Die interdisziplinären Lunch Lectures „Denkanstöße – Food for Thought“ geben einen Einblick in aktuelle (Forschungs-)Fragen und machen so Gender (Studies) Perspektiven, auch in ihrer Verschränkung mit anderen Macht- und Herrschaftsverhältnissen, sichtbar. Nach einem ca. 25-minütigen Impulsvortrag wird in lockerer Runde diskutiert.

Alle, die sich für Themen rund um Geschlecht und Intersektionalität interessieren, sind herzlich dazu eingeladen, sich status- und disziplinübergreifend auszutauschen und in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Tee zu vernetzen.

Please, bring your own lunch!

Im Sommersemester 2026 finden die Lunch Lectures in Kooperation mit dem Alle FLINTA*-Referat und dem Queer*-Referat des AStA statt.

Dienstag, 05.05.2026 | 12:15 | Hybrid

Menstruierende leisten alltäglich Vor- und Fürsorge und erfahren gleichzeitig, wie Sorge unsichtbar gehalten, eingeschränkt oder verwehrt wird. Mangelnde Infrastruktur, Stigmatisierung sowie diskriminierende Strukturen in der Gesundheitsversorgung prägen den Umgang mit Menstrualität und führen zu Ausschlüssen, die einen selbstbestimmten, gesundheitsfördernden und gerechten Umgang mit dem (nicht mehr) blutenden Körper verunmöglichen. Der Vortrag beleuchtet solche Praktiken der (Nicht-)Sorge und schlägt das Konzept der Menstrualität vor, um die Menstruation jenseits von Biologismen und Essentialisierung greifen zu können.  

Dr. Sophie Bauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Uni Bochum. Sie interessiert sich für Geschlechter, Natur- und Technikverhältnissen im Kontext von Reproduktion und hat an der Goethe-Universität Frankfurt zu Menstrualität und Vergeschlechtlichung promoviert. Aktuell arbeitet sie an einem Postdoc-Projekt zu Affekten und ungewollter Schwangerschaft.

Sophie Bauer wird den Vortrag digital halten. Alle, die dem Vortrag nicht von einem eigenen Endgerät aus folgen können oder möchten, sind herzlich in die Rote Infobox eingeladen.

Ort: Online & Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz

Dienstag, 26.05.2026 | 12:15 | Präsenz & Online

LGBTQIA+-Personen sind aufgrund von Minoritätenstress und einer Unterversorgung bzw. -inanspruchnahme im Gesundheitssystem einem erhöhten Risiko für somatoforme, Angst- und depressive (SAD) Störungen ausgesetzt. E-Mental-Health Intervention können hier eine leicht zugängliche und wirksame Möglichkeit zur Behandlung der SAD-Störungen bieten. Hierfür bedarf es eine Intervention, die queer-sensibel und speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist. LGBTQIA+-Personen sollten daher in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.
Die Intervention soll einen sicheren Raum schaffen, der die Identitätsentwicklung fördert, und folgt dabei einem integrativen psychotherapeutischen Ansatz mit psychodynamischen, emotionsfokussierten und affirmativen Prinzipien. Dargestellte LGBTQIA+ Personas sollen das Nutzungserlebnis verbessern. Das Konzept umfasst Selbstmanagement-Inhalte, Fallgeschichten von LGBTQIA+-Personen mit SAD-Symptomen und Gruppentherapie-Sitzungen. In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie (Förderung BMFTR, Förderkennzeichen 01KG2425) soll anschließend die Wirksamkeit der Intervention untersucht werden. Die Planung des Studiendesigns erfolgt ebenfalls unter einem partizipativen Ansatz. Der Beitrag präsentiert den Prozess und die Ergebnisse der Interventionsentwicklung sowie das Studiendesign für die anstehende klinische Studie.

Katharina Hoffers 

  • Psychologin M.Sc.
  • in psychotherapeutischer Ausbildung 
  • wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz

Florian Jung 

  • Psychologe M.Sc.
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe E-Mental-Health der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Unimedizin Mainz

Der Vortrag findet in Präsenz statt und kann auch online verfolgt werden.

Ort: Rote Infobox (am ReWi I), Jakob-Welder-Weg, 55128 Mainz & Online

Mittwoch, 03.06.2026 | 12:15 | ONLINE

Wie lässt sich das Leben mit chronischen Erkrankungen verstehen – und wessen Wissen gilt dabei als relevant? Der Vortrag nimmt diese Frage am Beispiel äußerlich unsichtbarer chronischer Erkrankungen auf und richtet den Blick insbesondere auf deren vergeschlechtlichte Dimension.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Erfahrungswissen von Betroffenen eine zentrale, jedoch häufig marginalisierte Wissensform darstellt. Gerade bei unsichtbaren Erkrankungen geraten subjektive Erfahrungen unter Legitimationsdruck und werden im Spannungsfeld medizinischer Deutungen, gesellschaftlicher Normen und geschlechtsspezifischer Zuschreibungen verhandelt.

Der Vortrag setzt hier an und führt Theorieperspektiven der Gender- und Disability Studies mit erfahrungsbezogenem Wissen zusammen. Im Fokus steht dabei ein Verständnis von Wissen als Praxis: als verkörpertes und gelebtes Wissen, das in alltäglichen Auseinandersetzungen mit Krankheit entsteht und zugleich in kollektiven Kontexten hervorgebracht und geteilt wird. Auf diese Weise wird Erfahrungswissen nicht nur als Ergänzung zu theoretischen Zugängen gefasst, sondern als eigenständige Form der Wissensproduktion, die das Potenzial hat, bestehende Perspektiven auf chronische Erkrankungen zu erweitern.

