Diversität hat nicht nur methodisch-didaktische, sondern auch inhaltliche Implikationen. So kann die Vermittlung von Diversity-Kompetenz durchaus Lehrgegenstand bzw. Lernziel sein. Immanent ist das Diversitätsthema u.a. in der Humanmedizin, in den Lehramtsstudiengängen, in den therapeutischen Lebenswissenschaften, Erziehungswissenschaften, etc…Eine kritische Reflexion der jeweiligen Fachinhalte vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung mag aber durchaus auch weniger offensichtliche Anknüpfungspunkte ergeben. Die Berücksichtigung von Diversität findet also nicht nur auf der unmittelbaren interaktiven Ebene zwischen Lehrperson und Studierenden, sondern auch vor dem Hintergrund ihrer Vorbereitung auf ein Leben in (beruflichen) Kontexten, in dem Vielfalt selbstverständlicher Teil der gesellschaftlichen Realität ist, statt.

Auf inhaltlicher Ebene kann sich diversitätsorientierte Lehre aber auch in einer Themenauswahl äußern, die verschiedene Perspektiven einbezieht, in einem interdisziplinären Blick auf den Lehrgegenstand oder in der kritischen Reflexion der eigenen Wissenschaftsgeschichte in Hinblick auf eurozentristische Deutungsweisen. Auch der Grad der thematischen Mitbestimmung, den Sie Ihren Studierenden beispielsweise bei der Auswahl ihrer Referats- und Hausarbeitsthemen einräumen, kann auf inhaltlicher Ebene zu einer diversitätsorientierten Lehrveranstaltung beitragen.