Unless stated otherwise or indicated by the title, our events are held in German.

The interdisciplinary lunch lectures “Food for Thought” provide an insight into current (research) questions in order to make gender (studies) perspectives visible, also in their entanglement with other power and domination relations. A 20-minute keynote will be followed by an informal discussion.

Anyone interested in topics related to gender and intersectionality is cordially invited to exchange ideas across statuses and disciplines and to network in a relaxed atmosphere over coffee and tea.

Please, bring your own lunch!

What does the widespread use of artificial intelligence (AI) mean for our diverse society? To what extent does AI reproduce and reinforce existing power structures? Could it also be used as an instrument of empowerment – in the spirit of intersectional feminism – to undermine hegemonic social structures?

During the 2026–27 winter semester, the Lunch Lectures will be held in cooperation with the AStA’s AlleFLINTA*-Referat and will address artificial intelligence, its harmful uses, and possibilities for transforming it to foster a more (gender-)inclusive and just world.

Tuesdays, 12:15 p.m. | HYBRID: JGU campus & online via MS Teams

Please note: Most lectures will be held in German.

For online participants: The lectures can be subtitled live into other languages using Microsoft Teams’ built in features. However, we cannot guarantee that the live subtitles will be entirely consistent with the presented contents.

Dienstag, 27. Oktober 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Wir starten mit einer besonderen Auftaktveranstaltung in die Lunch Lectures!

Zunächst nähern wir uns mittels einer interaktiven Einführung von Tabea Schloß (JGU Mainz) dem Thema Künstliche Intelligenz an, bevor wir gemeinsam die Keynote „Künstliche Intelligenz – eine Frage der Macht“ von Dr. Eva Gengler besuchen, die im Rahmen der RMU-Wochen der Chancengleichheit 2026 stattfindet.

mit Tabea Schloß, M.A. ( JGU Mainz)

Tabea Schloß ist Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Digitales Lehren und Lernen der JGU Mainz und beschäftigt sich in dieser Rolle seit Anfang 2023 mit dem Thema Künstliche Intelligenz und ihren Auswirkungen auf die Hochschulbildung. Neben der Organisation von Informationsveranstaltungen zum Thema KI und der Begleitung von KI-Lehrprojekten, ist sie maßgeblich an der Gestaltung des Umgangs mit KI in Studium und Lehre an der JGU beteiligt.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams bzw. Zoom

mit Dr. Eva Gengler
Im Rahmen der RMU-Wochen der Chancengleichheit 2026

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie wir forschen, Wissen produzieren und Entscheidungen treffen. Doch KI ist nicht neutral: Daten, technische Systeme und ihre Nutzung sind in gesellschaftliche Machtverhältnisse eingebettet und können bestehende Ungleichheiten reproduzieren

Der Vortrag betrachtet KI aus intersektional-feministischer und soziotechnischer Perspektive und fragt, welche Folgen ihr Einsatz für Chancengleichheit in Forschung und Wissenschaft haben kann. Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche fehlen? Wo entstehen neue Risiken für Teilhabe und Gerechtigkeit? Und wie können Wissenschaftler:innen und Institutionen KI bewusst so einsetzen und gestalten, dass neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen

Ein Impuls, der Fragen stellt und den Raum zur kritischen Reflexion und gemeinsamen Diskussion über einen verantwortungsvollen und chancengerechten Umgang mit KI in der Wissenschaft aufmacht.

Eva Gengler ist Wirtschaftsinformatikerin, Wissenschaftlerin, Autorin und Geschäftsführerin. Ihre Forschung befasst sich mit Künstlicher Intelligenz und Macht aus intersektional-feministischer und soziotechnischer Perspektive. An der FAU Erlangen-Nürnberg promovierte sie im internationalen Promotionsprogramm Business and Human Rights mit summa cum laude. Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören Forschung zu KI-Governance, KI-Regulierung und feministischer KI Als Geschäftsführerin von enableYou Consulting GmbH und Co-Founderin der feminist AI Community verbindet sie wissenschaftliche Forschung mit organisationaler Praxis. 2026 erschien ihr Buch Feministische KI; im selben Jahr wurde sie mit dem STRIVE Award ausgezeichnet.


Eva Genglers Vortrag findet via Zoom statt, sodass alle Lunch Lecture-Teilnehmenden vor Ort herzlich eingeladen sind, nach dem Impuls (und einer kurzen Pause) vor Ort zu bleiben und gemeinsam am Zoom-Meeting teilzunehmen. Online-Gäste bitten wir, nach dem ersten Teil der Lunch Lecture selbstständig den digitalen Raum zu wechseln.

Eine Anmeldung zum Vortrag von Eva Gengler ist nicht notwendig, treten Sie der Sitzung einfach über diesen Link bei: https://uni-frankfurt.zoom-x.de/j/62294322173?pwd=BdVIXZHvQopodXobxi3wtm7zgvqkpz.1

Donnerstag, 5. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Diese/r Impuls/Diskussion lädt zu einer Reflexion der gegenwärtig beobachtbaren Kolonisation des Epistemischen durch datenbasierte Künstliche Intelligenz (KI) ein. Mit Hilfe des Konzepts «Epistemischer Gewalt» wird nach der Gewalt gefragt, die dieser aktuellen soziotechnischen Dynamik innewohnt, insbesondere dem mit Hilfe von KI produzierten Wissen sowie den Mitteln und Wegen seiner Herstellung, Zirkulation und Anwendung. Im Anschluss an feministische, post- und dekoloniale Stimmen werden damit Ideal/Vorstellungen von (techno/wissenschaftlichem) Wissen als grundsätzlich gut und erstrebenswert zur Disposition gestellt. Zentriert wird, wie datenbasierte KI durch kapitalistische sowie Kontroll- und Überwachungsinteressen geprägt ist, wie der von ihr privilegierte datenzentrierte Zugriff auf die Welt mit Normierungen und Normalisierungen einhergeht, und wie planetarische Kosten durch Ausbeutung einer objektifizierten Natur als notwendige Nebeneffekte gehandelt werden. Künstliche Intelligenz und KI-basiertes Wissen als epistemisch gewaltvoll zu denken, fordert technikdeterministische und technosolutionistische Narrative heraus, und ruft dazu auf, um die Möglichkeit von Wissen/sherstellung – gerade auch jenseits und ohne KI – zu ringen.

Bianca Prietl ist Soziologin und Professorin für Geschlechterforschung mit Schwerpunkt Digitalisierung am Zentrum Gender Studies der Universität Basel (Schweiz). Ihre Arbeiten sind in der Feministischen Wissenschafts- und Technikforschung, der Kritischen Männlichkeitenforschung und der rekonstruktiv-interpretativen Sozialforschung situiert. Zentraler Gegenstand ihrer Forschung sind soziotechnische Digitalisierungs- und Datafizierungsdynamiken.

Ort: Leaf-Lab (Lageplan), Johannes-von-Müller-Weg 2, 55128 Mainz & online via MS Teams

Dienstag, 10. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Am Beispiel des Zusammenhangs zwischen KI-Chatbots und Suizidalität befasst sich der Vortrag mit der Frage, inwieweit KI alle Aspekte rassialisierter Lebensformen ablehnt (McKitterick 2020) und dadurch eine Matrix für Faschisierung schafft. Zu diesem Zweck führe ich den Begriff des „präemptiven Faschismus“ ein. Ich untersuche Suizide von vor allem rassialisierten Jugendlichen in Folge von Chatbot-Kommunikation als Materialisierung einer KI, die technologisch den Tod derjenigen heraufbeschwört, die dem neuen faschistischen Körper nicht entsprechen (Herzog 2025).

Katrin Köppert ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Medientheorien des digitalen Kolonialismus, kritische Theorien des Computings an der Schnittstelle von Kunst, Design und visuellen Kulturen, digitale Gedächtnisforschung sowie Queer Media Studies. Sie vertrat bis vor Kurzem die Professur für Medientheorie an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte / populäre Kulturen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen Knowing memes means knowing the internet as irrevocably black as fuck. Memetische Enteignung und/als Emanzipation (2025) und Hologrammatiken der Gewalt: Digitale Erinnerung und Computational Blackface (2026).

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 17. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Weitere Infos folgen.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 24. November 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Sexualisierte Deepfakes werden häufig vor allem als Problem der Täuschung, Desinformation oder des Verlusts von Privatsphäre diskutiert. Ihr zentraler Schaden liegt jedoch nicht allein darin, dass manipulierte Bilder für echt gehalten werden. Bereits ihre nicht einvernehmliche Erzeugung und Verbreitung verletzt Autonomie, Würde und soziale Handlungsfähigkeit der Betroffenen. Der Vortrag versteht sexualisierte Deepfakes deshalb als technikgestützte Fortsetzung bildbasierter sexualisierter Gewalt und geschlechtsspezifischer Machtverhältnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie generative KI, leicht zugängliche Anwendungen, Plattformarchitekturen und gesellschaftliche Normen zusammenwirken und solche Inhalte erleichtern und normalisieren. Abschließend geht es um Prävention und widerständige Praxis: von verantwortlicher Plattformgestaltung und rechtlicher Unterstützung über Bildungsangebote bis hin zu solidarischen Handlungsmöglichkeiten, digitaler Selbstbestimmung und einer feministischen Technikgestaltung, die Einwilligung, Fürsorge und Gerechtigkeit ins Zentrum stellt.