Veronika Kourabas ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und derzeit im Rahmen einer Qualifizierungsstelle zur Hochschulprofessur an der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Diversity tätig. Zuvor arbeitete sie unter anderem an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in intersektionalen Perspektiven auf Gesundheit und soziale Ungleichheit, in der erziehungswissenschaftlichen Gender-, Disability- und Rassismusforschung sowie in diskriminierungskritischen und diversitätssensiblen Perspektiven auf Soziale Arbeit und qualitative Sozialforschung.

Veronika Kourabas wird den Vortrag digital halten.

Ort: Online

Im Wintersemester 2025/26 fanden die Lunch Lectures in Kooperation mit dem Queer*Referat des AstA statt und beschäftigten sich mit der ‚autoritären Wende‘, Antifeminismus und Angriffen auf Wissenschaft.


Im Wintersemester 2024/25 fand die Reihe am Fachbereich 05 – Philosophie und Philologie und in Zusammenarbeit mit den Rechtswissenschaften zum Thema „Recht und Gerechtigkeit. Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschlechter- und Gewaltverhältnisse“ statt.

Emotionale Herausforderungen, Umbruchphasen und strukturelle Rahmenbedingungen erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Wissenschaft/Studium und Sorgeverantwortung. Fragen nach Vereinbarkeit und Umgangsweisen wird in den Veranstaltungen der Reihe „Keine Sorge(n)?! Eine Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ nachgegangen.

Die Veranstaltungen werden in enger Kooperation mit dem Familien-Servicebüro organisiert und bieten sowohl fachkundige Orientierung als auch Raum für einen informellen und vertraulichen Austausch für Studierende, Promovierende und Beschäftigte, die sich im täglichen Spagat zwischen Universität und Sorgeverantwortung befinden.

Wir informieren hier zeitnah über die kommenden Veranstaltungen der Reihe.

Unter folgendem Link finden Sie das Jahresprogramm der Veranstaltungsreihe als PDF.

Wie auch bei der Ersten Hilfe soll die Letzte Hilfe Wissen zur Unterstützung und Hilfe in ungewohnten und manchmal schwierigen Situationen vermitteln. Die meisten von uns übernehmen früher oder später Sorgeverantwortung. Das können Eltern, Kinder oder Geschwister, aber auch Nachbar*innen oder Freund*innen sein, die plötzlich aufgrund von (unheilbarer) Krankheit oder schlichtweg des Älterwerdens auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Teil dieser Art von Sorgearbeit ist häufig auch das Abschied nehmen und der Prozess der Sterbebegleitung, der sowohl den Pflegebedürftigen als auch deren Angehörigen viel körperliche und emotionale Arbeit abverlangt.

Der Letzte-Hilfe-Kurs widmet sich dem Sprechen über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens. Natürlich werden auch Informationen zu Patient*innenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz thematisiert. Es werden mögliche Beschwerden besprochen, die Teil des Sterbeprozesses sein können, und wie Angehörige bei der Linderung unterstützt werden können. Auch wird gemeinsam überlegt, wie man Abschied nehmen kann und wo die eigenen Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Seminarinhalte:

  • Sterben ist Teil des Lebens
  • Vorsorgen und Entscheiden
  • Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern
  • Abschied nehmen

Der Kurs richtet sich an alle, die sich über die Themen rund um Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

Die Austauschgruppe ist Teil von Keine Sorge(n)?! Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ und wird vom Familien-Servicebüro in enger Kooperation mit der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität der JGU sowie in Kooperation mit Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP und KISS Mainz organisiert.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

Die Austauschgruppe  ist Teil von Keine Sorge(n)?! Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ und wird vom Familien-Servicebüro in enger Kooperation mit der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität der JGU sowie in Kooperation mit Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP und KISS Mainz organisiert.

In unserem hektischen Alltag tragen viele Menschen eine unsichtbare Last, die oft übersehenwird: den Mental Load. Diese mentale Belastung umfasst die ständige Organisation und Koordination von Aufgaben im Berufs- und Privatleben, die häufig zu Stress und Erschöpfung führen. Besonders betroffen sind oft Frauen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit auch einen Großteil der Familienorganisation übernehmen.Der Druck, im Job und Zuhause an so viele Dinge gleichzeitig denken zu müssen und für alles verantwortlich zu sein, wirkt sich negativ auf die Gesundheit und finanzielle Situation aus. Wie kann Mental Load fair geteilt werden?

Inhalte des Workshops:

  • Einführung in das Konzept des Mental Loads: Was ist Mental Load und wie entsteht er?
  • Selbstreflexion: Analyse der eigenen mentalen Belastungen und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden
  • Kommunikation und Delegation: Effektive Techniken, um Aufgaben fair zu verteilen und die Kommunikation in der Familie oder im Team zu verbessern.
  • Stressmanagement: Praktische Übungen und Methoden zur Stressbewältigung und Förderung der Resilienz.

