for doctoral candidates who are faced with the challenge of combining doctorate and family. On the one hand, we address the tension between academic work and family, and on the other, we work on practical everyday issues relating to the compatibility of doctorate and family.
By the end, participants should have gained a new awareness of their situation and know what they can change in their everyday lives in order to stay motivated and make consistent progress with their doctorate.
Welchen Stellenwert hat meine Promotion aktuell? Wie schaffe ich mir eine sinnvolle Struktur, um regelmäßig an der Dissertation zu schreiben? Wie entwickle ich eine Routine, um auch in schwierigen Phasen dranzubleiben? Wer und was hilft mir dabei?
Die Teilnehmer*innen
• identifizieren ihre persönlichen Ressourcen für die Promotion
• diskutieren die Verteilung von Aufgaben, Verantwortung und mental load in der Partnerschaft
• erarbeiten konkrete Strategien, um im Familienalltag Raum für die Promotion zu schaffen
Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.
These two workshops are meant for doctoral candidates who are faced with the challenge of combining doctorate and family. On the one hand, we address the tension between academic work and family, and on the other, we work on practical everyday issues relating to the compatibility of doctorate and family.
By the end, participants should have gained a new awareness of their situation and know what they can change in their everyday lives in order to stay motivated and make consistent progress with their doctorate.
Unter welchen strukturellen Voraussetzungen findet meine Promotion mit Kind(ern) statt? Welche Erfahrungen habe ich bisher gemacht und wie stelle ich mir meinen (weiteren) Promotionsweg mit Kind vor?
Die Teilnehmer*innen
• setzen sich mit dem Konzept der Vereinbarkeit kritisch auseinander
• reflektieren sich gemeinsam im Spannungsfeld Wissenschaft und Familie
• werden sich über eigene und fremde Erwartungen an ihre Rollenvielfalt bewusst
Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.
Ein Pflegefall kann schnell und unerwartet eintreten. Was kommt auf mich zu, wenn z.B. die Eltern älter werden und Hilfe oder Pflege benötigen? An wen kann ich mich wenden, wer bietet Unterstützung an? Der Workshop bietet einen Überblick darüber, welche Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten existieren, welche Rechte und Ansprüche pflegende Angehörige haben und wie häusliche Betreuung und Pflege organisiert werden können. Auch die Frage nach der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bzw. Studium stellt viele Pflegende vor eine große Herausforderung. Neben Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur Finanzierung von Pflege und einem Überblick über unterschiedliche Angebote zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen ist Zeit und Raum gegeben, um persönliche Frage der Teilnehmer*innen zu klären.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, Promovierenden und Beschäftigten der JGU, die Angehörige betreuen oder pflegen sowie an diejenigen, die sich auf diese Situation vorbereiten möchten.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf max. 14 Personen beschränkt. Anmeldungen sind ab sofort über das PE-Weiterbildungsportal möglich. Studierende und Promovierende, die sich bisher noch nicht bei ANTRAGO angemeldet haben, müssen sich einmalig einen Account anlegen, der dann auch zukünftig für die Anmeldung zu Veranstaltungen über das Weiterbildungsportal genutzt werden kann.
Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.
Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.
The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.
Wie wirken sich Geschlechterverhältnisse auf das individuelle Wohlbefinden und Karriereperspektiven an der Hochschule aus? Ausgehend von Ergebnissen der Empowerment- und Resilienz-Forschung werden die Zuhörenden eingeladen, Wege zur Überwindung struktureller Barrieren zu explorieren. Zusätzlich werden individuelle Möglichkeiten zur Verbesserung und Aufrechterhaltung des (psychischen) Wohlbefindens diskutiert.
Dr. med. Amma Yeboah ist Psychodynamische Supervisorin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt gendersensible, psychiatrisch psychotherapeutische Versorgung. Als Dozentin fokussiert sie intersektionale Perspektiven in der Medizin und Psychotherapie. Sie studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Critical Whiteness und Empowerment Trainerin bei Phoenix e.V., promovierte an der Charité, Universitätsmedizin Berlin und schloß die Zertifizierung zur Psychodynamischen Supervision und Coaching bei inscape international, Köln ab.
The program is aimed at all female academics from the early doctoral phase onwards.
It offers workshops designed to foster the development of key competencies relevant to academic careers, tailored to different career stages and open to all disciplines.
In addition, accompanying advising and coaching formats are provided to support the long-term retention of women in academia. A particular emphasis is placed on ensuring an intersectional perspective throughout the program.