Dana Mahr ist Forscherin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ihre Forschung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen, ethischen und politischen Folgen digitaler Technologien. Schwerpunkte liegen unter anderem auf KI und Geschlechterverhältnissen, sexualisierten Deepfakes, digitaler Gewalt, partizipativer Technikfolgenabschätzung sowie Fragen von Wissenschaft, Öffentlichkeit, Vertrauen und Wissenstransfer.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 1. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Künstliche Intelligenz wird zunehmend im Asylverfahren eingesetzt. Ausgehend vom Forschungsprojekt AISYL gibt der Vortrag zunächst einen Überblick über den Einsatz solcher Technologien mit einem besonderen Fokus auf Deutschland und Österreich. Dabei geht es sowohl um die Möglichkeiten, die staatliche Akteure mit ihrem Einsatz verbinden, als auch um die negativen Folgen, die für Asylsuchende beobachtet werden. Kritisiert werden unter anderem fehlerhafte Ergebnisse, Eingriffe in die Privatsphäre und mögliche Auswirkungen auf das Grundrecht auf Asyl. Doch was genau bedeutet es, wenn ein algorithmisches System „fehlerhaft“ funktioniert? Am Beispiel der KI-gestützten Dialekterkennung wird dieser Frage genauer nachgegangen. Ein Blick auf die „ground truth“ solcher Systeme – die Datensätze, mit denen Modelle trainiert werden – zeigt, wie bestimmte Vorstellungen von Sprache, Herkunft und Zugehörigkeit stabilisiert und bestehende Machtverhältnisse fortgeschrieben werden können. Zum Abschluss richtet der Vortrag den Blick auf feministische Kritik algorithmischer Wissensproduktion und fragt, ob und wie sich Formen des „Zweifels“ als feministische Praxis algorithmischer Kritik fruchtbar machen lassen. 

Laura Jung ist Postdoktorandin an der Universität Graz. Ihre Forschung befasst sich mit der internationalen Politik der Medizin, Technowissenschaften und Sicherheit, mit einem aktuellen Schwerpunkt auf digitalen und algorithmischen Technologien an den europäischen Außengrenzen und der Rolle von KI in Asylverfahren. Laura hat an der University of Sussex in Internationalen Beziehungen promoviert und zu Souveränität, Biopolitik, race/Rassismus, Psychiatriegeschichte und Trauma publiziert.

Ort: Leaf-Lab (Lageplan), Johannes-von-Müller-Weg 2, 55128 Mainz & online via MS Teams

Dienstag, 8. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

Was bleibt unsichtbar, wenn wir über Künstliche Intelligenz sprechen? Öffentliche Debatte und Regulierungsbemühungen konzentrieren sich meist auf Algorithmen, ihre Entscheidungen und mögliche Verzerrungen. Doch KI beginnt nicht beim Code und endet nicht beim Output. Sie entsteht in globalen Arbeitsverhältnissen, verbraucht Energie, Wasser und Rohstoffe und reproduziert Vorstellungen darüber, welches Wissen zählt, wessen Bedürfnisse relevant sind und welche Zukunft als Fortschritt gilt.

Ausgehend von meinem Buch „Code und Care“ stelle ich das Feminist AI Framework (FAIF) vor. Es verschiebt den Blick auf die Bedingungen, unter denen KI entsteht: Wer entwickelt sie, wer leistet die unsichtbare Arbeit, wer profitiert, wer trägt die sozialen und ökologischen Kosten, und welche Weltsichten werden dabei zur Norm? FAIF verbindet machtkritische Soziologie mit mehr-als-menschlicher Ethnologie und nimmt KI, Menschen, Tiere und Ökosysteme als Teile bio-technologischer Beziehungsgefüge in den Blick.

FAIF bleibt dabei nicht bei der Kritik stehen, sondern übersetzt die kritische Perspektive in Gestaltung. Care by Design fragt, welche Beziehungen, Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten durch KI entstehen oder verstärkt werden. Wer trägt die Kosten, wer profitiert, und wessen Bedürfnisse bestimmen überhaupt, was als technischer Fortschritt gilt? Feministische KI bedeutet damit nicht weniger Innovation, sondern einen anderen Ausgangspunkt für Innovation: Nicht das technisch Machbare steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Zukünfte wir ermöglichen wollen. Feministische KI fragt deshalb nicht nur, welche Zukunft Technologie möglich macht, sondern für wen diese Zukunft gemacht wird.

Dr. Tanja Kubes ist Expertin für soziotechnische Systeme und forscht, lehrt und berät seit über zehn Jahren zu KI und Robotik. Sie verbindet machtkritische Soziologie mit mehr-als-menchlicher Ethnologie. 2025 stellte sie das breit rezipierte Feminist AI Framework (FAIF) vor. In „Code & Care. Mit Feministischer KI die Welt gerechter gestalten” (2026) legt sie frei, was sonst verborgen bleibt, die Arbeit hinter jedem Klick, die ökologischen Kosten, die als objektiv geltenden Weltbilder. Sie zeigt: eine andere Zukunft ist möglich.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 15. Dezember 2026 | 12:15 Uhr | hybrid

KI-Chatbots können Empathie mittlerweile so gut simulieren, dass immer mehr Menschen sie zum Therapeuten, Coach, Freund, Lebens- oder Erotikpartner wählen. In einem mehrjährigen Projektseminar haben wir intime Beziehungen mit Chatbots kulturlinguistisch untersucht. Dazu haben wir ein Verfahren entwickelt, fiktive Personen mit einem intimen Problem oder Bedürfnis zu konstruieren und diese dann methodisch kontrolliert mit Chatbots interagieren lassen. In unserem Vortrag thematisieren wir, mit welchen empathischen Praktiken Chatbots ihren Nutzern suggerieren, mitfühlend zu sein und sie zu verstehen. Wir werden zeigen, dass sie dabei immer wieder außer Kontrolle geraten. Die in jüngster Zeit bekannt gewordenen KI-„Ausbrüche“ waren für uns daher keine Überraschung. Der tiefgreifende Wandel menschlicher Intimität, der mit KI-Chatbots eingesetzt hat, beinhaltet dunkle Abgründe, in die wir Einblick geben werden.

Wolf-Andreas Liebert, Jg. 1959, hat sein Studium an der Universität Heidelberg absolviert, M.A. und Promotion in Germanistischer Linguistik und Politischer Wissenschaft (1992), danach erfolgte die Habilitation an der Universität Trier (2001), seit 2002 ist er Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Koblenz und seit 2026 emeritiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Metapherntheorie, Empathieforschung, Religionslinguistik.

Lena Becker hat an der Universität Koblenz gymnasiales Lehramt für die Fächer Deutsch und Geschichte studiert und den Master of Arts Germanistik absolviert. Im Sommer 2025 hat sie ihr Referendariat am Studienseminar Koblenz abgeschlossen und unterrichtet seitdem hauptberuflich am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach. Neben der Schule befindet sie sich derzeit in der Endphase ihrer Dissertation in der germanistischen Linguistik bei Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Tuesday, Januar 12 2027 | 12:15 PM | hybrid

More infos coming soon.

José Renato Laranjeira is a PhD Researcher at the Bonn Sustainable AI Lab investigating digital technologies’ impacts on Indigenous territories. He is a co-founder and advisor of the non-profit Laboratory of Public Policy and Internet – LAPIN, and a Member of Brazil’s Central Committee on Data Governance. In 2024, he advised the Brazilian government on digital policy as a UNESCO consultant at the G20. He is an alumnus of the Alexander von Humboldt Stiftung’s German Chancellor Fellowship.

Location: Infobox (in front of ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 19. Januar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid

Künstliche Intelligenz soll medizinische Entscheidungen präziser und die Versorgung besser machen. Gleichzeitig kann sie bestehende Ungleichbehandlungen unbemerkt fortschreiben. Besonders deutlich wird das beim Merkmal Alter: Es ist in der Medizin oft prognostisch relevant, etwa bei der Dosierung von Medikamenten, zugleich aber mit Stereotypen von Gebrechlichkeit und Abhängigkeit verbunden. Wann ist eine altersbezogene Unterscheidung medizinisch begründet und wann wird sie zur Diskriminierung? Der Vortrag zeigt, wie algorithmische Verzerrungen entstehen und warum nicht jeder Bias schon Diskriminierung ist. Auf Grundlage von Diskriminierungstheorie und Medizinethik stellt er sechs Kriterien vor, mit denen sich prüfen lässt, ob Alter in KI-gestützten Entscheidungen verantwortbar berücksichtigt wird. Diskutiert werden soll, was sich daraus für andere Merkmale wie Geschlecht ableiten lässt.