Die Referentin Katja E. Rickert ist Prozessberaterin, Trainerin, Coach, Mediatorin, INQA-Coach und Zweigstellenleiterin Rheinhessen-Nahe (Mainz) bei Arbeit und Leben gGmbH.

Die beiden Workshops richten sich an Promovierende, die vor der Herausforderung stehen, Promotion und Familie unter einen Hut zu bringen. Wir widmen uns zum einen dem Spannungsfeld von wissenschaftlicher Tätigkeit und Familie, zum anderen arbeiten wir an alltagspraktischen Fragen der Vereinbarkeit von Promotion und Familie.
Am Ende sollen die Teilnehmenden ein neues Bewusstsein für ihre Situation gewonnen haben und wissen, was sie konkret in ihrem Alltag verändern können, um ihre Promotion konsequent und motiviert voranzubringen.

Welchen Stellenwert hat meine Promotion aktuell? Wie schaffe ich mir eine sinnvolle Struktur, um regelmäßig an der Dissertation zu schreiben? Wie entwickle ich eine Routine, um auch in schwierigen Phasen dranzubleiben? Wer und was hilft mir dabei?

Die Teilnehmer*innen
• identifizieren ihre persönlichen Ressourcen für die Promotion
• diskutieren die Verteilung von Aufgaben, Verantwortung und mental load in der Partnerschaft
• erarbeiten konkrete Strategien, um im Familienalltag Raum für die Promotion zu schaffen

Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.

Die beiden Workshops richten sich an Promovierende, die vor der Herausforderung stehen, Promotion und Familie unter einen Hut zu bringen. Wir widmen uns zum einen dem Spannungsfeld von wissenschaftlicher Tätigkeit und Familie, zum anderen arbeiten wir an alltagspraktischen Fragen der Vereinbarkeit von Promotion und Familie.
Am Ende sollen die Teilnehmenden ein neues Bewusstsein für ihre Situation gewonnen haben und wissen, was sie konkret in ihrem Alltag verändern können, um ihre Promotion konsequent und motiviert voranzubringen.

Unter welchen strukturellen Voraussetzungen findet meine Promotion mit Kind(ern) statt? Welche Erfahrungen habe ich bisher gemacht und wie stelle ich mir meinen (weiteren) Promotionsweg mit Kind vor?

Die Teilnehmer*innen
• setzen sich mit dem Konzept der Vereinbarkeit kritisch auseinander
• reflektieren sich gemeinsam im Spannungsfeld Wissenschaft und Familie
• werden sich über eigene und fremde Erwartungen an ihre Rollenvielfalt bewusst

Referentin: Dr. Majana Beckmann, KLARwärts-Coaching für Promovierende, promovierte Linguistin und Mutter von drei Kindern.

Ein Pflegefall kann schnell und unerwartet eintreten. Was kommt auf mich zu, wenn z.B. die Eltern älter werden und Hilfe oder Pflege benötigen? An wen kann ich mich wenden, wer bietet Unterstützung an? Der Workshop bietet einen Überblick darüber, welche Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten existieren, welche Rechte und Ansprüche pflegende Angehörige haben und wie häusliche Betreuung und Pflege organisiert werden können. Auch die Frage nach der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bzw. Studium stellt viele Pflegende vor eine große Herausforderung. Neben Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur Finanzierung von Pflege und einem Überblick über unterschiedliche Angebote zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen ist Zeit und Raum gegeben, um persönliche Frage der Teilnehmer*innen zu klären.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, Promovierenden und Beschäftigten der JGU, die Angehörige betreuen oder pflegen sowie an diejenigen, die sich auf diese Situation vorbereiten möchten.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf max. 14 Personen beschränkt. Anmeldungen sind ab sofort über das PE-Weiterbildungsportal möglich. Studierende und Promovierende, die sich bisher noch nicht bei ANTRAGO angemeldet haben, müssen sich einmalig einen Account anlegen, der dann auch zukünftig für die Anmeldung zu Veranstaltungen über das Weiterbildungsportal genutzt werden kann.

Als angehörige oder nahestehende Person eines Menschen mit Demenz begegnen Sie vielen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen. Um Sie in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen und den Austausch untereinander zu fördern, möchten wir Sie herzlich zu unserer Austauschgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz einladen. Alle Studierenden und Beschäftigten der JGU, die sich um Angehörige oder nahestehende Personen mit Demenz kümmern, haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können Sie in einem vertraulichen Umfeld Fragen stellen, Sorgen teilen und Tipps im Umgang mit Demenz austauschen.

Die Treffen stehen allen Studierenden und Beschäftigten der JGU offen – egal, ob sie einmalig oder regelmäßig teilnehmen möchten und egal, in welchem Stadium der Demenz sich Ihr*e Angehörige*r befindet.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird in den ersten Sitzungen begleitet von Carola Beck vom Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien-Servicebüro: familien-servicebuero@uni-mainz.de.

Die Austauschgruppe  ist Teil von Keine Sorge(n)?! Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität“ und wird vom Familien-Servicebüro in enger Kooperation mit der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität der JGU sowie in Kooperation mit Kontaktbüro PflegeSelbsthilfe RLP und KISS Mainz organisiert.

