Die interdisziplinären Lunch Lectures „Denkanstöße – Food for Thought“ geben einen Einblick in aktuelle (Forschungs-)Fragen und machen so Gender (Studies) Perspektiven, auch in ihrer Verschränkung mit anderen Macht- und Herrschaftsverhältnissen, sichtbar. Nach einem ca. 25-minütigen Impulsvortrag wird in lockerer Runde diskutiert.
Alle, die sich für Themen rund um Geschlecht und Intersektionalität interessieren, sind herzlich dazu eingeladen, sich status- und disziplinübergreifend auszutauschen und in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Tee zu vernetzen.
Please, bring your own lunch!
Im Sommersemester 2026 finden die Lunch Lectures in Kooperation mit dem Alle FLINTA*-Referat und dem Queer*-Referat des AStA statt.
Den Zugangslink für die Online-Teilnahme stellen wir an den jeweiligen Veranstaltungstagen in den Terminen auf dieser Homepage bereit.
Dienstag, 05.05.2026 | 12:15 | Hybrid
Menstruierende leisten alltäglich Vor- und Fürsorge und erfahren gleichzeitig, wie Sorge unsichtbar gehalten, eingeschränkt oder verwehrt wird. Mangelnde Infrastruktur, Stigmatisierung sowie diskriminierende Strukturen in der Gesundheitsversorgung prägen den Umgang mit Menstrualität und führen zu Ausschlüssen, die einen selbstbestimmten, gesundheitsfördernden und gerechten Umgang mit dem (nicht mehr) blutenden Körper verunmöglichen. Der Vortrag beleuchtet solche Praktiken der (Nicht-)Sorge und schlägt das Konzept der Menstrualität vor, um die Menstruation jenseits von Biologismen und Essentialisierung greifen zu können.
Dr. Sophie Bauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Uni Bochum. Sie interessiert sich für Geschlechter, Natur- und Technikverhältnissen im Kontext von Reproduktion und hat an der Goethe-Universität Frankfurt zu Menstrualität und Vergeschlechtlichung promoviert. Aktuell arbeitet sie an einem Postdoc-Projekt zu Affekten und ungewollter Schwangerschaft.
Sophie Bauer wird den Vortrag digital halten. Alle, die dem Vortrag nicht von einem eigenen Endgerät aus folgen können oder möchten, sind herzlich in die Rote Infobox eingeladen.
Ort: Online & Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz
Dienstag, 26.05.2026 | 12:15 | Präsenz & Online
LGBTQIA+-Personen sind aufgrund von Minoritätenstress und einer Unterversorgung bzw. -inanspruchnahme im Gesundheitssystem einem erhöhten Risiko für somatoforme, Angst- und depressive (SAD) Störungen ausgesetzt. E-Mental-Health Intervention können hier eine leicht zugängliche und wirksame Möglichkeit zur Behandlung der SAD-Störungen bieten. Hierfür bedarf es eine Intervention, die queer-sensibel und speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist. LGBTQIA+-Personen sollten daher in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.
Die Intervention soll einen sicheren Raum schaffen, der die Identitätsentwicklung fördert, und folgt dabei einem integrativen psychotherapeutischen Ansatz mit psychodynamischen, emotionsfokussierten und affirmativen Prinzipien. Dargestellte LGBTQIA+ Personas sollen das Nutzungserlebnis verbessern. Das Konzept umfasst Selbstmanagement-Inhalte, Fallgeschichten von LGBTQIA+-Personen mit SAD-Symptomen und Gruppentherapie-Sitzungen. In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie (Förderung BMFTR, Förderkennzeichen 01KG2425) soll anschließend die Wirksamkeit der Intervention untersucht werden. Die Planung des Studiendesigns erfolgt ebenfalls unter einem partizipativen Ansatz. Der Beitrag präsentiert den Prozess und die Ergebnisse der Interventionsentwicklung sowie das Studiendesign für die anstehende klinische Studie.
Katharina Hoffers
- Psychologin M.Sc.