Majse Kraft ist Doktorandin in der Forschungsgruppe „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach dem Studium Medizin – Ethik – Recht (M.mel.) in Halle-Wittenberg beschäftigt sie sich in ihrer Doktorarbeit mit Altersdiskriminierung in medizinischen KI-Systemen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Ethik der künstlichen Intelligenz, in Fragen von Ungleichheit und Diskriminierung sowie in Theorien der Gesundheitsgerechtigkeit.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Dienstag, 26. Januar 2027 | 12:15 Uhr | hybrid

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine feministische KI-Praxis gibt: Die Repräsentation von Gender ist bei gängigen KI-Anwendungen wie Chatbots oder generativer KI oft stereotyp und voreingenommen. So sprechen Smart Speakers wie Siri mit einer weiblichen Stimme und verkörpern stereotype Eigenschaften einer weiblichen Assistentin. Generative KI generiert bei Prompts wie „doctor“ das Bild eines männlichen Arztes. Und alle KI-Modelle stützen sich auf Trainingsdaten, die ein stereotypes Bild von Geschlecht und gender zeichnen, was zu einer einseitigen und klischeehaften Repräsentation führt. Zudem sorgt die Hegemonie von einigen wenigen KI-Modellen dafür, dass es alternative Entwürfe von KI unmöglich erscheinen. Deswegen werde ich Bedingungen für eine feministische KI-Praxis erläutern sowie Möglichkeiten und Projekte vorstellen feministisch mit KI zu experimentieren und zu spekulieren. Dazu gehören Designmethoden wie das spekulative Design sowie ein Ansatz des „hacking back“.

Natalie Sontopski ist studierte Soziologin, arbeitet aber seit vielen Jahren interdisziplinär und oft kollektiv an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Seit 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Anhalt und arbeitet im Projekt „Keine Kohle“ zur nachhaltigen Technologieentwicklung, ethnografischer Forschung und More-Than-Human-Design. Außerdem promoviert sie an der TU Dresden zum Thema „Strategien der Spekulation im Feld Creative AI“.

Hinweis: Natalie Sontopski wird den Vortrag digital halten.

Ort: Rote Infobox (am ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams

Tuesday, February 2nd, 2027 | 12:15 PM | hybrid

Legacy Russel’s manifesto, “Glitch Feminism”, is a call for digital strategies in the self-creation of gender and racial identity, that is, “glitches” in the socio-technical fabric we inhabit. In the so-called “Age of AI”, it becomes relevant to interrogate how AI perceives us and our multifaceted identities, including class, profession and aspirations. In this talk, I will discuss critical contributions to AI research which show how the main functionality of AI is to “divide and conquer”. Then, I will discuss collective and individual strategies to “glitch AI”, that is, seek to break it or invert its functioning so that it benefits communities. My objective with this talk is to provide avenues for AI enthusiasts to critically engage their assumptions, and for AI skeptics to find their people and strategies.

Mattia Cerrato is a computer scientist. He is a Lecturer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) at the Institut für Informatik at JGU Mainz. He has been teaching a Responsible AI lecture for five years, but this is the first time he has been invited to discuss the topic at JGU. His academic research deals with discrimination, transparency and privacy in AI and has been published in both interdisciplinary conferences (FAccT, AIES) and technical venues (ICML, MLJ, AAAI). He sits on the board of directors of the European Association for Algorithmic Fairness.

Location: Infobox (in front of ReWi, Jakob-Welder-Weg 2, 55128 Mainz) & online via MS Teams


In the winter semester 2025/26, the Lunch Lectures were held in cooperation with the Queer*Referat of the AstA and dealt with the ‘authoritarian turn’.

11.11.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

Im Sommer 2023 warnten die Sozialwissenschaftler:innen Daniel Mullis, Maximilian Pichl und Vanessa Thompson mit Blick auf das Erstarken der AfD vor “autoritären Kipppunkten”. Seien diese einmal überschritten, werde “der Boden brüchig, auf dem plurale und demokratische Gesellschaften stehen”. Zwei Jahre später sind viele der Prozesse, die uns auf solche Kipppunkten zusteuern lassen, weiter fortgeschritten – nicht nur in Deutschland, sondern auf in vielen Teilen der Welt. Diese Diagnose verlangt eine Prüfung des analytischen und konzeptionellen Instrumentariums, das uns zur Verfügung steht, um autoritäre Entwicklungen beschreiben, verstehen und in sie eingreifen zu können. Der Vortrag diskutiert einige der prominentesten Angebote zur Deutung der gegenwärtigen “autoritären Wende”. Dabei steht die Frage nach dem Verhältnis von “Vergangenem und Gegenwärtigem” im Zentrum: Welche Genealogien der gegenwärtigen Situation sind hilfreich? Welche historischen Analogien nützen der kritischen Zeitdiagnose heute? Und wo müssen wir von etablierten Annahmen und Interpretationsmustern abrücken, um die Dynamiken aktueller autoritärer Kipppunkte besser zu begreifen?

Dr. Benjamin Opratko ist Politikwissenschaftler und Chefredakteur der in Wien erscheinenden Zeitschrift TAGEBUCH.

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

20.12.2025 | 12:15 | Infobox (Attention, this time on Thursday!)

Ort: Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz

Inwieweit haben wir es aktuell mit einer Autoritarisierung von Geschlechterpolitiken zu tun? Welche Rolle spielen die (auch weltweit) zunehmenden Angriffe auf LGBTIQ+ Rechte, Gleichstellungs- und Diversitätspolitiken für De-Demokratisierungsprozesse und für rechtsautoritäre Verschiebungen gesellschaftlicher Hegemonien und Normalitäten? Inwieweit fungieren ‚normalisierte‘ Geschlechterungleichheiten ‚in der Mitte der Gesellschaft‘ als produktive Anknüpfungspunkte und offene Flanken für gesellschaftliche Autoritarisierungs- und De-Demokratisierungsprozesse? In Rekurs auf ausgewählte (transnationale) Diskursstrategien und Politiken aktueller und Anti-LGBTIQ+ und Anti-Gender-Mobilisierungen diskutiert der Vortrag das komplexe Verhältnis von Autoritarisierung, demokratischer Pluralität und Geschlecht/erverhältnissen und fragt danach, inwieweit eine Ausweitung der Rechte und Anerkennung queerer Personen und queeren Lebens als wichtige Form einer ‚Demokratisierung der Demokratie‘ gelten kann.

Christine M. Klapeer ist Professor*in für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender Studies an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Direktoriumsmitglied des Centers for Diversity, Media, and Law (DIML). Sie leitet ein Teilprojekt in dem von der Volkswagen Stiftung geförderten Verbundprojekt „LGBTIQ* Movements as Agents of Democratization“ und ist Co-Sprecher*in des im Januar 2026 startenden LOEWE-Schwerpunktes  „Gender, Demokratie und Autoritarismus in ‚Entangled Modernities‘ (GenDem)“.

02.12.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

Welche politisch motivierten Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit gibt es in Deutschland? In jüngster Zeit wird auch in Deutschland, vor allem angesichts des immensen Drucks, den die US-Regierung auf die Wissenschaft in den USA ausübt, öffentlich ausführlicher und intensiver über (mögliche) Gefährdungen akademischer Institutionen und Wissenschaftler*innen durch politische Akteur*innen informiert und diskutiert. Damit ändern und erweitern sich (endlich) die Problembeschreibungen im Diskurs über Wissenschaftsfreiheit, denn statt über (meist mehr oder weniger fragwürdige) Cancel Culture-Vorwürfe geht es nun tatsächlich um handfeste Eingriffe wie Zensur, offen forschungsfeindliche destruktive Maßnahmen sowie eine (versuchte) Lenkungswirkung durch den ‚goldenen Zügel des Geldes‘. Dieser Situation sehen wir uns in Deutschland zwar nicht ausgesetzt, gleichwohl können vor dieser Folie Bedrohungsszenarien und Erfahrungen (z.B. aus Ungarn) neu wahrgenommen, auf die Vertreter*innen einzelner Fächer und Forschungsfelder mit besonders langer Diffamierungs- und Angriffsgeschichte wie z.B. Gender Studies seit vielen Jahren aufmerksam zu machen versuchen.
Im Input wird es zum einen um das Feld der Politisierung von Wissenschaft im politischen Raum und mit öffentlicher Wirkung gehen, wie sie etwa die AfD in Deutschland programmatisch und sehr konkret betreibt. Zum anderen möchte ich dazu anregen, über das Selbstverständnis von Universität als demokratischer Institution nachzudenken und über die Frage, was dies für die innerakademische und öffentliche Kommunikation bedeutet. In beiden Kontexten werden grundsätzliche Fragen aufgegriffen: Welche Gefährdungen erleben einzelne Forscher*innen (vermehrt)? Wie können sowohl einzelne Forscher*innen als auch Hochschulen (besser) vor möglichen Eingriffen geschützt werden? Auf welche Bedrohungen sollten sich Institutionen/Hochschulen vorbereiten – und wer sind ihre Bündnispartner*innen? Wie kann academia resilienter gemacht werden gegen Angriffe?

Andrea Geier ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Gender Studies an der Universität Trier. Sie ist seit 2010 im Vorstand des Trierer Centrums für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) und war von 2020-2024 im Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien. In den letzten 10 Jahren hatte sie drei Gastprofessuren in den USA inne. Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören deutschsprachige Gegenwartsliteratur, kultur- und literaturwissenschaftliche Gender Studies, Interkulturalitätsforschung und Postcolonial Studies, Rhetorik sowie Literatur im Medienwechsel.

