In der Diversity-Studierendenbefragung 2017 der Johannes Gutenberg-Universität gaben 8% der Befragten an, eine chronische Erkrankung oder Behinderung zu haben. Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ist sogar davon auszugehen, dass 11% der Studierenden eine studienerschwerende Beeinträchtigung haben. Bei einem nur sehr geringen Anteil ist die Beeinträchtigung jedoch sofort wahrnehmbar, was in besonderem Maße für chronische Erkrankungen gilt. Wiederum ein sehr geringer Anteil der Studierenden mit Beeinträchtigung nimmt Beratung und Unterstützung in Anspruch bzw. thematisiert die Beeinträchtigung im Lehr-/Lernkontext.
Von Ihnen als Lehrende:r erfordert dies Sensibilität und das Wissen über mögliche Auswirkungen von Behinderungen und chronischen Erkrankungen auf Lernprozesse sowie mögliche Einflussgrößen und Handlungsmöglichkeiten. Einen ersten Einblick in das Thema und hilfreiche Tipps für den Umgang mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen im Hochschulalltag können Ihnen folgende Handreichungen für Lehrende geben: Umgang mit beeinträchtigten Menschen im Studium und Studieren mit Beeinträchtigung. An der JGU berät Sie die Servicestelle für barrierefreies Studieren.
Vgl:
Meyer zu Bexten, Erdmuthe: Umgang mit beeinträchtigten Menschen im Studium, in: Diversität konkret. Handreichung für das Lehren und Lernen an Hochschulen. Hrsg.: Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung an der Universität Duisburg-Essen.
Studieren mit Beeinträchtigung – Handreichung für Lehrende und Beschäftigte der TH Köln. Hrsg.: Präsidium der TH Köln, Köln 2016.