Wie wirken sich Geschlechterverhältnisse auf das individuelle Wohlbefinden und Karriereperspektiven an der Hochschule aus? Ausgehend von Ergebnissen der Empowerment- und Resilienz-Forschung werden die Zuhörenden eingeladen, Wege zur Überwindung struktureller Barrieren zu explorieren. Zusätzlich werden individuelle Möglichkeiten zur Verbesserung und Aufrechterhaltung des (psychischen) Wohlbefindens diskutiert.

Dr. med. Amma Yeboah ist Psychodynamische Supervisorin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt gendersensible, psychiatrisch psychotherapeutische Versorgung. Als Dozentin fokussiert sie intersektionale Perspektiven in der Medizin und Psychotherapie. Sie studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung zur Critical Whiteness und Empowerment Trainerin bei Phoenix e.V., promovierte an der Charité, Universitätsmedizin Berlin und schloß die Zertifizierung zur Psychodynamischen Supervision und Coaching bei inscape international, Köln ab.

Das Programm richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen ab der frühen Promotionsphase.

Dabei werden Workshopangebote zur Erlangung von wissenschaftsrelevanten Schlüsselqualifikationen je nach Zielgruppe aufgesetzt, welche allen Fächergruppen offen stehen.

Flankierend werden Beratungs- und Coachingformate angeboten, um den Verbleib der Frauen im Wissenschaftssystem zu unterstützen. Wichtig ist uns an dieser Stelle die Förderung der Zielgruppe mit intersektionaler Perspektive.

Soziale Medien sind Werkzeuge der Kommunikation und der Vernetzung und vor allem der Wissenschaftskommunikation. Sie ermöglichen es Forschenden, aus ihren laufenden Projekten zu berichten, über Orts- und Zeitgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu bleiben. So können die sozialen Netzwerke zu einer Chance für Forschende werden, sich ein öffentliches Profil mit Expert*innenstatus und Haltung zu erarbeiten.

Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien wird zum Beispiel für Sozialwissen-schaftler*innen immer relevanter, denn deren Forschungsergebnisse haben oft politische Konsequenzen und Einfluss auf gesellschaftliches Handeln. In den Geistes- und Kulturwissenschaften bieten soziale Medien die Chance, zu zeigen, wie die wissenschaftliche Arbeit funktioniert und welche Relevanz die beforschten Themenbereiche haben. Doch viele Forschende tun sich schwer, geeignete Inhalte ihrer Wissenschaft für soziale Medien zu identifizieren oder einen weiteren Aspekt zu bedienen: denn die Nutzenden in sozialen Netzwerken – anders als in wissenschaftlichen Studien – erwarten oft auch einen „persönlichen Touch“ von den Autor*innen. Daraus entstehen vielleicht individuell Ängste (z.B. vor Übergriffen im Netz) oder fachliche Bedenken, wenn von einer textbasierten Fachkultur auf andere Erzählmedien gewechselt werden soll. Aber: Die sozialen Medien bieten vielfältige Formate, um Wissenschaft multimedial zu erzählen. Und an vielen Universitäten existieren mittlerweile Handreichungen und Hilfsangebote.

Zielgruppe:

Doktorandinnen*, Postdoktorandinnen*, (Junior-)Professorinnen*

Methodik:

„Flipped Classroom“: Lernmaterial wird vorab zur selbstgesteuerten Vorbereitung bereitgestellt. Dazu gehören auch vorbereitende reflektierende Aufgaben. (Zeitbedarf ca. 1-2 Zeitstunden). In der gemeinsamen Arbeitszeit (Online-Präsenz) wird deshalb ausschließlich praktisch und austauschbasiert gearbeitet: die Teilnehmerinnen erarbeiten in Einzel- und Gruppenübungen die Inhalte – Feedback und Austausch erfolgen unmittelbar und direkt.

Optionale Transferphase: Bis zu 10 Tage nach dem Workshop haben die Teilnehmerinnen Gelegenheit, weiter am Thema zu arbeiten und sich bei Fragen und Anliegen mit der Trainerin auszutauschen. Dies ist optional – die Teilnehmerinnen entscheiden, ob sie das Angebot nutzen möchten.

Ziele:

Die Teilnehmerinnen

  • können entscheiden, welche sozialen Medien am besten zu ihren wissenschaftlichen Themen passen
  • wissen, wie sie sich selbst Handwerkzeug für diese sozialen Medien erarbeiten können
  • können für die auf dieser Basis ausgewählten sozialen Medien adressatenorientiert Beiträge vorbereiten.

Wann:

  • Mittwoch, den 29.04.2026
  • von 9:00 bis 13:30 Uhr

Format:

  • Online-Workshop via Zoom

Referentin:

Bianca Sievert ist seit 2011 Mitinhaberin von beruf & leben GbR. Dort bietet sie Laufbahn- und Karriereberatung für Privatpersonen (Schwer-punkt Akademiker*innen) an und unterstützt beim gesamten Bewerbungsprozess.

Kontakt und Anmeldung: prowewin@uni-mainz.de

Wissenschaftler*innen, die sich mit beruflichen Möglichkeiten außerhalb des universitären Systems beschäftigen möchten, treiben oftmals Fragen um wie: Bin ich qualifiziert für Stellen außerhalb Academia? Wie finde ich in Frage kommende Positionen? Welche Fähigkeiten und Erfahrungen sind für nicht-wissenschaftliche Arbeitgeber*innen interessant?

Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, tragfähige individuelle Ideen für berufliche Alternativen zur wissenschaftlichen Karriere zu entwickeln. Zunächst wird die Situation Promovierter auf dem deutschen Arbeitsmarkt dargestellt. Anhand von Aufgaben zur Analyse und Selbstreflexion werden die Teilnehmenden dann angeleitet, ihre eigenen Interessen und Werte zu ergründen. Danach werden ein Rahmen und Strategien vermittelt, berufliche Optionen zu recherchieren und die eigenen Kompetenzen für den außeruniversitären Arbeitsmarkt zu erfassen. Abschließend werden Tipps und Hinweise für die ersten Bewerbungsschritte gegeben.

Inhalte:

Inklusive einstündiger Mittagspause und kurzer Pausen nach Bedarf

Begrüßung, Ziele & Agenda

Die Situation Promovierter – Dr. Chancenlos?

  • Daten, Zahlen, Fakten

Richtschnur – Was ist mir wichtig?

  • Werte
  • Karrieremotive

Optionen – Was gibt es?

  • Recherchemöglichkeiten
  • In Kontakt mit Berufsvertreter*innen kommen

Kompetenzen – Was biete ich?

  • Fertigkeiten analysieren und Fähigkeiten ableiten

Bewerben – Wie verkaufe ich mich?

  • Der Bewerbungsprozess außerhalb Academia

Abschluss & Evaluation

Wann:

  • Dienstag, den 16.06.2026
  • von 9:00 – 15:30 Uhr

Referentin:

Dr. Cécile Schain

Anmeldung:

Eine vorherige Anmeldung an prowewin@uni-mainz.de ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.


Seminarbeschreibung:

Kommunikation ist ein entscheidender Baustein im beruflichen Alltag. Die Selbstverständlichkeit sich selbst zu präsentieren und eigene Standpunkte und Stärken souverän zu vertreten, erfordert Wissen und Mut, spontan und schlagfertig zu agieren. Die Teilnehmerinnen lernen Ihren eigenen Gesprächsstil kennen um sicher und selbstbewusst zu kommunizieren. Dies ist Grundlage dafür, um im Gespräch souverän aufzutreten, seine Meinung zu vertreten und dadurch nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Schlagfertigkeit und ein souveräner Umgang mit kritischen Fragen werden durch praktische Übungen trainiert und durch individuelles Feedback bewusst erlebbar. Dies befähigt Sie, spontan und schlagfertig im Gespräch zu überzeugen.

Inhalt:

  • Regeln schlagfertiger Kommunikation
  • Spontan sein – wie geht das
  • Authentischen Redestil stärken und Souveränität erhöhen
  • Wahrnehmungsschulung, Regeln erkennen – Zeichen setzen
  • Umgang mit kritischen Fragen
  • Atem bewusst nutzen, der Stimme Kraft und Ausdruck verleihen
  • Individuelles Feedback

Methoden:

  • Input in Kurzvorträgen
  • Einzel- und Kleingruppenübungen
  • Training in Fallbeispielen
  • Individuelles Feedback
  • Kollegialer Austausch

Wann:

  • Dienstag, der 7.10.2025
  • von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Format:

  • Online-Workshop via Zoom

Referentin:

Sabine Scheerer ist Spezialistin für Gender, Body Talk und kongruente, sichere Selbstpräsentation. Als ausgebildete Pantomime, Schauspielerin und Sängerin steht sie seit über 25 Jahren auf der Bühne und engagiert sich seit 30 Jahren als Trainerin für Präsenz und Präsentation. Seit 2010 teilt sie als Trainerin ihre Erfahrungen in der Kompetenzentwicklung mit Wissenschaftler:innen bei Impulsplus.

Anmeldung und Kontakt: prowewin@uni-mainz.de

Soziale Medien sind Werkzeuge der Kommunikation und der Vernetzung und vor allem der Wissenschaftskommunikation. Sie ermöglichen es Forschenden, aus ihren laufenden Projekten zu berichten, über Orts- und Zeitgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu bleiben. So können die sozialen Netzwerke zu einer Chance für Forschende werden, sich ein öffentliches Profil mit Expert:innenstatus und Haltung zu erarbeiten. Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien wird zum Beispiel für Sozialwissenschaftler:innen immer relevanter, denn deren Forschungsergebnisse haben oft politische Konsequenzen und Einfluss auf gesellschaftliches Handeln. In den Geistes- und Kulturwissenschaften bieten soziale Medien die Chance, zu zeigen, wie die wissenschaftliche Arbeit funktioniert und welche Relevanz die beforschten Themenbereiche haben. Doch viele Forschende tun sich schwer, geeignete Inhalte ihrer Wissenschaft für soziale Medien zu identifizieren oder einen weiteren Aspekt zu bedienen: denn die Nutzenden in sozialen Netzwerken – anders als in wissenschaftlichen Studien – erwarten oft auch einen „persönlichen Touch“ von den Autor:innen. Daraus entstehen vielleicht individuell Ängste (z.B. vor Übergriffen im Netz) oder fachliche Bedenken, wenn von einer textbasierten Fachkultur auf andere Erzählmedien gewechselt werden soll. Aber: Die sozialen Medien bieten vielfältige Formate, um Wissenschaft multimedial zu erzählen. Und an vielen Universitäten existieren mittlerweile Handreichungen und Hilfsangebote.