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

09.12.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

In vielen liberalen Demokratien lässt sich derzeit eine autoritäre Wende beobachten: Rechtspopulistische Bewegungen und konservative Gegenreaktionen stellen gesellschaftliche Errungenschaften in Frage, die lange als gesichert galten – insbesondere im Bereich von Diversität und Gleichstellung. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Marginalisierung und Mobilisierung in dieser Phase demokratischer Verunsicherung miteinander verflochten sind. Aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive, wird gezeigt, wie Diskurse um Identität, Zugehörigkeit und „Normalität“ als politische Machtinstrumente wirken. Dabei stehen nicht nur Prozesse der Diskriminierung und Ausgrenzung im Fokus, sondern auch mögliche Strategien, mit denen marginalisierte Gruppen auf diese Herausforderungen reagieren können. Im Zentrum steht die These, dass sich an den sogenannten gesellschaftlichen Rändern neue Formen demokratischer Praxis entwickeln – etwa durch Allianzen zwischen queeren, migrantischen und anderen marginalisierten Communities. Diese Praktiken der Solidarität, Sichtbarkeit und gegenseitigen Unterstützung können als Gegenbewegungen zur autoritären Verengung gesellschaftlicher Räume verstanden werden. Sie eröffnen Perspektiven darauf, wie Demokratie in Krisenzeiten nicht nur verteidigt, sondern transformiert werden kann: durch eine Politik der Vielfalt, Solidarität und geteilten Verantwortung.

Michael Hunklinger ist Politikwissenschaftler und Autor. Derzeit forscht und lehrt er zu den Themen Diversität und Ungleichheit an der Universität Krems.  Zudem arbeitet er in diversen internationalen Projekten, die sich vor allem mit Fragen von politischer Partizipation und Repräsentation von LGBTIQ+ Personen beschäftigen.

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

16.12.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

The talk will be held in English. Questions can also be asked in German.

Abstract

At the beginning of my ethnographic research on and among right-wing trolls on the German-speaking internet, references to the documentary “What Is a Woman?” by US political commentator Matt Walsh kept cropping up. The question “What is a woman?” quickly became a meme that expressed how far a supposed “LGBTQ+ agenda” had shifted the boundaries of certainty. Shortly thereafter, Bijan Tavassoli – at that time still a member of “Die Linke” – took the question to the extreme when he announced his candidacy on a list reserved for women in the Left Party in Hamburg. As a “trans Muslim woman” with a full beard and hijab, the aim of the digital performance, which lasted about a year, was to troll trans-rights activists within the Left Party with their own weapons. The fact that these and similar forms can be seen as part of post-digital, memetic political activism is made clear not least by the numerous imitators – most prominently, most recently, the case of “Marla Svenja Liebich.” My presentation will address various facets of the memification of uncertainty in the debate on trans rights. I am particularly interested in how the uncertainty of current gender debates, which is perceived as threatening, is being mobilized in the sense of metapolitical alliances between the far right and conservative forces in the center. This approach provides insight into the “authoritarian turn” in the form of an emerging ludic fascism.

Speaker

Konstanze N’Guessan is a research assistant at the Department of Anthropology and African Studies (ifeas) at Johannes Gutenberg University Mainz. Her research interests and teaching focus on the fields of (1) nationalism and the nation state, historiography and memory practices, (2) parenthood and childhood, youth welfare offices and free learners (3), the New Right, metapolitics, memes, and humor, (4) (post)-digital anthropology and digital ethnography as well as AI, and (5) play as an epistemic practice and method in ethnology.

In her current research, Konstanze N’Guessan focuses on digital communication practices such as trolling in post-digital political practice.

06.01.2026 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

Insbesondere in Deutschland waren Mobilisierungen ‚gegen Gender‘, von Beginn an mit pädagogischen und bildungspolitischen Themen verknüpft. Dies wird vor allem an den Angriffen auf die geplante Verankerung von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im ‚Bildungsplan 2015‘ und der Skandalisierung der ‚Sexualpädagogik der Vielfalt‘ ab 2013 deutlich. Inzwischen setzen antifeministische und neurechte Agitationen allerdings nicht mehr nur auf öffentliche Demonstrationen und Diffamierungen, vielmehr konzentrieren sie sich zunehmend darauf, in den privaten Bereich der Familienerziehung vorzudringen. Dabei entwickeln sie u.a. über Ratgeberliteratur eine eigene pädagogische Programmatik, die autoritäre Erziehungskonzepte zu retablieren sucht. Der Vortrag beleuchtet, wie Geschlechter- und Sexualitätsfragen diskursiv ins Private der Familienerziehung verschoben werden. Die antifeministisch-autoritäre Ausgestaltung von Familienerziehung wird anschließend als „leise“ Metapolitik (Meyer 2022) der sogenannten ‚Neuen Rechten’ analysiert.

Juno Grenz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Geschlechterforschung des Institut für Erziehungswissenschaften sowie im Forschungsprojekt „Gender 3.0 in der Schule“ an der Europa-Universität Flensburg. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Bildungs- und Subjektivierungstheorien, Queer Theory, Intersektionalität, Diskursforschung, Antifeminismus und Rechtsextremismus. Ihre Dissertation mit dem Titel „Bildung in Zeiten von Antifeminismus“ ist im November 2025 als Open Access im Budrich-Verlag erschienen.

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

13.01.2026 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

Das gegenwärtige Erstarken rechter und autoritärer Kräfte in der Gesellschaft verändert auch die Bedingungen für Hilfe und Solidarität. Viele NGOs, Hilfsorganisationen und solidarische Zusammenschlüsse sehen sich zunehmend Anfeindungen von rechts ausgesetzt und sind bedroht, ihre Finanzierung zu verlieren. Zugleich entstehen gerade in solchen Bedrohungslagen neue Formen des Zusammenhalts, in denen Menschen einander beistehen, Hilfe leisten und vulnerable Personen zu schützen versuchen.
In unserem Input gehen wir anhand von Beispielen aus unserer Forschung der Frage nach, worin die Unterschiede zwischen Hilfe und Solidarität bestehen, wie sich unter autoritärem Druck die Grenzen dessen verschieben, wer mit wem solidarisch ist, und welche Rolle Hilfe und Solidarität in der Zivilgesellschaft spielen, um dem Druck von rechts etwas entgegenzusetzen.

Greta Wagner und Ruth Manstetten arbeiten zusammen in der von der DFG geförderte Nachwuchsforschungsgruppe „Grenzen des Helfens unter Bedingungen multipler Krisen“.

Greta Wagner ist Professorin für Kultursoziologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie forscht derzeit zu Praktiken und Diskursen zivilgesellschaftlicher Hilfe. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen darüber hinaus in der Kultur- und Moralsoziologie, der Emotionssoziologie und der symbolischen Ordnung der Ungleichheit.

Ruth Manstetten ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schwerpunkt für Kultursoziologie an der Goethe Universität Frankfurt. Sie befasst sie derzeit mit der qualitativen Erforschung von Hilfe und Solidarität im Kontext von Krisen und Autoritarismus. Zuvor promovierte sie am „International Graduate Centre for the Study of Culture“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Arbeit zu Erwerbslosigkeit. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Soziologie sozialer Ungleichheit, Kultur- und Moralsoziologie sowie qualitativen Methoden.

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

20.01.2026 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal)

Von der Einschränkung reproduktiver Rechte bis zur Kriminalisierung queerer Existenz. Wie können wir Antifeminismus als Indikator und Wegbereiter einer autoritären Wende verstehen? 
Der Vortrag analysiert die Kontrolle über weiblich gelesene und queere Körper – sei es durch die Einschränkung körperlicher und sexueller Selbstbestimmung oder die Zementierung traditioneller Geschlechterrollen – als zentrales Werkzeug antifeministischer Ideologien. 

Alia Wielens (sie; ihr) ist Soziologin (M.A.) und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FAU Erlangen-Nürnberg. In Ihrer Dissertation forscht sie aktuell zur Frage diverser Erinnerungen an französischen Gedenkstätten. Ihre Interessensschwerpunkte sind u.a. die Erforschung von Gedenken und Erinnern, feministische Geschlechterforschung und Extreme Rechte. 

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.

28.01.2026 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) (Attention, this time on Wednesday!)

Ort: Fakultätssaal (Raum 01-185) im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.



During the 2024–25 winter semester, the Lunch Lectures were held in at Faculty 05 – Philosophy and Philology in collaboration with the Mainz School of Law on the topic “Law and Justice: Interdisciplinary Perspectives on Gender and Power Relations”.

Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

In diesem Vortrag möchte ich dafür argumentieren, dass Einstellungen, Handlungen, Praktiken, Institutionen dann sexistisch sind, wenn sie ein Gender-Weltbild stabilisieren, demzufolge so genannte echte Männer legitimerweise mehr soziale Macht besitzen als andere Personen. Diese Auffassung lässt zu, dass auch nichtbinäre und trans Menschen von Sexismus betroffen sind, Sexismus gegenüber (einer bestimmten Art von) Männern wird dagegen begrifflich unmöglich. Ich werde behaupten, dass wir diese Auffassung, mit ihren überraschenden Implikationen, akzeptieren sollten, weil sie moralisch und politisch fruchtbar ist.