- in psychotherapeutischer Ausbildung
- wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz
Florian Jung
- Psychologe M.Sc.
- wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz
Der Vortrag findet in Präsenz statt und kann auch online verfolgt werden.
Ort: Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz
Mittwoch, 03.06.2026 | 12:15 | ONLINE
Wie lässt sich das Leben mit chronischen Erkrankungen verstehen – und wessen Wissen gilt dabei als relevant? Der Vortrag nimmt diese Frage am Beispiel äußerlich unsichtbarer chronischer Erkrankungen auf und richtet den Blick insbesondere auf deren vergeschlechtlichte Dimension.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Erfahrungswissen von Betroffenen eine zentrale, jedoch häufig marginalisierte Wissensform darstellt. Gerade bei unsichtbaren Erkrankungen geraten subjektive Erfahrungen unter Legitimationsdruck und werden im Spannungsfeld medizinischer Deutungen, gesellschaftlicher Normen und geschlechtsspezifischer Zuschreibungen verhandelt.
Der Vortrag setzt hier an und führt Theorieperspektiven der Gender- und Disability Studies mit erfahrungsbezogenem Wissen zusammen. Im Fokus steht dabei ein Verständnis von Wissen als Praxis: als verkörpertes und gelebtes Wissen, das in alltäglichen Auseinandersetzungen mit Krankheit entsteht und zugleich in kollektiven Kontexten hervorgebracht und geteilt wird. Auf diese Weise wird Erfahrungswissen nicht nur als Ergänzung zu theoretischen Zugängen gefasst, sondern als eigenständige Form der Wissensproduktion, die das Potenzial hat, bestehende Perspektiven auf chronische Erkrankungen zu erweitern.
Veronika Kourabas ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und derzeit im Rahmen einer Qualifizierungsstelle zur Hochschulprofessur an der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Diversity tätig. Zuvor arbeitete sie unter anderem an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in intersektionalen Perspektiven auf Gesundheit und soziale Ungleichheit, in der erziehungswissenschaftlichen Gender-, Disability- und Rassismusforschung sowie in diskriminierungskritischen und diversitätssensiblen Perspektiven auf Soziale Arbeit und qualitative Sozialforschung.
Veronika Kourabas wird den Vortrag digital halten.
Emotionale Herausforderungen, Umbruchphasen und strukturelle Rahmenbedingungen erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Wissenschaft/Studium und Sorgeverantwortung. Fragen nach Vereinbarkeit und Umgangsweisen wird in den Veranstaltungen der Reihe „Keine Sorge(n)?! Eine Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ nachgegangen.
Die Veranstaltungen werden in enger Kooperation mit dem Familien-Servicebüro organisiert und bieten sowohl fachkundige Orientierung als auch Raum für einen informellen und vertraulichen Austausch für Studierende, Promovierende und Beschäftigte, die sich im täglichen Spagat zwischen Universität und Sorgeverantwortung befinden.
Wir informieren hier alsbald möglich über die kommenden Veranstaltungen der Reihe.
Unter folgendem Link finden Sie das Jahresprogramm der Veranstaltungsreihe als PDF.
Das Programm richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen ab der frühen Promotionsphase.
Dabei werden Workshopangebote zur Erlangung von wissenschaftsrelevanten Schlüsselqualifikationen je nach Zielgruppe aufgesetzt, welche allen Fächergruppen offen stehen.
Flankierend werden Beratungs- und Coachingformate angeboten, um den Verbleib der Frauen im Wissenschaftssystem zu unterstützen. Wichtig ist uns an dieser Stelle die Förderung der Zielgruppe mit intersektionaler Perspektive.
Dienstag, 29.09.2026 von 09:00 bis 17:00 Uhr
Referentin | Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Ort | Online via Zoom
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Promovierende in der fortgeschrittenen Phase (R1) sowie Postdocs in der frühen Phase (ca. 1.-4. Postdoc-Jahr, R2) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende, die Interesse an einer akademischen Karriere in Deutschland haben und sich über die Möglichkeiten und Anforderungen genauer informieren möchten.