In order to support women in academia, individual coaching is offered to doctoral candidates nearing completion, postdocs, habilitation candidates, and female junior professors. These sessions aim to improve career planning and execution. Specifically, the coaching focuses on helping women navigate their academic paths, from doctoral studies through to junior faculty position Scope
The offer consists of a cost subsidy for individual coaching sessions with an experienced external coach of your choice amounting to a maximum of 1000 euros per funded person. Target group
Female doctoral candidates who are about to complete their doctorate or female researchers who are in the postdoc or habilitation phase, female junior professors, to further promote their academic career or female artists who plan a career in academia. Application
Applications must be submitted informally to the Equality and Diversity Office by November 15, 2025 at the latest and should include the following documents
- Letter of motivation with details of your academic career to date and further objectives. It should describe how the coaching offer can support the achievement of your goals (approx. 1-2 pages)
- Curriculum vitae in tabular form
- Copy of the degree certificate or doctoral certificate
- If applicable, list of publications, stays abroad, prizes/grants, proof of teaching experience
We would like to draw your attention to the fact that multilingual coaching can also be funded, i.e. you can commission coaching in any language that suits you as part of the cost subsidy. The application procedure is as described above. Simply refer to this in your cover letter if you wish to use the cost subsidy for multilingual individual coaching sessions.
Upcoming events can be found on the German version of the website, as all events planned so far for the winter term 2025/26 will be held in German.
Seminarbeschreibung:
Kommunikation ist ein entscheidender Baustein im beruflichen Alltag. Die Selbstverständlichkeit sich selbst zu präsentieren und eigene Standpunkte und Stärken souverän zu vertreten, erfordert Wissen und Mut, spontan und schlagfertig zu agieren. Die Teilnehmerinnen lernen Ihren eigenen Gesprächsstil kennen um sicher und selbstbewusst zu kommunizieren. Dies ist Grundlage dafür, um im Gespräch souverän aufzutreten, seine Meinung zu vertreten und dadurch nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Schlagfertigkeit und ein souveräner Umgang mit kritischen Fragen werden durch praktische Übungen trainiert und durch individuelles Feedback bewusst erlebbar. Dies befähigt Sie, spontan und schlagfertig im Gespräch zu überzeugen.
Inhalt:
- Regeln schlagfertiger Kommunikation
- Spontan sein – wie geht das
- Authentischen Redestil stärken und Souveränität erhöhen
- Wahrnehmungsschulung, Regeln erkennen – Zeichen setzen
- Umgang mit kritischen Fragen
- Atem bewusst nutzen, der Stimme Kraft und Ausdruck verleihen
- Individuelles Feedback
Methoden:
- Input in Kurzvorträgen
- Einzel- und Kleingruppenübungen
- Training in Fallbeispielen
- Individuelles Feedback
- Kollegialer Austausch
Wann:
- Dienstag, der 7.10.2025
- von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Format:
- Online-Workshop via Zoom
Referentin:
Sabine Scheerer ist Spezialistin für Gender, Body Talk und kongruente, sichere Selbstpräsentation. Als ausgebildete Pantomime, Schauspielerin und Sängerin steht sie seit über 25 Jahren auf der Bühne und engagiert sich seit 30 Jahren als Trainerin für Präsenz und Präsentation. Seit 2010 teilt sie als Trainerin ihre Erfahrungen in der Kompetenzentwicklung mit Wissenschaftler:innen bei Impulsplus.
Anmeldung und Kontakt: prowewin@uni-mainz.de
Soziale Medien sind Werkzeuge der Kommunikation und der Vernetzung und vor allem der Wissenschaftskommunikation. Sie ermöglichen es Forschenden, aus ihren laufenden Projekten zu berichten, über Orts- und Zeitgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu bleiben. So können die sozialen Netzwerke zu einer Chance für Forschende werden, sich ein öffentliches Profil mit Expert:innenstatus und Haltung zu erarbeiten. Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien wird zum Beispiel für Sozialwissenschaftler:innen immer relevanter, denn deren Forschungsergebnisse haben oft politische Konsequenzen und Einfluss auf gesellschaftliches Handeln. In den Geistes- und Kulturwissenschaften bieten soziale Medien die Chance, zu zeigen, wie die wissenschaftliche Arbeit funktioniert und welche Relevanz die beforschten Themenbereiche haben. Doch viele Forschende tun sich schwer, geeignete Inhalte ihrer Wissenschaft für soziale Medien zu identifizieren oder einen weiteren Aspekt zu bedienen: denn die Nutzenden in sozialen Netzwerken – anders als in wissenschaftlichen Studien – erwarten oft auch einen “persönlichen Touch” von den Autor:innen. Daraus entstehen vielleicht individuell Ängste (z.B. vor Übergriffen im Netz) oder fachliche Bedenken, wenn von einer textbasierten Fachkultur auf andere Erzählmedien gewechselt werden soll. Aber: Die sozialen Medien bieten vielfältige Formate, um Wissenschaft multimedial zu erzählen. Und an vielen Universitäten existieren mittlerweile Handreichungen und Hilfsangebote.