Christine Bratu ist Professorin für Philosophie mit einem Schwerpunkt in der Genderforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie forscht zu Fragen der analytischen feministischen Philosophie und der politischen und praktischen Philosophie.

13.11.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Dieses Jahr wurde das Selbstbestimmungsgesetz erlassen. Dieses ermöglicht es Menschen frei über ihre Geschlechtsidentität und ihre Vornamen zu entscheiden. Das Transsexuellengesetz, das nur unter sehr strengen und belastenden Voraussetzungen eine binäre Geschlechtskorrektur ermöglichte, wurde damit abgeschafft. Die rechtliche Normierung der Geschlechtsidentität und der Zugriff auf den Körper werden mit dem Selbstbestimmungsgesetz von einer Fremdbestimmungs- in eine Selbstbestimmungslogik transformiert. In dem Vortrag werden diese Entwicklungen nachgezeichnet, die aktuelle Rechtslage und Reformbedarf erläutert.

Cara Röhner ist Professorin für Soziales Recht als Gegenstand der Sozialen Arbeit an der Hochschule RheinMain. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Recht und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse, Antidiskriminierungs-, Arbeits-, (europäisches) Sozial- und Verfassungsrecht, Wohnen und Vergesellschaftung, geschlechtergerechte Demokratie und Klimaklagen von Kindern und Jugendlichen. Ihre Promotion „Ungleichheit und Verfassung. Vorschlag für eine relationale Rechtsanalyse“ wurde vielfach ausgezeichnet. Zudem ist sie als Referentin für Sozialrecht und Arbeits- und Gesellschaftsrecht bei der Vorstandverwaltung der IG Metall tätig.

November 25, 2024 | 6:15 pm | Muschelkino

FEMINIST REPORTING FILM ON #MeToo | Megan and Jodi, two New York Times journalists, receive information about sexual assault perpetrated by Hollywood producer Harvey Weinstein. The two embark on the most important investigation of their careers, contributing to the emergence of the #MeToo movement.

In SHE SAID, based on the non-fiction book of the same name, director Maria Schrader (“Unorthodox”) carefully reconstructs how the two reporters fight against a culture of cover-ups and concealment and tirelessly try to persuade those affected to testify in order to uncover the structures of abuse of power and sexualized violence in the film industry.

Director: Maria Schrader | Screenplay: Rebecca Lenkiewicz | Cinematography: Natasha Britell | Editing: Hansjörg Braier | Music: Natasha Britell | Cast: Carey Mulligan, Zoe Kazan, Patricia Clarkson, André Braugher, Jennifer Ehle and others.

The Film will be shown in the original English with German subtitles.

On the occasion of the International Day against Violence against Women, the film screening will be followed by a discussion with the Frauenennotruf Mainz e.V. as a specialist unit on the subject of sexualized violence and the Equality and Diversity Office.

November 27, 2024 | 12:15 pm | Philosophicum (faculty hall) and online

What is conflict-related sexual violence? This lecture introduces key legal and sociological concepts of sexual violence in armed conflict, and examines the challenges of conceptualizing these forms of war-time violence. It then explores key explanatory frameworks, focusing on so-called “social constructionist” approaches. It shows how these sociological explanatory frameworks offer important insights about the social dimensions of sexual violence in war and peace. These insights, it argues, provide the basis for building more adequate concepts and explanations of conflict-related sexual violence.

Kirsten Campbell is an interdisciplinary scholar of law and sociology. Her research investigates conflict-related gender-based violence, transitional and international criminal justice, focusing on sexual violence and international criminal law. She has worked on policy and practice in this area with NGOs, governments, and the UN. She is a member of the Sexual Violence in Armed Conflict international research group, co-directs the Unit for Global Justice and convenes the Gender of Justice research group.

The talk will be held in English. Questions can also be asked in German.

04.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Ein gängiges Diktum der moralischen Auseinandersetzung mit sexuellen Handlungen besagt, dass eine sexuelle Handlung moralisch in Ordnung ist, wenn alle an ihr Beteiligten in sie eingewilligt haben. Tatsächlich gibt es aber manchmal Umstände, in denen eine solche Einwilligung vorliegt und man trotzdem den Eindruck hat, dass eine sexuelle Handlung nach wie vor problematisch ist. Im Vortrag wird es darum gehen, diese Problematik auszuloten und darzulegen, was daraus für die Grundidee der Einwilligung im Bereich sexueller Handlungen folgt.

Almut Kristine von Wedelstaedt arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld. Sie ist dort zuständig für die akademische Geschäftsführung sowie für Studienorganisation und Studiengangsentwicklung. Philosophisch arbeitet sie im Bereich der Praktischen Philosophie, momentan meist zu Fragen der Sexualphilosophie.

11.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Die akademische Philosophie hat trotz zunehmender Gerechtigkeitsbestreben ein hartnäckiges Diversitätsproblem: im Vergleich zu anderen Geisteswissenschaften sind Frauen und andere Minderheiten noch immer stark unterrepräsentiert. Dieser Vortrag stellt verschiedene Formen epistemischer Ungerechtigkeit, in denen Personen in ihrer Kapazität als Wissende geschädigt werden, als mögliche Erklärungsansätze vor. Diese Dysfunktionen in fundamentalen epistemischen Praktiken schädigen die Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit der betroffenen Gruppen auf systematische Weise und tragen damit zu ihrer Unsichtbarkeit und Marginalisierung bei.

Jana Tabea Stern ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden und im Vorstand von SWIP Germany aktiv. Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes “Bildersturm: Frauen in der Philosophie sichtbar machen und neue Vorbilder etablieren” promoviert sie zu Epistemischer Ungerechtigkeit und männlichem Nichtwissen in der akademischen Philosophie.

18.12.2024 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Der Input behandelt das bislang noch wenig beleuchtete Phänomen der geschlechtsspezifischen psychischen Gewalt. Neben psychischen Folgen, die Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt z. B. nach sexualisierter Gewalt, erleiden können, kann psychische Gewalt auch direkt und nicht bloß als Folge geschlechtsspezifischer Gewalt gegen sie gerichtet werden. Es soll dargelegt werden, wie dieses Phänomen vom Strafrecht erfasst wird und welche Auswirkungen dies auf die Rechtspraxis und Wirklichkeit hat. Dabei werden völker- und europarechtliche sowie rechtsvergleichende Bezüge hergestellt. Im Anschluss sollen die begrenzte Funktion, das Potential sowie eine ggf. notwendige Reform des Strafrechts diskutiert werden.

Dilken Çelebi hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Jura studiert. Nach dem 1. Staatsexamen absolvierte sie einen LL.M. in Transnational Crime and Justice am United Nations Interregional Crime and Justice Research Institute der University of Peace in Turin. Danach hat sie eine Doktorarbeit angefangen, seither ist sie Doktorandin im Völkerstrafrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Für die Dissertation absolvierte sie Forschungsaufenthalte an der American University Washington College of Law, an der New York University und an der Stanford University. Seit 2024 ist sie Rechtsreferendarin am Kammergericht Berlin.

15.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

„Getötet, weil sie eine Frau ist“ – klingt einfach, aber was genau ist damit gemeint? Das Konzept Femi(ni)zid verweist auf Sexismus und Misogynie im Kontext tödlicher Gewalt gegen Frauen. Bei differenzierter Betrachtung der damit benannten Gewaltphänomene aus einer queerfeministisch-intersektionalen Perspektive zeigen sich die Limitationen des Begriffs; insbesondere, wenn dieser für Statistiken oder im Strafrecht genutzt werden soll. Ich plädiere für ein Verständnis von Gewalt, das die vergeschlechtlichten Strukturen und Logiken hinter der Gewalt bearbeitet, anstatt vorrangig auf das Opfergeschlecht zu fokussieren.

Sabine Patricia Maier studierte Sozialwissenschaften (Medien, Politik, Gesellschaft) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Interdisziplinäre Lateinamerikastudien (Schwerpunkt Gender Studies) an der Freien Universität Berlin. Anschließend arbeitete sie als Mitarbeiterin in der Stabsstelle Gleichstellung und Integration in Tübingen, als Lehrbeauftragte an der Hochschule Esslingen und als freiberufliche wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis e.V.. Seit 2022 ist sie akademische Mitarbeiterin am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen und forscht dort zu Femiziden in Deutschland.

22.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Feministische Wissenschaftlerinnen weisen seit den 1970er Jahren darauf hin, dass der Staat nicht neutral ist, dass er nicht Ausdruck des Gemeinwohls ist, sondern dass er patriarchalisch ist. Vor allem wurde das staatliche Gewaltmonopol als ein Mythos identifiziert – denn der Staat schützte lange Zeit Personen, die in der Privatsphäre verortet wurden, nur unzureichend vor Gewalt: Partnergewalt gegen Frauen wurde strafrechtlich nicht geahndet. Der Staat ist daher ein geschlechtsspezifisches Gewaltverhältnis zu bezeichnen. Mit der Entstehung moderner staatlicher Verwaltungen, Institutionen und Normen wurden außer Geschlecht weitere Ungleichheitsverhältnisse in den Staat eingeschrieben: Produktions- und Klassenverhältnisse, heteronormative Privilegienstrukturen sowie ethnisierte und rassifizierte Ungleichheitsstrukturen.

