Innerhalb der in den vergangenen Jahren an der JGU geführten Diskussionen um Diversität an der Universität, im Speziellen in der Lehre, kam wiederholt die Frage auf, inwieweit die Diversitätsdimensionen sexuelle Identität und Orientierung Gegenstand universitärer Diversitätsaktivitäten sein sollten. Mit einem gewissen Unbehagen wurde gelegentlich konstatiert, dass dies Privatangelegenheit einer jeden Person und damit im Kontext universitärer Lehre zu vernachlässigen sei. Während Heterosexualität und die binäre Geschlechterordnung nach wie vor als Norm begriffen werden, werden Homosexualität, Bisexualität, Trans* und Inter* zumeist als Abweichungen von dieser Norm verstanden. Dies äußert sich nicht erst in einer offenen Ablehnung queerer Lebensweisen, sondern schon darin, dass sie in Texten, Bildern, alltäglichen Interaktionen einfach unberücksichtigt bleiben. Es äußert sich auch darin, dass z.B. Schwul- oder Lesbischsein im Alltag immer noch als Charakteristikum benannt werden.

Als Lehrende:r können Sie hier einen Beitrag leisten, indem Sie:

  • homophobe und transfeindliche Äußerungen oder Handlungen in Ihren Lehrveranstaltungen unterbinden;
  • sich bewusstmachen, dass achtlos daher gesagte Bemerkungen oder Witze ausgrenzend und beleidigend wirken können;
  • sich bewusstmachen, dass etwa 4% Ihrer Studierenden homosexuell und 6% bisexuell sind, dass etwa 1% der Studierenden sich weder als männlich, noch als weiblich bezeichnet;
  • insofern das möglich ist, homosexuelle und Transgenderthemen anbieten;
  • in persönlichen Gesprächen auf heteronormative Zuschreibungen verzichten;
  • transidente Personen mit dem selbstgewählten Namen ansprechen/-schreiben.