Verhandlungen meistern und überzeugen – auch gegen unsichtbare Hürden
Als vielleicht ungeübte Verhandlerin ist es herausfordernd, sich gegen soziale und erlernte Erwartungen durchzusetzen. Frauen verlangen in Gehaltsgesprächen durchschnittlich 16 % weniger als männliche Personen. Sie betreiben sogenanntes Downgrading, d. h. sie verkaufen ihre Leistung unter Wert, obwohl sie meist bestens ausgebildet sind.
Doch das muss nicht so bleiben! In dem Workshop werden gezielte Strategien und praktische Methoden erlernt, um selbstbewusst und erfolgreich zu verhandeln. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete Techniken und üben diese direkt ein – für einen zukünftig souveränen Auftritt.
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:
- Da kann ich mir nichts von kaufen! Verhandlungssimulation
- Gender Negotiation Backlash: Bin ich als Frau eine schlechtere Verhandlerin?
- Great Deal! Verhandlungssimulation
- Trouble-shooting: Live-Coaching
Nicht erst seit der Erfindung des Science Slams ist es für Wissenschaftler:innen wichtig, in wenigen Sätzen die Kernpunkte der eigenen Forschung zusammenfassen zu können. Science Pitch ist eine Form der Wissenschaftskommunikation – und Wissenschafts-kommunikation schafft eine Verbindung zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie macht Wissenschaftlerinnen bei wichtigen Bezugsgruppen wie Mittelgeber:innen, Expert:innen und Multiplikator:innen bekannt und ist von zunehmender Bedeutung für den Erfolg von Forschungsanträgen und Karrierewegen in der Wissenschaft. Während es beim Science Slam durchaus kurzweilig sein darf, ist es in anderen Kontexten (zum Beispiel Berufungsverhandlungen oder Akquise von Drittmitteln) eher zielführend, präzise und ernst zu bleiben. Entscheidend für den Erfolg ist, dass der Pitch adressaten- und zielorientiert abgefasst ist und den Kontext berücksichtigt: ein Pitch für die Gründung eines Start-ups vor Investor:innen wird anders gestaltet als ein Pitch auf einer Fachkonferenz am Bistrotisch mit Fachkolleg:innen.
Inhalte
Im Workshop fokussieren wir auf die Grundstrukturen dieser Form der Wissenschaftskommunikation:
- Kernideen herunterbrechen – Komplexität reduzieren
- Welche (Fach-)Begriffe müssen bleiben – welche kann ich wie ersetzen?
- “Es geht nicht um mein Thema, sondern um mich” – Pitch zum persönlichen
professionellen Profil
In aktiven Übungen mit Feedback lernen die Teilnehmerinnen, ihre Forschungsvorhaben
inhaltlich zu verdichten und die Komplexität zu reduzieren. Dafür ist es notwendig, dass sie
das eigene Forschungsvorhaben für die Workshoparbeit nutzen
Ziele
Die Teilnehmerinnen
- können ihre wissenschaftlichen Inhalte in einer Struktur präsentieren, die für
fachfremdes oder nicht-wissenschaftliches Publikum nachvollziehbar ist - können adressatenorientiert ihr Thema für verschiedene Ziele und Formate in der
Wissenschaftskommunikation aufbereiten - sind in der Lage, sich selbst und ihr professionelles Profil adressaten- und zielorientiert
vorzustellen
Ob im Alltag, im professionellen Umfeld oder im Sport: Frauen und Menschen aus vulnerablen Gruppen sind regelmäßig mit sexistischen und/oder diskriminierenden Aussagen und Verhaltensweisen konfrontiert. Regelmäßige Angriffe und Rechtfertigungsdruck sind gerade bei den Themen Gender, Gleichberechtigung oder Female Leadership keine Seltenheit.