Birgit Sauer war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2022 Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind feministische Staatstheorie, Politik und Emotionen, autoritäre Rechte und Geschlecht.

29.01.2025 | 12:15 | Philosophicum (Fakultätssaal) und Online

Bis heute vertrauen viele Menschen auf die abschreckende Wirkung von Strafen. Auch feministische Gruppen und Institutionen fordern mitunter höhere Strafen für sexuelle Übergriffe oder die Einführung neuer Straftatbestände z.B. für Catcalling. Sie gehen davon aus, dass vergeltende Maßnahmen sinnvolle Mittel im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt sind. Dieser Annahme widersprechen (strafrechts-)abolitionistische Feminist*innen. Geschlechtsspezifische Gewalt gründet ihnen zufolge in struktureller Ungerechtigkeit und struktureller Ungerechtigkeit kann prinzipiell nicht mit strafrechtlichen Mitteln beigekommen werden kann. Denn die vergeltende Gerechtigkeit des Strafrechts individualisiert Schuld und kann nur auf isolierte Taten reagieren. Gesellschaftliche Strukturen liegen außerhalb des Arbeitsbereichs des Strafrechts. Strafrechtskritische Feminist*innen entwickeln deshalb alternative Begriffe von Gerechtigkeit, die auf die Widergutmachung der Verletzung des Opfers (Restorative Justice) und/oder die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen zielen, die geschlechtsspezifische Gewalt ermöglichen (Transformative Justice). Im Vortrag sollen einige dieser Perspektiven auf Gerechtigkeit vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Liza Mattutat ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Seit 2021 arbeitet sie als Postdoc im Graduiertenkolleg “Kulturen der Kritik”, in dessen Rahmen sie zwischen 2016 bis 2019 bereits promovierte. Ihre Dissertation erschien 2022 als “Emanzipation und Gewalt. Feministische Rechtskritik mit Karl Marx, Jacques Derrida und Gilles Deleuze” bei J.B. Metzler. Von 2015-2016 war Liza Mattutat Mitglied der Nachwuchsforschungsgruppe “Jenseits einer Politik des Strafens”, die an der Uni Kassel das retributive Straf- und Gefängnissystem problematisierte und alternative Perspektiven auf Gerechtigkeit erforschte. Ihre Forschungsinteressen liegen in feministischer Theorie, Rechtsphilosophie und K/kritischer Theorie.

Emotional challenges, phases of upheaval and structural conditions create tension between academia/programs of study and caring responsibilities. Questions about compatibility and ways of dealing with this are explored in the events in the series “No (one) care(s)? An information and exchange series on care work and university”.

The events are organized in close cooperation with the JGU’s Family Services Center and offer both expert guidance and space for an informal and confidential exchange for students, doctoral candidates and employees who find themselves in the daily balancing act between university and caring responsibilities.

News about the series’ upcoming events will be provided as soon as possible.

Under the following link you will find the annual program of the event series as PDF.

Wie auch bei der Ersten Hilfe soll die Letzte Hilfe Wissen zur Unterstützung und Hilfe in ungewohnten und manchmal schwierigen Situationen vermitteln. Die meisten von uns übernehmen früher oder später Sorgeverantwortung. Das können Eltern, Kinder oder Geschwister, aber auch Nachbar*innen oder Freund*innen sein, die plötzlich aufgrund von (unheilbarer) Krankheit oder schlichtweg des Älterwerdens auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Teil dieser Art von Sorgearbeit ist häufig auch das Abschied nehmen und der Prozess der Sterbebegleitung, der sowohl den Pflegebedürftigen als auch deren Angehörigen viel körperliche und emotionale Arbeit abverlangt.

Der Letzte-Hilfe-Kurs widmet sich dem Sprechen über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens. Natürlich werden auch Informationen zu Patient*innenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz thematisiert. Es werden mögliche Beschwerden besprochen, die Teil des Sterbeprozesses sein können, und wie Angehörige bei der Linderung unterstützt werden können. Auch wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied nehmen kann und wo die eigenen Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Seminarinhalte:

  • Sterben ist Teil des Lebens
  • Vorsorgen und Entscheiden
  • Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern
  • Abschied nehmen

Der Kurs richtet sich an alle, die sich über die Themen rund um Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.

In unserem hektischen Alltag tragen viele Menschen eine unsichtbare Last, die oft übersehenwird: den Mental Load. Diese mentale Belastung umfasst die ständige Organisation und Koordination von Aufgaben im Berufs- und Privatleben, die häufig zu Stress und Erschöpfung führen. Besonders betroffen sind oft Frauen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit auch einen Großteil der Familienorganisation übernehmen.Der Druck, im Job und Zuhause an so viele Dinge gleichzeitig denken zu müssen und für alles verantwortlich zu sein, wirkt sich negativ auf die Gesundheit und finanzielle Situation aus. Wie kann Mental Load fair geteilt werden?

Inhalte des Workshops:

  • Einführung in das Konzept des Mental Loads: Was ist Mental Load und wie entsteht er?
  • Selbstreflexion: Analyse der eigenen mentalen Belastungen und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden
  • Kommunikation und Delegation: Effektive Techniken, um Aufgaben fair zu verteilen und die Kommunikation in der Familie oder im Team zu verbessern.
  • Stressmanagement: Praktische Übungen und Methoden zur Stressbewältigung und Förderung der Resilienz.

Die Referentin Katja E. Rickert ist Prozessberaterin, Trainerin, Coach, Mediatorin, INQA-Coach und Zweigstellenleiterin Rheinhessen-Nahe (Mainz) bei Arbeit und Leben gGmbH.

These two workshops are meant for doctoral candidates who are faced with the challenge of combining doctorate and family. On the one hand, we address the tension between academic work and family, and on the other, we work on practical everyday issues relating to the compatibility of doctorate and family.
By the end, participants should have gained a new awareness of their situation and know what they can change in their everyday lives in order to stay motivated and make consistent progress with their doctorate.

Welchen Stellenwert hat meine Promotion aktuell? Wie schaffe ich mir eine sinnvolle Struktur, um regelmäßig an der Dissertation zu schreiben? Wie entwickle ich eine Routine, um auch in schwierigen Phasen dranzubleiben? Wer und was hilft mir dabei?

Die Teilnehmer*innen
• identifizieren ihre persönlichen Ressourcen für die Promotion
• diskutieren die Verteilung von Aufgaben, Verantwortung und mental load in der Partnerschaft
• erarbeiten konkrete Strategien, um im Familienalltag Raum für die Promotion zu schaffen

Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.

These two workshops are meant for doctoral candidates who are faced with the challenge of combining doctorate and family. On the one hand, we address the tension between academic work and family, and on the other, we work on practical everyday issues relating to the compatibility of doctorate and family.
By the end, participants should have gained a new awareness of their situation and know what they can change in their everyday lives in order to stay motivated and make consistent progress with their doctorate.

Unter welchen strukturellen Voraussetzungen findet meine Promotion mit Kind(ern) statt? Welche Erfahrungen habe ich bisher gemacht und wie stelle ich mir meinen (weiteren) Promotionsweg mit Kind vor?

Die Teilnehmer*innen
• setzen sich mit dem Konzept der Vereinbarkeit kritisch auseinander
• reflektieren sich gemeinsam im Spannungsfeld Wissenschaft und Familie
• werden sich über eigene und fremde Erwartungen an ihre Rollenvielfalt bewusst

Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.

Ein Pflegefall kann schnell und unerwartet eintreten. Was kommt auf mich zu, wenn z.B. die Eltern älter werden und Hilfe oder Pflege benötigen? An wen kann ich mich wenden, wer bietet Unterstützung an? Der Workshop bietet einen Überblick darüber, welche Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten existieren, welche Rechte und Ansprüche pflegende Angehörige haben und wie häusliche Betreuung und Pflege organisiert werden können. Auch die Frage nach der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bzw. Studium stellt viele Pflegende vor eine große Herausforderung. Neben Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur Finanzierung von Pflege und einem Überblick über unterschiedliche Angebote zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen ist Zeit und Raum gegeben, um persönliche Frage der Teilnehmer*innen zu klären.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, Promovierenden und Beschäftigten der JGU, die Angehörige betreuen oder pflegen sowie an diejenigen, die sich auf diese Situation vorbereiten möchten.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf max. 14 Personen beschränkt. Anmeldungen sind ab sofort über das PE-Weiterbildungsportal möglich. Studierende und Promovierende, die sich bisher noch nicht bei ANTRAGO angemeldet haben, müssen sich einmalig einen Account anlegen, der dann auch zukünftig für die Anmeldung zu Veranstaltungen über das Weiterbildungsportal genutzt werden kann.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

The support group is part of “NO (ONE) CARE(S)?! Information and exchange series on care work and university” and is organized by the JGU’s Family Services Center in close cooperation with the Equality and Diversity Office of JGU and in cooperation with Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP and KISS Mainz.