Ziele & Inhalt
Ziel des Seminars ist es, Ihnen einerseits einen Rahmen zu geben, über Ihre eigenen beruflichen Motivationen zu reflektieren. Zum anderen bietet das Seminar Wissen, Hintergründe und Orientierung zur Planung und Entwicklung der nächsten Schritte hin zu einer langfristigen akademischen Karriere in Deutschland. Hierbei werden zunächst Fragen erörtert wie: Welche langfristigen beruflichen Optionen bietet der »Arbeitsmarkt Academia« für Wissenschaftler*innen und wie stehen hier eigentlich die Chancen? Welche Anforderungen und Kriterien sollten für diesen Karriereweg erfüllt sein? Wann sind welche Aufgaben besonders wichtig? Was hat die höchste Priorität? Wie wichtig ist die Habilitation? Welcher Zeitrahmen ist angemessen? Das Seminar informiert Sie über die zentralen Anforderungen (auch über Publikationen und Drittmittel hinaus) und Meilensteine für eine wissenschaftliche Karriere.
Weiterhin vermittelt das Seminar Ihnen konkrete Tipps und Hinweise sowohl zur Gewichtung dieser Anforderungen als auch zu strategischen Überlegungen während der Postdoc-Phase auf dem Weg zur Professur. Darauf aufbauend bietet das Seminar Ihnen Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme durchzuführen und Ihr eigenes akademisches Profil zu reflektieren sowie idealerweise daraus nächste wichtige Schritte abzuleiten.
Methoden
- Interaktiver Input und Kurzpräsentationen durch die Dozentin
- Reflektion der beruflichen Motive
- Kleingruppenreflektion
- Strukturierte Analyse des akademischen Profils
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Workbook mit
- Analyse eigener beruflicher Motive
- Reflexion zum eigenen Netzwerkverhalten
- Analyse des eigenen akademischen Profils
- Reflexion zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere
- 2 Beispiel-CVs für Professurbewerbungen
Einzelsitzung
Geplante Dauer: 45 min via Zoom
Die Einzelsitzung wird ganz nach den individuellen Bedarfen der Teilnehmer*innen gestaltet. Mögliche Anliegen können sein: Feedback zum CV oder zur Profilanalyse, Reflexion nächster Karriereschritte, weitere individuelle Anliegen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Seminar fokussiert insbesondere auf das deutsche akademische System.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Mittwoch, 04.11.2026 von 9:00 bis 16:00 Uhr
Referentin | Marietta Gädeke, www.lilit-kommunikation.de
Ort | in Präsenz auf dem Campus der JGU: Forum 3, Raum 00-303
Inhalt
Wer in kontroversen Debatten wirksam kommunizieren will, braucht mehr als Überzeugungen. Es braucht Struktur im Denken, Klarheit in der Sprache und die Fähigkeit, auch bei Reibung im Gespräch zu bleiben – ohne den Kontakt zum Gegenüber zu verlieren.
Der Workshop ist als Präsenzformat konzipiert, das Debattenkultur und Gender-Diskurse gezielt verbindet.
Gender ist im Hochschulkontext ein Thema, in dem fachliche Fragen, politische Deutungen und institutionelle Rahmenbedingungen eng ineinandergreifen. Entsprechend hoch ist die Dynamik in Gesprächen: Positionen verhärten sich schnell, während gleichzeitig die Erwartung besteht, differenziert und dialogfähig zu bleiben. Genau hier setzt der Workshop an. Er schafft einen Raum, in dem komplexe und sensible Fragen nicht vereinfacht, sondern strukturiert verhandelt werden.
Die Teilnehmenden analysieren zentrale Konfliktlinien, entwickeln klare Argumentationen und prüfen die Tragfähigkeit von Positionen. Sie üben, auch ungewohnte oder zugeloste Standpunkte überzeugend zu vertreten – ein erzwungener Perspektivwechsel, der den eigenen Denkraum erweitert, kognitive Agilität schult und die Fähigkeit stärkt, Diskussionen bewusst zu führen, statt reflexhaft zu reagieren.