Diese zu erkennen, zu benennen und sich dagegen kommunikativ abzugrenzen oder gar zur Wehr zu setzen, ist Ziel dieses Workshops. Für sich und für andere als Bystander oder Ally. Neben einem fundierten Verständnis zu Diskriminierung, Sexismus und ihren Auswirkungen
vermittelt der Workshop vor allem praxisorientierte, kommunikative Instrumente. Diese helfen, verbale Angriffe sicher zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren – sei es in einer Besprechung, im Sportverein oder im privaten Umfeld.
Dadurch gewinnen Teilnehmende mehr Sicherheit und Argumentationswissen für ihre nächste Diskussion und fühlen sich in ihrer professionellen Rolle und deren Durchsetzung bestärkt (Empowerment).
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:
- Ist das schon Sexismus? Intro und Raumaufstellung
- I hear you, I feel you! Empathisches Diskutieren
- A cookie for your thought: Schlagfertigkeitstraining im Umgang mit Sexismus
- Trouble-shooting: Live-Coaching
In Deutschland spielt die soziale Herkunft noch immer eine große Rolle für den Bildungsweg: Die Wahrscheinlichkeit, mit der sich junge Erwachsene für oder gegen ein Studium oder eine Promotion entscheiden, steht oft in Zusammenhang mit dem Bildungsstand der Eltern. Der Grund ist hier selbstverständlich nicht die fehlende Begabung, sondern das Fehlen von Vorbildern in der Familie und oft auch an den Hochschulen – der Zugang zu notwendigen Informationen ist hier ungleich schwieriger. Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de unterstützt Studieninteressierte und Studierende der ersten Generation dabei, erfolgreich zu studieren. Studierende der ersten Generation bringen vielfältige Stärken und Kompetenzen wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Flexibilität und Mut mit. All diese Eigenschaften können während des Studiums vielfältig eingebracht werden. In diesem Workshop-Angebot von ArbeiterKind.de geht es darum, mit Hilfe von Biographiearbeit diese Stärken und Kompetenzen zu erkennen und als Ressourcen zu nutzen, um den eigenen Weg selbst gestalten zu können.
Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,
- wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
- wie sie ihre individuellen Stärken erkennen.
- wie sie ihre Kompetenzen gewinnbringend einsetzen.
- wie sie Netzwerke finden und für sich nutzen können.
Was heißt es, als Erste:r in der Familie zu studieren und welchen Hürden und Herausforderungen begegnen Studierende der ersten Generation? Aus der Praxissicht der Zielgruppe führt ArbeiterKind.de in das Thema Soziale Herkunft und Bildungsgerechtigkeit ein. ArbeiterKind.de und die Arbeit mit der Zielgruppe werden vorgestellt, eine Reflektion der eigenen Bildungsgeschichte führt zum Nachdenken über eigene Privilegien oder Hürden. In einem Arbeitsteil werden Herausforderungen gesammelt und durch die Expertise aus der 17-jährigen Tätigkeit von ArbeiterKind.de ergänzt und eingeordnet. Der Blick wird geweitet auf die Potenziale, die Erstakademiker:innen mitbringen. In einem abschließenden Teil können nach Absprache Lösungsansätze für den eigenen Arbeitsbereich entwickelt werden, die mit best practices aus dem Wissen von ArbeiterKind.de ergänzt werden.
Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,
- wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
- welche Hürden und Herausforderungen für Studierende der ersten Generationen bestehen.
- welche Stärken und Potentiale Erstakademiker:innen durch ihren Hintergrund mitbringen.
- welche Handlungsansätze für Hochschulangehörige bestehen um Erstakademikerinnen gezielt unterstützen zu können.
Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).
Ziele und Inhalte
In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.
Methoden:
- Input via Selbstlernvideo
- Illustrationen an Beispielmaterialien
- Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
- Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
- Übung mit Beispielinterviewfragen
Begleitende Materialien - Handout zum Video
- Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
- 2 Beispiel-CVs
- Beispiellehrkonzept
- Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
- Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen
Together with the Equality Office of Mainz University of Applied Sciences and other partners such as the Queer* Referat and Muschelkino/FILMZ e.V., the Office for Equality and Diversity is organizing a series on solidarity.
It’s Possible: Through film and a lecture, we aim to explore queer, feminist, and solidarity-based practices.
Mittwoch, 29. April Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | Island, USA 2024 | 70 Min.
Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag frei nehmen würde…
Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder: Sie verließen Büros, Fabriken und Geschäfte, kümmerten sich weder um Haushalt noch um Kinder und brachten das Land für einen Tag zum Stillstand. Ihr Ziel war es, die Bedeutung ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gegen die Ungleichheit der Geschlechter zu protestieren.