Wie wirken sich Geschlechterverhältnisse auf das individuelle Wohlbefinden und Karriereperspektiven an der Hochschule aus? Ausgehend von Ergebnissen der Empowerment- und Resilienz-Forschung werden die Zuhörenden eingeladen, Wege zur Überwindung struktureller Barrieren zu explorieren. Zusätzlich werden individuelle Möglichkeiten zur Verbesserung und Aufrechterhaltung des (psychischen) Wohlbefindens diskutiert.

Dr. med. Amma Yeboah ist Psychodynamische Supervisorin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt gendersensible, psychiatrisch psychotherapeutische Versorgung. Als Dozentin fokussiert sie intersektionale Perspektiven in der Medizin und Psychotherapie. Sie studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Critical Whiteness und Empowerment Trainerin bei Phoenix e.V., promovierte an der Charité, Universitätsmedizin Berlin und schloß die Zertifizierung zur Psychodynamischen Supervision und Coaching bei inscape international, Köln ab.

The program is aimed at all female academics from the early doctoral phase onwards.

It offers workshops designed to foster the development of key competencies relevant to academic careers, tailored to different career stages and open to all disciplines.

In addition, accompanying advising and coaching formats are provided to support the long-term retention of women in academia. A particular emphasis is placed on ensuring an intersectional perspective throughout the program.

Upcoming events can be found on the German version of this website, as all events planned so far for the winter term 2026/27 will be held in German.


Seminarbeschreibung:

Kommunikation ist ein entscheidender Baustein im beruflichen Alltag. Die Selbstverständlichkeit sich selbst zu präsentieren und eigene Standpunkte und Stärken souverän zu vertreten, erfordert Wissen und Mut, spontan und schlagfertig zu agieren. Die Teilnehmerinnen lernen Ihren eigenen Gesprächsstil kennen um sicher und selbstbewusst zu kommunizieren. Dies ist Grundlage dafür, um im Gespräch souverän aufzutreten, seine Meinung zu vertreten und dadurch nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Schlagfertigkeit und ein souveräner Umgang mit kritischen Fragen werden durch praktische Übungen trainiert und durch individuelles Feedback bewusst erlebbar. Dies befähigt Sie, spontan und schlagfertig im Gespräch zu überzeugen.

Inhalt:

  • Regeln schlagfertiger Kommunikation
  • Spontan sein – wie geht das
  • Authentischen Redestil stärken und Souveränität erhöhen
  • Wahrnehmungsschulung, Regeln erkennen – Zeichen setzen
  • Umgang mit kritischen Fragen
  • Atem bewusst nutzen, der Stimme Kraft und Ausdruck verleihen
  • Individuelles Feedback

Methoden:

  • Input in Kurzvorträgen
  • Einzel- und Kleingruppenübungen
  • Training in Fallbeispielen
  • Individuelles Feedback
  • Kollegialer Austausch

Wann:

  • Dienstag, der 7.10.2025
  • von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Format:

  • Online-Workshop via Zoom

Referentin:

Sabine Scheerer ist Spezialistin für Gender, Body Talk und kongruente, sichere Selbstpräsentation. Als ausgebildete Pantomime, Schauspielerin und Sängerin steht sie seit über 25 Jahren auf der Bühne und engagiert sich seit 30 Jahren als Trainerin für Präsenz und Präsentation. Seit 2010 teilt sie als Trainerin ihre Erfahrungen in der Kompetenzentwicklung mit Wissenschaftler:innen bei Impulsplus.

Anmeldung und Kontakt: prowewin@uni-mainz.de

Soziale Medien sind Werkzeuge der Kommunikation und der Vernetzung und vor allem der Wissenschaftskommunikation. Sie ermöglichen es Forschenden, aus ihren laufenden Projekten zu berichten, über Orts- und Zeitgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu bleiben. So können die sozialen Netzwerke zu einer Chance für Forschende werden, sich ein öffentliches Profil mit Expert:innenstatus und Haltung zu erarbeiten. Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien wird zum Beispiel für Sozialwissenschaftler:innen immer relevanter, denn deren Forschungsergebnisse haben oft politische Konsequenzen und Einfluss auf gesellschaftliches Handeln. In den Geistes- und Kulturwissenschaften bieten soziale Medien die Chance, zu zeigen, wie die wissenschaftliche Arbeit funktioniert und welche Relevanz die beforschten Themenbereiche haben. Doch viele Forschende tun sich schwer, geeignete Inhalte ihrer Wissenschaft für soziale Medien zu identifizieren oder einen weiteren Aspekt zu bedienen: denn die Nutzenden in sozialen Netzwerken – anders als in wissenschaftlichen Studien – erwarten oft auch einen “persönlichen Touch” von den Autor:innen. Daraus entstehen vielleicht individuell Ängste (z.B. vor Übergriffen im Netz) oder fachliche Bedenken, wenn von einer textbasierten Fachkultur auf andere Erzählmedien gewechselt werden soll. Aber: Die sozialen Medien bieten vielfältige Formate, um Wissenschaft multimedial zu erzählen. Und an vielen Universitäten existieren mittlerweile Handreichungen und Hilfsangebote.

Verhandlungen meistern und überzeugen – auch gegen unsichtbare Hürden
Als vielleicht ungeübte Verhandlerin ist es herausfordernd, sich gegen soziale und erlernte Erwartungen durchzusetzen. Frauen verlangen in Gehaltsgesprächen durchschnittlich 16 % weniger als männliche Personen. Sie betreiben sogenanntes Downgrading, d. h. sie verkaufen ihre Leistung unter Wert, obwohl sie meist bestens ausgebildet sind.
Doch das muss nicht so bleiben! In dem Workshop werden gezielte Strategien und praktische Methoden erlernt, um selbstbewusst und erfolgreich zu verhandeln. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete Techniken und üben diese direkt ein – für einen zukünftig souveränen Auftritt.
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:

  • Da kann ich mir nichts von kaufen! Verhandlungssimulation
  • Gender Negotiation Backlash: Bin ich als Frau eine schlechtere Verhandlerin?
  • Great Deal! Verhandlungssimulation
  • Trouble-shooting: Live-Coaching

Nicht erst seit der Erfindung des Science Slams ist es für Wissenschaftler:innen wichtig, in wenigen Sätzen die Kernpunkte der eigenen Forschung zusammenfassen zu können. Science Pitch ist eine Form der Wissenschaftskommunikation – und Wissenschafts-kommunikation schafft eine Verbindung zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie macht Wissenschaftlerinnen bei wichtigen Bezugsgruppen wie Mittelgeber:innen, Expert:innen und Multiplikator:innen bekannt und ist von zunehmender Bedeutung für den Erfolg von Forschungsanträgen und Karrierewegen in der Wissenschaft. Während es beim Science Slam durchaus kurzweilig sein darf, ist es in anderen Kontexten (zum Beispiel Berufungsverhandlungen oder Akquise von Drittmitteln) eher zielführend, präzise und ernst zu bleiben. Entscheidend für den Erfolg ist, dass der Pitch adressaten- und zielorientiert abgefasst ist und den Kontext berücksichtigt: ein Pitch für die Gründung eines Start-ups vor Investor:innen wird anders gestaltet als ein Pitch auf einer Fachkonferenz am Bistrotisch mit Fachkolleg:innen.

Inhalte

Im Workshop fokussieren wir auf die Grundstrukturen dieser Form der Wissenschaftskommunikation:

  • Kernideen herunterbrechen – Komplexität reduzieren
  • Welche (Fach-)Begriffe müssen bleiben – welche kann ich wie ersetzen?
  • “Es geht nicht um mein Thema, sondern um mich” – Pitch zum persönlichen
    professionellen Profil
    In aktiven Übungen mit Feedback lernen die Teilnehmerinnen, ihre Forschungsvorhaben
    inhaltlich zu verdichten und die Komplexität zu reduzieren. Dafür ist es notwendig, dass sie
    das eigene Forschungsvorhaben für die Workshoparbeit nutzen

Ziele

Die Teilnehmerinnen

  • können ihre wissenschaftlichen Inhalte in einer Struktur präsentieren, die für
    fachfremdes oder nicht-wissenschaftliches Publikum nachvollziehbar ist
  • können adressatenorientiert ihr Thema für verschiedene Ziele und Formate in der
    Wissenschaftskommunikation aufbereiten
  • sind in der Lage, sich selbst und ihr professionelles Profil adressaten- und zielorientiert
    vorzustellen