Im Verlauf des Tages werden die erarbeiteten Inhalte in einer moderierten Debatte erprobt. So entsteht ein Seminar, das rhetorisches Handwerk mit Reflexion verbindet und die Teilnehmenden befähigt, auch in politisierten Kontexten klar, differenziert und souverän zu kommunizieren.
Lernziele
Die Teilnehmenden…
- Analysieren kontroverse Gender-Themen aus verschiedenen Perspektiven
- Strukturieren Argumente klar, schlüssig und adressatenorientiert
- Entwickeln tragfähige Strategien für sensible Debatten
- Widerlegen Gegenargumente präzise und fair
- Reagieren souverän auf kritische Fragen und Einwände
- Vertreten auch ungewohnte Positionen differenziert und wirkungsvoll
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Donnerstag, 03.12.2026 von 10:00 bis 17:00 Uhr
Referent | Professor Dr. Martin Papenheim, fresh & bold
Ort | online
Inhalt
Der Workshop „Drittmittel für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ wendet sich ausdrücklich an Doktorandinnen der Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich mit dem Thema „Drittmittelakquise“ beschäftigen. Dabei werden zunächst grundständige Informationen über Umfang und Funktion der Drittmittelforschung an den Universitäten gegeben, insofern sie für die einzelne Nachwuchswissenschaftlerin relevant sind. Es werden die verschiedenen Typen von Geldgebern (öffentlich und private Förderung, Kooperationen) und Angebotsformen, wie Fördertypen, Schwerpunktprogramme, Förderlinien, Top-Down und Bottom-Up, Calls und Initiativbewerbungen vorgestellt. Die zu beachtenden Teile einer Ausschreibung werden beispielhaft behandelt.
Danach werden ausführlich einzelne Geldgeber vorgestellt: EU-Mittel, Mittel der Bundesministerien, Landesmittel, Internationale Förderungen (Auswahl), DFG, DAAD, die großen privatrechtlichen Stiftungen, kleine Stiftungen (im Stifterverband), Fulbright-Commission.
Es folgen die Fördermöglichkeiten für einzelne Wissenschaftlerinnen: Vertretung, Angestelltenstelle, Stipendium, Sachbeihilfen, Kooperationsmittel, Tagungs- und Reisemittel. Wir diskutieren die Pros und Contras einer Eigeneinwerbung, einer aktiven Akquise im Rahmen eines Verbundprojekts und der passiven Einstellung in einem Drittmittelprojekt.
Es werden Recherchemöglichkeiten von Datenbanken, wie Elfi, bis hin zu Newsletter vorgestellt. Wir werden uns dann mit der Gattung „Drittmittelantrag“ beschäftigen. Ausführlich wird darauf eingegangen, wie sich ein Antrag von einer wissenschaftlichen Abhandlung unterscheidet und welche Fehler vermieden werden müssen. Anhand einiger Beispiele wird auf die Ideenfindung für ein sinnvolles Drittmittelprojekt eingegangen. Wir werden uns abschließend fragen, wann und wie ein sinnvoller Einstieg in die Drittmittelakquise erfolgen kann.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Donnerstag, 14.01.2027 von 09:00 bis 15:00 Uhr
Ort | online via Zoom
Referentin |Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Postdocs aller Erfahrungsstufen (R2/R3) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende mit keiner bis wenig Erfahrung mit Berufungsverfahren. Selbstverständlich sind auch erfahrenere Teilnehmende herzlich willkommen.
Ziele, Inhalte & Format
Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).