Die Dokumentation „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) erzählt diese Geschichte 50 Jahre später aus der Perspektive der Aktivistinnen selbst. Mit Witz und persönlichen Erinnerungen entsteht ein lebendiges Bild dieses historischen Streiks und ein inspirierender Blick auf die Kraft kollektiven Handelns.
Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | England, 2014 | 120 Min.
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
Trailer: PRIDE Trailer
In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.
Im Sommer 1984 stehen die britischen Minenarbeiter im Streik gegen Zechenschließungen und Privatisierung, die von der Regierung unter Margaret Thatcher vorangetrieben werden. Unterstützung kommt aus unerwarteter Richtung: Die Initiative „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) sammelt beim Gay-Pride-Marsch in London Geld für die Familien der Streikenden.
Zunächst stößt dieses Engagement auf Ablehnung, bis ein walisisches Dorf sich doch dazu entschließt, die Hilfe anzunehmen. Eine kleine Gruppe der LGSM reist daraufhin zu den Streikenden, aber stößt anfangs auf Misstrauen und Vorurteile. Doch nach und nach entsteht eine solidarische Verbindung zwischen den ungleichen Gruppen.
Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie „Pride“ erzählt von Arbeitskämpfen, Homo- und Queerfeindlichkeit, auch im Kontext der frühen Aids-Krise, und davon, wie Solidarität Grenzen überwinden kann.
Mittwoch, 20. Mai |Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz
Global ist rechte, autoritäre Politik auf dem Vormarsch. Antifeminismus und der Kampf gegen „Wokeness“ sind zu rechtspopulistischen Kernelementen avanciert. Was lässt sich dagegenhalten? Kann Solidarität trotz der vielen inhaltlichen und intersektionalen Unterschiede innerhalb feministischer Bewegungen gelingen?
Ja, denn unbedingte Solidarität unter Ungleichen ist notgedrungen konfliktiv und ist bedingungslos, insofern sie keine geteilten Erfahrungen und Identitäten voraussetzt. Sie lässt Differenzen und Dissonanzen nicht nur zu, sondern hat sie sogar zur Voraussetzung. Die Unbedingtheit von Solidarität muss nicht zuletzt auch in einem emphatischen Sinne betont werden: Sie ist in diesen Zeiten unbedingt notwendig.
Lea Susemichel, geboren in Worms und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies an der Universität Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Autorin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie u. a. zu den Themen Identitätspolitik, Solidarität, feministische Theorie & Bewegung, feministische Kunst & Ästhetik sowie emanzipatorische Medienpolitik. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.
Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: tba
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA, 1990 | 71 Min.
Der US-amerikanische Dokumentarfilm Paris Is Burning (1990) von Jennie Livingston gewährt einen Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Der Film zeigt zentrale Solidaritätsstrukturen der queeren Szene, darunter die sogenannten Houses: von „Müttern“ geführte Wahlfamilien, die jungen Menschen ein Zuhause bieten, die von ihren eigenen Familien verstoßen wurden.
Im Zentrum stehen die „Balls“: opulente Tanz- und Kostümwettbewerbe, bei denen die Teilnehmer*innen durch den Ballsaal gehen und von Juror*innen anhand der „Echtheit“ („realness“) ihrer Drag-Darbietungen, ihrer Tanzkünste oder der Schönheit ihrer Kleidung bewertet werden.
Paris Is Burning porträtiert eine lebendige sowie kreative Subkultur und ist zugleich ein eindringlicher Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein kämpferischer Appell für Sichtbarkeit, Würde und Gleichberechtigung.
Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (italienisches Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien, 2023 | 134 Min.
Der 17-jährige Gianni wohnt bei seiner Mutter Lina und wird in seinem Ort wegen seiner Homosexualität angefeindet. Bei einem Unfall mit seinem Moped lernt er den 16-jährigen Nino kennen, der seinem Vater öfter bei seinem Feuerwerk-Geschäft hilft. Zwischen den zwei jungen Männern entwickelt sich langsam eine romantische Beziehung, was für ihre konservativen Familien ein großes Problem darstellt.
Im Pride-Month zeigen wir in Kooperation mit dem Muschelkino den Coming-of-Age-Film ‘Fireworks’, der von einem Doppelmord an zwei jungen, schwulen Männern inspiriert wurde. Dieser war für die italienische Homosexuellenbewegung von großer Bedeutung und führte Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“, der bis heute fortbesteht.
Trailer: MQFF33 – Fireworks TRAILER
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