Ob im Alltag, im professionellen Umfeld oder im Sport: Frauen und Menschen aus vulnerablen Gruppen sind regelmäßig mit sexistischen und/oder diskriminierenden Aussagen und Verhaltensweisen konfrontiert. Regelmäßige Angriffe und Rechtfertigungsdruck sind gerade bei den Themen Gender, Gleichberechtigung oder Female Leadership keine Seltenheit.
Diese zu erkennen, zu benennen und sich dagegen kommunikativ abzugrenzen oder gar zur Wehr zu setzen, ist Ziel dieses Workshops. Für sich und für andere als Bystander oder Ally. Neben einem fundierten Verständnis zu Diskriminierung, Sexismus und ihren Auswirkungen
vermittelt der Workshop vor allem praxisorientierte, kommunikative Instrumente. Diese helfen, verbale Angriffe sicher zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren – sei es in einer Besprechung, im Sportverein oder im privaten Umfeld.
Dadurch gewinnen Teilnehmende mehr Sicherheit und Argumentationswissen für ihre nächste Diskussion und fühlen sich in ihrer professionellen Rolle und deren Durchsetzung bestärkt (Empowerment).
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:

  • Ist das schon Sexismus? Intro und Raumaufstellung
  • I hear you, I feel you! Empathisches Diskutieren
  • A cookie for your thought: Schlagfertigkeitstraining im Umgang mit Sexismus
  • Trouble-shooting: Live-Coaching

In Deutschland spielt die soziale Herkunft noch immer eine große Rolle für den Bildungsweg: Die Wahrscheinlichkeit, mit der sich junge Erwachsene für oder gegen ein Studium oder eine Promotion entscheiden, steht oft in Zusammenhang mit dem Bildungsstand der Eltern. Der Grund ist hier selbstverständlich nicht die fehlende Begabung, sondern das Fehlen von Vorbildern in der Familie und oft auch an den Hochschulen – der Zugang zu notwendigen Informationen ist hier ungleich schwieriger. Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de unterstützt Studieninteressierte und Studierende der ersten Generation dabei, erfolgreich zu studieren. Studierende der ersten Generation bringen vielfältige Stärken und Kompetenzen wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Flexibilität und Mut mit. All diese Eigenschaften können während des Studiums vielfältig eingebracht werden. In diesem Workshop-Angebot von ArbeiterKind.de geht es darum, mit Hilfe von Biographiearbeit diese Stärken und Kompetenzen zu erkennen und als Ressourcen zu nutzen, um den eigenen Weg selbst gestalten zu können.

Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,

  • wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
  • wie sie ihre individuellen Stärken erkennen.
  • wie sie ihre Kompetenzen gewinnbringend einsetzen.
  • wie sie Netzwerke finden und für sich nutzen können.

Was heißt es, als Erste:r in der Familie zu studieren und welchen Hürden und Herausforderungen begegnen Studierende der ersten Generation? Aus der Praxissicht der Zielgruppe führt ArbeiterKind.de in das Thema Soziale Herkunft und Bildungsgerechtigkeit ein. ArbeiterKind.de und die Arbeit mit der Zielgruppe werden vorgestellt, eine Reflektion der eigenen Bildungsgeschichte führt zum Nachdenken über eigene Privilegien oder Hürden. In einem Arbeitsteil werden Herausforderungen gesammelt und durch die Expertise aus der 17-jährigen Tätigkeit von ArbeiterKind.de ergänzt und eingeordnet. Der Blick wird geweitet auf die Potenziale, die Erstakademiker:innen mitbringen. In einem abschließenden Teil können nach Absprache Lösungsansätze für den eigenen Arbeitsbereich entwickelt werden, die mit best practices aus dem Wissen von ArbeiterKind.de ergänzt werden.

Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,

  • wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
  • welche Hürden und Herausforderungen für Studierende der ersten Generationen bestehen.
  • welche Stärken und Potentiale Erstakademiker:innen durch ihren Hintergrund mitbringen.
  • welche Handlungsansätze für Hochschulangehörige bestehen um Erstakademikerinnen gezielt unterstützen zu können.

Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).

Ziele und Inhalte

In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.

Methoden:

  • Input via Selbstlernvideo
  • Illustrationen an Beispielmaterialien
  • Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
  • Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
  • Übung mit Beispielinterviewfragen
    Begleitende Materialien
  • Handout zum Video
  • Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
  • 2 Beispiel-CVs
  • Beispiellehrkonzept
  • Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
  • Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen

Together with the Equality Office of Mainz University of Applied Sciences and other partners such as the Queer* Referat and Muschelkino/FILMZ e.V., the Office for Equality and Diversity is organizing a series on solidarity.

It’s Possible: Through film and a lecture, we aim to explore queer, feminist, and solidarity-based practices.

Mittwoch, 29. April Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | Island, USA 2024 | 70 Min.

Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag frei nehmen würde…

Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder: Sie verließen Büros, Fabriken und Geschäfte, kümmerten sich weder um Haushalt noch um Kinder und brachten das Land für einen Tag zum Stillstand. Ihr Ziel war es, die Bedeutung ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gegen die Ungleichheit der Geschlechter zu protestieren.

Die Dokumentation „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) erzählt diese Geschichte 50 Jahre später aus der Perspektive der Aktivistinnen selbst. Mit Witz und persönlichen Erinnerungen entsteht ein lebendiges Bild dieses historischen Streiks und ein inspirierender Blick auf die Kraft kollektiven Handelns.

Trailer: EIN TAG OHNE FRAUEN – Trailer OmU German | Deutsch

Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | England, 2014 | 120 Min.

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

Trailer: PRIDE Trailer

In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.

Im Sommer 1984 stehen die britischen Minenarbeiter im Streik gegen Zechenschließungen und Privatisierung, die von der Regierung unter Margaret Thatcher vorangetrieben werden. Unterstützung kommt aus unerwarteter Richtung: Die Initiative „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) sammelt beim Gay-Pride-Marsch in London Geld für die Familien der Streikenden.

Zunächst stößt dieses Engagement auf Ablehnung, bis ein walisisches Dorf sich doch dazu entschließt, die Hilfe anzunehmen. Eine kleine Gruppe der LGSM reist daraufhin zu den Streikenden, aber stößt anfangs auf Misstrauen und Vorurteile. Doch nach und nach entsteht eine solidarische Verbindung zwischen den ungleichen Gruppen.

Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie „Pride“ erzählt von Arbeitskämpfen, Homo- und Queerfeindlichkeit, auch im Kontext der frühen Aids-Krise, und davon, wie Solidarität Grenzen überwinden kann.

Mittwoch, 20. Mai |Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz

Global ist rechte, autoritäre Politik auf dem Vormarsch. Antifeminismus und der Kampf gegen „Wokeness“ sind zu rechtspopulistischen Kernelementen avanciert. Was lässt sich dagegenhalten? Kann Solidarität trotz der vielen inhaltlichen und intersektionalen Unterschiede innerhalb feministischer Bewegungen gelingen? 

Ja, denn unbedingte Solidarität unter Ungleichen ist notgedrungen konfliktiv und ist bedingungslos, insofern sie keine geteilten Erfahrungen und Identitäten voraussetzt. Sie lässt Differenzen und Dissonanzen nicht nur zu, sondern hat sie sogar zur Voraussetzung. Die Unbedingtheit von Solidarität muss nicht zuletzt auch in einem emphatischen Sinne betont werden: Sie ist in diesen Zeiten unbedingt notwendig.

Lea Susemichel, geboren in Worms und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies an der Universität Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Autorin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie u. a. zu den Themen Identitätspolitik, Solidarität, feministische Theorie & Bewegung, feministische Kunst & Ästhetik sowie emanzipatorische Medienpolitik. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.

Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: tba

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA, 1990 | 71 Min.

Der US-amerikanische Dokumentarfilm Paris Is Burning (1990) von Jennie Livingston gewährt einen Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Der Film zeigt zentrale Solidaritätsstrukturen der queeren Szene, darunter die sogenannten Houses: von „Müttern“ geführte Wahlfamilien, die jungen Menschen ein Zuhause bieten, die von ihren eigenen Familien verstoßen wurden.

Im Zentrum stehen die „Balls“: opulente Tanz- und Kostümwettbewerbe, bei denen die Teilnehmer*innen durch den Ballsaal gehen und von Juror*innen anhand der „Echtheit“ („realness“) ihrer Drag-Darbietungen, ihrer Tanzkünste oder der Schönheit ihrer Kleidung bewertet werden.

Paris Is Burning porträtiert eine lebendige sowie kreative Subkultur und ist zugleich ein eindringlicher Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein kämpferischer Appell für Sichtbarkeit, Würde und Gleichberechtigung.

Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (italienisches Original mit deutschen Untertiteln)

Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien, 2023 | 134 Min.

Der 17-jährige Gianni wohnt bei seiner Mutter Lina und wird in seinem Ort wegen seiner Homosexualität angefeindet. Bei einem Unfall mit seinem Moped lernt er den 16-jährigen Nino kennen, der seinem Vater öfter bei seinem Feuerwerk-Geschäft hilft. Zwischen den zwei jungen Männern entwickelt sich langsam eine romantische Beziehung, was für ihre konservativen Familien ein großes Problem darstellt.

Im Pride-Month zeigen wir in Kooperation mit dem Muschelkino den Coming-of-Age-Film ‘Fireworks’, der von einem Doppelmord an zwei jungen, schwulen Männern inspiriert wurde. Dieser war für die italienische Homosexuellenbewegung von großer Bedeutung und führte Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“, der bis heute fortbesteht.

Trailer: MQFF33 – Fireworks TRAILER

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