Lernvideo
Dauer: 3 h 10 min, verfügbar 3 Wochen lang vor der Gruppensitzung
Ziel des Videos ist es, Sie über alle Phasen des Berufungsverfahrens detailliert zu informieren und Ihnen konkrete Hilfestellungen und Tipps für Ihre Bewerbungen zu vermitteln. Das Video befasst sich zunächst mit dem Ablauf und den formalen Aspekten des Berufungsverfahrens. Anschließend werden alle nötigen Bewerbungsunterlagen (v.a. CV, Anschreiben, Konzepte) detailliert besprochen und zum Teil mit Beispielmaterialien illustriert. Im dritten Teil werden die Erwartungen und Anforderungen in der Anhörung vor der Berufungskommission sowie wichtige Vorbereitungsschritte thematisiert. Sie erhalten Hinweise und Kurzdemonstrationen zur Gestaltung von wissenschaftlichem Vortrag und Lehrprobe. Zudem werden die häufigsten Fragen und Themen im Kommissionsgespräch vorgestellt.
Begleitende Aufgaben
Aufwand: ca. 1-2 h
Vorbereitung eines 3-min-Vortrags zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags, Instruktionen dazu im Webcast)
Kleingruppensitzung
Geplante Dauer: 6 h via Zoom
In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.
Methoden
- Input via Selbstlernvideo
- Illustrationen an Beispielmaterialien
- Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
- Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
- Übung mit Beispielinterviewfragen
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
- 2 Beispiel-CVs
- Beispiellehrkonzept
- Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
- Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Schauen des Videos sowie die Vorbereitung eines 3-min Vortrags ist zwingend Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme an der Gruppensitzung.
Das Seminar beinhaltet eine anschließende Prozessbegleitung. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen bei Eintritt in die Bewerbungsphase an die Trainerin zu senden und hierzu ein schriftliches Feedback zu Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Freitag, 15.01.2027 von 09:00 bis 15:00 Uhr
Ort | online via Zoom
Referentin |Dr. Dieta Kuchenbrandt, schainundkuchenbrandt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Postdocs aller Erfahrungsstufen (R2/R3) und ist ausgerichtet auf Teilnehmende mit keiner bis wenig Erfahrung mit Berufungsverfahren. Selbstverständlich sind auch erfahrenere Teilnehmende herzlich willkommen.
Ziele, Inhalte & Format
Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).
Lernvideo
Dauer: 3 h 10 min, verfügbar 3 Wochen lang vor der Gruppensitzung
Ziel des Videos ist es, Sie über alle Phasen des Berufungsverfahrens detailliert zu informieren und Ihnen konkrete Hilfestellungen und Tipps für Ihre Bewerbungen zu vermitteln. Das Video befasst sich zunächst mit dem Ablauf und den formalen Aspekten des Berufungsverfahrens. Anschließend werden alle nötigen Bewerbungsunterlagen (v.a. CV, Anschreiben, Konzepte) detailliert besprochen und zum Teil mit Beispielmaterialien illustriert. Im dritten Teil werden die Erwartungen und Anforderungen in der Anhörung vor der Berufungskommission sowie wichtige Vorbereitungsschritte thematisiert. Sie erhalten Hinweise und Kurzdemonstrationen zur Gestaltung von wissenschaftlichem Vortrag und Lehrprobe. Zudem werden die häufigsten Fragen und Themen im Kommissionsgespräch vorgestellt.
Begleitende Aufgaben
Aufwand: ca. 1-2 h
Vorbereitung eines 3-min-Vortrags zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags, Instruktionen dazu im Webcast)
Kleingruppensitzung
Geplante Dauer: 6 h via Zoom
In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.
Methoden
- Input via Selbstlernvideo
- Illustrationen an Beispielmaterialien
- Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
- Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
- Übung mit Beispielinterviewfragen
Begleitende Materialien
- Handout zum Video
- Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
- 2 Beispiel-CVs
- Beispiellehrkonzept
- Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
- Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen
Ergänzende Hinweise
Bitte beachten Sie: Das Schauen des Videos sowie die Vorbereitung eines 3-min Vortrags ist zwingend Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme an der Gruppensitzung.
Das Seminar beinhaltet eine anschließende Prozessbegleitung. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen bei Eintritt in die Bewerbungsphase an die Trainerin zu senden und hierzu ein schriftliches Feedback zu Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten.
Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Gemeinsam mit dem Gleichstellungsteam der Hochschule Mainz und weiteren Kooperationspartner*innen wie dem Queer*Referat und dem Muschelkino/FILMZ e.V. organisiert die Stabsstelle Gleichstellung und Diversität eine Reihe zu Solidaritäten.
Rechte und autoritäre Politiken sind weltweit auf dem Vormarsch, antifeministische und vielfaltsfeindliche Positionen gewinnen an Einfluss. Was lässt sich dem entgegensetzen? Wie kann Solidarität heute aussehen, gerade angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven, die Menschen machen?
Die Veranstaltungsreihe „Solidarisch leben: queere und feministische Praxis“ verbindet Filme, die kollektives Leben, feministische Selbstorganisation und gelebte Solidarität sichtbar machen, mit einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Lea Susemichel zu Unbedingter Solidarität.
Ausgehend von der Idee, dass Solidarität nicht auf Gleichheit beruht, sondern Unterschiede aushält und sogar voraussetzt, eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf solidarisches Handeln, das in widersprüchlichen Zeiten besonders notwendig ist.
Mittwoch, 29. April Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | Island, USA 2024 | 70 Min.
Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag frei nehmen würde…
Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder: Sie verließen Büros, Fabriken und Geschäfte, kümmerten sich weder um Haushalt noch um Kinder und brachten das Land für einen Tag zum Stillstand. Ihr Ziel war es, die Bedeutung ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gegen die Ungleichheit der Geschlechter zu protestieren.
Die Dokumentation „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) erzählt diese Geschichte 50 Jahre später aus der Perspektive der Aktivistinnen selbst. Mit Witz und persönlichen Erinnerungen entsteht ein lebendiges Bild dieses historischen Streiks und ein inspirierender Blick auf die Kraft kollektiven Handelns.
Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | England, 2014 | 120 Min.
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
Trailer: PRIDE Trailer
Im Sommer 1984 stehen die britischen Minenarbeiter im Streik gegen Zechenschließungen und Privatisierung, die von der Regierung unter Margaret Thatcher vorangetrieben werden. Unterstützung kommt aus unerwarteter Richtung: Die Initiative „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) sammelt beim Gay-Pride-Marsch in London Geld für die Familien der Streikenden.
Zunächst stößt dieses Engagement auf Ablehnung, bis ein walisisches Dorf sich doch dazu entschließt, die Hilfe anzunehmen. Eine kleine Gruppe der LGSM reist daraufhin zu den Streikenden, aber stößt anfangs auf Misstrauen und Vorurteile. Doch nach und nach entsteht eine solidarische Verbindung zwischen den ungleichen Gruppen.
Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie „Pride“ erzählt von Arbeitskämpfen, Homo- und Queerfeindlichkeit, auch im Kontext der frühen Aids-Krise, und davon, wie Solidarität Grenzen überwinden kann.
In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.
Mittwoch, 20. Mai |Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz
Global ist rechte, autoritäre Politik auf dem Vormarsch. Antifeminismus und der Kampf gegen „Wokeness“ sind zu rechtspopulistischen Kernelementen avanciert. Was lässt sich dagegenhalten? Kann Solidarität trotz der vielen inhaltlichen und intersektionalen Unterschiede innerhalb feministischer Bewegungen gelingen?
Ja, denn unbedingte Solidarität unter Ungleichen ist notgedrungen konfliktiv und ist bedingungslos, insofern sie keine geteilten Erfahrungen und Identitäten voraussetzt. Sie lässt Differenzen und Dissonanzen nicht nur zu, sondern hat sie sogar zur Voraussetzung. Die Unbedingtheit von Solidarität muss nicht zuletzt auch in einem emphatischen Sinne betont werden: Sie ist in diesen Zeiten unbedingt notwendig.
Lea Susemichel, geboren in Worms und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies an der Universität Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Autorin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie u. a. zu den Themen Identitätspolitik, Solidarität, feministische Theorie & Bewegung, feministische Kunst & Ästhetik sowie emanzipatorische Medienpolitik. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.