Verhandlungen meistern und überzeugen – auch gegen unsichtbare Hürden
Als vielleicht ungeübte Verhandlerin ist es herausfordernd, sich gegen soziale und erlernte Erwartungen durchzusetzen. Frauen verlangen in Gehaltsgesprächen durchschnittlich 16 % weniger als männliche Personen. Sie betreiben sogenanntes Downgrading, d. h. sie verkaufen ihre Leistung unter Wert, obwohl sie meist bestens ausgebildet sind.
Doch das muss nicht so bleiben! In dem Workshop werden gezielte Strategien und praktische Methoden erlernt, um selbstbewusst und erfolgreich zu verhandeln. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete Techniken und üben diese direkt ein – für einen zukünftig souveränen Auftritt.
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:

  • Da kann ich mir nichts von kaufen! Verhandlungssimulation
  • Gender Negotiation Backlash: Bin ich als Frau eine schlechtere Verhandlerin?
  • Great Deal! Verhandlungssimulation
  • Trouble-shooting: Live-Coaching

Nicht erst seit der Erfindung des Science Slams ist es für Wissenschaftler:innen wichtig, in wenigen Sätzen die Kernpunkte der eigenen Forschung zusammenfassen zu können. Science Pitch ist eine Form der Wissenschaftskommunikation – und Wissenschafts-kommunikation schafft eine Verbindung zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie macht Wissenschaftlerinnen bei wichtigen Bezugsgruppen wie Mittelgeber:innen, Expert:innen und Multiplikator:innen bekannt und ist von zunehmender Bedeutung für den Erfolg von Forschungsanträgen und Karrierewegen in der Wissenschaft. Während es beim Science Slam durchaus kurzweilig sein darf, ist es in anderen Kontexten (zum Beispiel Berufungsverhandlungen oder Akquise von Drittmitteln) eher zielführend, präzise und ernst zu bleiben. Entscheidend für den Erfolg ist, dass der Pitch adressaten- und zielorientiert abgefasst ist und den Kontext berücksichtigt: ein Pitch für die Gründung eines Start-ups vor Investor:innen wird anders gestaltet als ein Pitch auf einer Fachkonferenz am Bistrotisch mit Fachkolleg:innen.

Inhalte

Im Workshop fokussieren wir auf die Grundstrukturen dieser Form der Wissenschaftskommunikation:

  • Kernideen herunterbrechen – Komplexität reduzieren
  • Welche (Fach-)Begriffe müssen bleiben – welche kann ich wie ersetzen?
  • „Es geht nicht um mein Thema, sondern um mich“ – Pitch zum persönlichen
    professionellen Profil
    In aktiven Übungen mit Feedback lernen die Teilnehmerinnen, ihre Forschungsvorhaben
    inhaltlich zu verdichten und die Komplexität zu reduzieren. Dafür ist es notwendig, dass sie
    das eigene Forschungsvorhaben für die Workshoparbeit nutzen

Ziele

Die Teilnehmerinnen

  • können ihre wissenschaftlichen Inhalte in einer Struktur präsentieren, die für
    fachfremdes oder nicht-wissenschaftliches Publikum nachvollziehbar ist
  • können adressatenorientiert ihr Thema für verschiedene Ziele und Formate in der
    Wissenschaftskommunikation aufbereiten
  • sind in der Lage, sich selbst und ihr professionelles Profil adressaten- und zielorientiert
    vorzustellen

Ob im Alltag, im professionellen Umfeld oder im Sport: Frauen und Menschen aus vulnerablen Gruppen sind regelmäßig mit sexistischen und/oder diskriminierenden Aussagen und Verhaltensweisen konfrontiert. Regelmäßige Angriffe und Rechtfertigungsdruck sind gerade bei den Themen Gender, Gleichberechtigung oder Female Leadership keine Seltenheit.
Diese zu erkennen, zu benennen und sich dagegen kommunikativ abzugrenzen oder gar zur Wehr zu setzen, ist Ziel dieses Workshops. Für sich und für andere als Bystander oder Ally. Neben einem fundierten Verständnis zu Diskriminierung, Sexismus und ihren Auswirkungen
vermittelt der Workshop vor allem praxisorientierte, kommunikative Instrumente. Diese helfen, verbale Angriffe sicher zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren – sei es in einer Besprechung, im Sportverein oder im privaten Umfeld.
Dadurch gewinnen Teilnehmende mehr Sicherheit und Argumentationswissen für ihre nächste Diskussion und fühlen sich in ihrer professionellen Rolle und deren Durchsetzung bestärkt (Empowerment).
Folgende Themen werden im Workshop behandelt:

  • Ist das schon Sexismus? Intro und Raumaufstellung
  • I hear you, I feel you! Empathisches Diskutieren
  • A cookie for your thought: Schlagfertigkeitstraining im Umgang mit Sexismus
  • Trouble-shooting: Live-Coaching

In Deutschland spielt die soziale Herkunft noch immer eine große Rolle für den Bildungsweg: Die Wahrscheinlichkeit, mit der sich junge Erwachsene für oder gegen ein Studium oder eine Promotion entscheiden, steht oft in Zusammenhang mit dem Bildungsstand der Eltern. Der Grund ist hier selbstverständlich nicht die fehlende Begabung, sondern das Fehlen von Vorbildern in der Familie und oft auch an den Hochschulen – der Zugang zu notwendigen Informationen ist hier ungleich schwieriger. Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de unterstützt Studieninteressierte und Studierende der ersten Generation dabei, erfolgreich zu studieren. Studierende der ersten Generation bringen vielfältige Stärken und Kompetenzen wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Flexibilität und Mut mit. All diese Eigenschaften können während des Studiums vielfältig eingebracht werden. In diesem Workshop-Angebot von ArbeiterKind.de geht es darum, mit Hilfe von Biographiearbeit diese Stärken und Kompetenzen zu erkennen und als Ressourcen zu nutzen, um den eigenen Weg selbst gestalten zu können.

Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,

  • wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
  • wie sie ihre individuellen Stärken erkennen.
  • wie sie ihre Kompetenzen gewinnbringend einsetzen.
  • wie sie Netzwerke finden und für sich nutzen können.

Was heißt es, als Erste:r in der Familie zu studieren und welchen Hürden und Herausforderungen begegnen Studierende der ersten Generation? Aus der Praxissicht der Zielgruppe führt ArbeiterKind.de in das Thema Soziale Herkunft und Bildungsgerechtigkeit ein. ArbeiterKind.de und die Arbeit mit der Zielgruppe werden vorgestellt, eine Reflektion der eigenen Bildungsgeschichte führt zum Nachdenken über eigene Privilegien oder Hürden. In einem Arbeitsteil werden Herausforderungen gesammelt und durch die Expertise aus der 17-jährigen Tätigkeit von ArbeiterKind.de ergänzt und eingeordnet. Der Blick wird geweitet auf die Potenziale, die Erstakademiker:innen mitbringen. In einem abschließenden Teil können nach Absprache Lösungsansätze für den eigenen Arbeitsbereich entwickelt werden, die mit best practices aus dem Wissen von ArbeiterKind.de ergänzt werden.

Während des Workshops erfahren die Teilnehmenden,

  • wie Privilegien die Bildungsbiografie beeinflussen.
  • welche Hürden und Herausforderungen für Studierende der ersten Generationen bestehen.
  • welche Stärken und Potentiale Erstakademiker:innen durch ihren Hintergrund mitbringen.
  • welche Handlungsansätze für Hochschulangehörige bestehen um Erstakademikerinnen gezielt unterstützen zu können.

Dieses Seminar findet im Blended-Learning-Format statt. Sie erhalten Zugang zu einem Lernvideo (Länge: 3 h 10 min), in dem alle wesentlichen Inhalte zum Thema »Bewerben auf (Junior-)Professuren« ausführlich dargestellt werden. Sie nehmen anschließend an einer Gruppensitzung via Zoom teil, in der sowohl offene Fragen bearbeitet als auch wichtige Aspekte hinsichtlich des Bewerbungsverfahrens geübt werden (z.B. Einstieg in den wissenschaftlichen Vortrag, Kommissionsgespräch).

Ziele und Inhalte

In den Gruppensitzungen gibt es zunächst die Möglichkeit, alle noch offen gebliebenen Fragen rund um das Thema Bewerben auf Professuren zu klären. Im Anschluss halten alle Teilnehmenden ihren vorbereiteten 3-min-Vortrag zur Vorstellung des eigenen Profils (einleitender Teil des wissenschaftlichen Vortrags) und bekommen Feedback von den Teilnehmenden sowie der Dozentin. Abschließend wird das Interview mit der Kommission gesondert thematisiert. Hier werden Sie beispielhaft einige typische Fragen aus Kommissionsgesprächen beantworten und erhalten ebenfalls Feedback hierzu.

Methoden:

  • Input via Selbstlernvideo
  • Illustrationen an Beispielmaterialien
  • Kurzpräsentationen der Teilnehmenden
  • Feedback durch die Dozentin & die Teilnehmenden
  • Übung mit Beispielinterviewfragen
    Begleitende Materialien
  • Handout zum Video
  • Arbeitsblatt zur Analyse von Professur-Ausschreibungen
  • 2 Beispiel-CVs
  • Beispiellehrkonzept
  • Zwei Formulierungs- und Strukturierungsbeispiele für das Forschungskonzept
  • Liste gesammelter Fragen aus Kommissionsgesprächen

Gemeinsam mit dem Gleichstellungsteam der Hochschule Mainz und weiteren Kooperationspartner*innen wie dem Queer*Referat und dem Muschelkino/FILMZ e.V. organisiert die Stabsstelle Gleichstellung und Diversität eine Reihe zu Solidaritäten.

Rechte und autoritäre Politiken sind weltweit auf dem Vormarsch, antifeministische und vielfaltsfeindliche Positionen gewinnen an Einfluss. Was lässt sich dem entgegensetzen? Wie kann Solidarität heute aussehen, gerade angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven, die Menschen machen?

Die Veranstaltungsreihe „Solidarisch leben: queere und feministische Praxis“ verbindet Filme, die kollektives Leben, feministische Selbstorganisation und gelebte Solidarität sichtbar machen, mit einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Lea Susemichel zu Unbedingter Solidarität.

Ausgehend von der Idee, dass Solidarität nicht auf Gleichheit beruht, sondern Unterschiede aushält und sogar voraussetzt, eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf solidarisches Handeln, das in widersprüchlichen Zeiten besonders notwendig ist.

Mittwoch, 29. April Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | Island, USA 2024 | 70 Min.

Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag frei nehmen würde…

Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder: Sie verließen Büros, Fabriken und Geschäfte, kümmerten sich weder um Haushalt noch um Kinder und brachten das Land für einen Tag zum Stillstand. Ihr Ziel war es, die Bedeutung ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gegen die Ungleichheit der Geschlechter zu protestieren.

Die Dokumentation „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) erzählt diese Geschichte 50 Jahre später aus der Perspektive der Aktivistinnen selbst. Mit Witz und persönlichen Erinnerungen entsteht ein lebendiges Bild dieses historischen Streiks und ein inspirierender Blick auf die Kraft kollektiven Handelns.

Trailer: EIN TAG OHNE FRAUEN – Trailer OmU German | Deutsch

Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | England, 2014 | 120 Min.

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

Trailer: PRIDE Trailer

Im Sommer 1984 stehen die britischen Minenarbeiter im Streik gegen Zechenschließungen und Privatisierung, die von der Regierung unter Margaret Thatcher vorangetrieben werden. Unterstützung kommt aus unerwarteter Richtung: Die Initiative „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) sammelt beim Gay-Pride-Marsch in London Geld für die Familien der Streikenden.

Zunächst stößt dieses Engagement auf Ablehnung, bis ein walisisches Dorf sich doch dazu entschließt, die Hilfe anzunehmen. Eine kleine Gruppe der LGSM reist daraufhin zu den Streikenden, aber stößt anfangs auf Misstrauen und Vorurteile. Doch nach und nach entsteht eine solidarische Verbindung zwischen den ungleichen Gruppen.

Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie „Pride“ erzählt von Arbeitskämpfen, Homo- und Queerfeindlichkeit, auch im Kontext der frühen Aids-Krise, und davon, wie Solidarität Grenzen überwinden kann.

In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.

Mittwoch, 20. Mai |Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz

Global ist rechte, autoritäre Politik auf dem Vormarsch. Antifeminismus und der Kampf gegen „Wokeness“ sind zu rechtspopulistischen Kernelementen avanciert. Was lässt sich dagegenhalten? Kann Solidarität trotz der vielen inhaltlichen und intersektionalen Unterschiede innerhalb feministischer Bewegungen gelingen? 

Ja, denn unbedingte Solidarität unter Ungleichen ist notgedrungen konfliktiv und ist bedingungslos, insofern sie keine geteilten Erfahrungen und Identitäten voraussetzt. Sie lässt Differenzen und Dissonanzen nicht nur zu, sondern hat sie sogar zur Voraussetzung. Die Unbedingtheit von Solidarität muss nicht zuletzt auch in einem emphatischen Sinne betont werden: Sie ist in diesen Zeiten unbedingt notwendig.

Lea Susemichel, geboren in Worms und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies an der Universität Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Autorin, Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie u. a. zu den Themen Identitätspolitik, Solidarität, feministische Theorie & Bewegung, feministische Kunst & Ästhetik sowie emanzipatorische Medienpolitik. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.

Zur besseren Planung freuen wir uns über eine Anmeldung zum Vortrag unter https://forms.gle/RXFtnMCvrmJeFKoW9, eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.

Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (im englischen Original mit deutschen Untertiteln)

Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA, 1990 | 71 Min.

Der US-amerikanische Dokumentarfilm Paris Is Burning (1990) von Jennie Livingston gewährt einen Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Der Film zeigt zentrale Solidaritätsstrukturen der queeren Szene, darunter die sogenannten Houses: von „Müttern“ geführte Wahlfamilien, die jungen Menschen ein Zuhause bieten, die von ihren eigenen Familien verstoßen wurden.

Im Zentrum stehen die „Balls“: opulente Tanz- und Kostümwettbewerbe, bei denen die Teilnehmer*innen durch den Ballsaal gehen und von Juror*innen anhand der „Echtheit“ („realness“) ihrer Drag-Darbietungen, ihrer Tanzkünste oder der Schönheit ihrer Kleidung bewertet werden.

Paris Is Burning porträtiert eine lebendige sowie kreative Subkultur und ist zugleich ein eindringlicher Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein kämpferischer Appell für Sichtbarkeit, Würde und Gleichberechtigung.

In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA.

Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (italienisches Original mit deutschen Untertiteln)

Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien, 2023 | 134 Min.

Der 17-jährige Gianni wohnt bei seiner Mutter Lina und wird in seinem Ort wegen seiner Homosexualität angefeindet. Bei einem Unfall mit seinem Moped lernt er den 16-jährigen Nino kennen, der seinem Vater öfter bei seinem Feuerwerk-Geschäft hilft. Zwischen den zwei jungen Männern entwickelt sich langsam eine romantische Beziehung, was für ihre konservativen Familien ein großes Problem darstellt.

Im Pride-Month zeigen wir in Kooperation mit dem Muschelkino den Coming-of-Age-Film ‚Fireworks‘, der von einem Doppelmord an zwei jungen, schwulen Männern inspiriert wurde. Dieser war für die italienische Homosexuellenbewegung von großer Bedeutung und führte Anfang der 1980er Jahre zur Gründung des ersten italienischen LGBTQ-Verbandes „Arcigay“, der bis heute fortbesteht.

Trailer: MQFF33 – Fireworks TRAILER

In Kooperation mit dem Muschelkino / FILMZ e.V.

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