Zur besseren Planung freuen wir uns über eine Anmeldung zum Vortrag unter https://forms.gle/RXFtnMCvrmJeFKoW9, eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.
Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA, 1990 | 71 Min.
Der US-amerikanische Dokumentarfilm Paris Is Burning (1990) von Jennie Livingston gewährt einen Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Der Film zeigt zentrale Solidaritätsstrukturen der queeren Szene, darunter die sogenannten Houses: von „Müttern“ geführte Wahlfamilien, die jungen Menschen ein Zuhause bieten, die von ihren eigenen Familien verstoßen wurden.
Im Zentrum stehen die „Balls“: opulente Tanz- und Kostümwettbewerbe, bei denen die Teilnehmer*innen durch den Ballsaal gehen und von Juror*innen anhand der „Echtheit“ („realness“) ihrer Drag-Darbietungen, ihrer Tanzkünste oder der Schönheit ihrer Kleidung bewertet werden.
Paris Is Burning porträtiert eine lebendige sowie kreative Subkultur und ist zugleich ein eindringlicher Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein kämpferischer Appell für Sichtbarkeit, Würde und Gleichberechtigung.
In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.
Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)
OmU (italienisches Original mit deutschen Untertiteln)
Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien, 2023 | 134 Min.
Der 17-jährige Gianni wohnt bei seiner Mutter Lina und wird in seinem Ort wegen seiner Homosexualität angefeindet. Bei einem Unfall mit seinem Moped lernt er den 16-jährigen Nino kennen, der seinem Vater öfter bei seinem Feuerwerk-Geschäft hilft. Zwischen den zwei jungen Männern entwickelt sich langsam eine romantische Beziehung, was für ihre konservativen Familien ein großes Problem darstellt.
Im Pride-Month zeigen wir in Kooperation mit dem Muschelkino den Coming-of-Age-Film ‚Fireworks‘, der von einem Doppelmord an zwei jungen, schwulen Männern inspiriert wurde. Dieser war für die italienische Homosexuellenbewegung von großer Bedeutung und führte Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“, der bis heute fortbesteht.
Trailer: MQFF33 – Fireworks TRAILER
In Kooperation mit dem Muschelkino / FILMZ e.V.
Gender- und diversitätsgerechte Strukturen in Berufungsverfahren etablieren und ausleben
Die Workshopreihe „Gerecht berufen“ richtet sich an Gleichstellungsbeauftragte der JGU und dient als Austausch-, Vernetzungs- und Weiterbildungsangebot.
Das Angebot orientiert sich inhaltlich an die im Rahmen der HRK-Selbstverpflichtung „Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen“ und des Projekts Gender- und diversitätsgerechte Berufungsverfahren bereitstehenden Ansätze, Konzepte und Maßnahmen für die Förderung von Gender- und Diversitätsgerechtigkeit in Berufungsverfahren. Gemeinsam werden die entsprechenden Ansätze und Konzepte vorgestellt, auf die besondere fachbereichsspezifische Rolle der Gleichstellungsbeauftragten übertragen und konkret erarbeitet, mit welchen Tools und Methoden die Konzepte umgesetzt werden können.
Die Reihe soll ebenso einen Ausblick dazu verschaffen, wie die besprochenen Inhalte und erarbeiteten Ideen langfristig in den Fachbereichen etabliert und dort institutionalisiert sowie sichergestellt werden können.
Alle Termine der Reihe:
22.04.2026 | Auftaktveranstaltung
17.06.2026 | Aktive Rekrutierung
28.10.2026 | Anti-Bias-Ansatz & Diversitäts- und Genderkompetenz als Leistungskriterien für Professuren
09.12.2026 | Bearbeitung von Wunsch- und Bedarfsthemen
Termin tba | Abschluss und Ausblick
Anmeldung:
https://forms.office.com/e/ABzf9UDgCc
Kontakt:
Hier finden Sie Highlights anderer Organisationen, Stellen und Institute, die wir Ihnen gerne empfehlen möchten.